Archiv ‘Industrieversicherung’

Kritik an Reputationsversicherungen

Reputationsrisiken werden für Unternehmen immer wichtiger. Die Versicherer sind auf den Zug aber noch nicht richtig aufgesprungen, monieren Wissenschaftler. Die verfügbaren Policen, die Firmen vor den Folgen eines Reputationsverlustes schützen sollen, seien meist noch nicht sehr weit entwickelt. Meist würden lediglich die Kosten für die Pressearbeit erstattet. Kasper Nielsen vom Reputation Institute erwartet in den kommenden drei bis fünf Jahren aber viel Bewegung in der Versicherungsbranche.

Zurich-Chef Senn: RSA würde gut zu uns passen

Der Schweizer Versicherungsriese Zurich hat sein Interesse an dem britischen Versicherer RSA bestätigt. Der Gewinn sank im ersten Halbjahr leicht gegenüber dem Vorjahr. Mehrere Großschäden haben dem Versicherer das Ergebnis in der Schadenversicherung verhagelt. Konzernchef Martin Senn ist nicht zufrieden und kündigte Maßnahmen an.

Marsh kommt mit eigenem Cyber-Wording

Der Makler Marsh arbeitet an einem eigenen Wording für Cyberversicherungen. Die sich stark voneinander unterscheidenden Deckungen der verschiedenen Anbieter sollen so besser vergleichbar und ein Abschluss für die Unternehmen attraktiver werden. Die Kaufbereitschaft lässt trotz allen Hypes um das Thema Cyber nämlich noch zu wünschen übrig.

Kliniken: Risikomanagement lohnt sich

In der Krankenhaushaftpflicht wird für die Versicherer das Risikomanagement immer wichtiger. Zumindest die etablierten deutschen Anbieter haben die Maßnahmen in der Fehlerprävention und der Prozessoptimierung der Kliniken im Blick. Ergo verweigert Häusern, die den Mindestanforderungen nicht genügen, die Deckung, auch die Versicherungskammer Bayern sieht das Risikomanagement als Zeichnungsgrundlage. Grundsätzlich ist das Prämienniveau in der Krankenhaushaftpflicht immer noch nicht auskömmlich, die Lage hat sich aber stabilisiert.

Erichsen übernimmt Anglo Underwriting

Der Essener Spezialmakler Sven Erichsen übernimmt den Münchener Assekuradeur Anglo Underwriting vom britischen Spezialversicherer Markel. Entsprechende Informationen des Versicherungsmonitors bestätigten Erichsen und Markel-Deutschlandchef Frederik Wulff. Erichsen, bislang als Spezialmakler ausschließlich im Bereich Cyber tätig, baut dadurch sein Betätigungsfeld deutlich aus. Anglo Underwriting war 2005 von Garlich Wulff gegründet worden, die Führung übernahm 2007 sein Sohn Frederik. Seit 2012 gehört die Firma zu Markel.

Der lange Weg durch die Instanzen

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Gerichtsverfahren in Versicherungsangelegenheiten können dauern. Selbst innerhalb einer Instanz sind jahrelange Prozesse keine Seltenheit mehr. Grund dafür ist oft die mangelhafte Personal- und Finanzausstattung der Gerichte. Die Verzögerungen sind besonders für den Anspruchsteller höchst unangenehm. Er ist dagegen zwar nicht vollkommen machtlos, aber die Durchsetzung eines Entschädigungsanspruchs ist trotz gesetzlicher Möglichkeiten recht schwierig und nur in ganz krassen Fällen anzuraten.

Lebensgeschäft beflügelt Swiss Re

Dank eines starken Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäfts hat der Rückversicherer Swiss Re im ersten Halbjahr 2015 beim Gewinn leicht zulegt. Im Sachrückversicherungsgeschäft hinterließen Preisrückgänge, eine Zunahme der von Menschen verursachten Unglücke und eine höhere Steuerbelastung ihre Spuren. Zukäufe kann sich der Rückversicherer eher in der Industrieversicherung als im Kerngeschäft Rückversicherung vorstellen.

Talanx Deutschland: Radikaler Umbau

 Der Health Check  Die Talanx baut ihr deutsches Lebensversicherungsgeschäft radikal um. In unserem Health Check befassen wir uns mit der gesamten Talanx Deutschland, die mit Firmen und Privatkunden im einheimischen Markt Geschäfte macht. Den Talanx Konzern, zu dem auch die Industrie- und Rückversicherer HDI Industrie und Hannover Rück gehören, haben wir bereits analysiert. Unser Fazit: Talanx Deutschland ist in einer wirklich komplizierten Lage, die durch die weitreichenden Änderungen nicht einfacher wird.

Allianz bringt neues Konzept für Firmen

Die Allianz Versicherung kommt in der Firmenversicherung mit einem modularen Konzept für kleinere Unternehmen auf den Markt. Damit versucht der Marktführer, in einem Segment zu punkten, wo traditionell Vereine und öffentliche Versicherer stark sind. Künftig will der Versicherer bei Abschluss von mehreren Policen Rabatt gewähren. Außerdem soll der Abschluss sehr viel einfacher werden und mit nur zehn Fragen möglich sein. Am Verkauf über Vertreter und Makler hält der Versicherer fest, online können Kunden sich nur informieren. Demnächst will die Gesellschaft auch eine Cyberdeckung für kleine Firmen anbieten.

Kerngeschäft Schaden

 Meinung am Mittwoch  Die Schadenregulierung in der Industrieversicherung entwickelt sich zum strategischen Kerngeschäft auf Augenhöhe mit dem Underwriting. Bereits bei der Anbahnung und Erneuerung von Verträgen ist der Schadenservice für Kunden ein wichtiges Thema. Auch in diesem Bereich benötigen wir eine Industrialisierung der Prozesse. Denn Kunden wünschen sich IT-Schnittstellen zum einfacheren und schnelleren Austausch von Schadendaten. Das würde auch einen umfassenderen, spartenübergreifenden Blick auf alle Schäden eines Unternehmens ermöglichen.

Talanx gibt klassische Lebensversicherung auf

Der Hannoveraner Versicherungskonzern Talanx baut sein Privatkundengeschäft in Deutschland komplett um. Dabei gibt das Unternehmen die klassischen deutschen Lebensversicherungen auf und schreibt den Wert der Töchter kräftig ab. Ihr Gewinnziel für 2015 hat die börsennotierte Gesellschaft gekippt. Mit dem Umbau sagt ein weiterer deutscher Lebensversicherer dem bisherigen Modell mit fester Zinsgarantie über lange Laufzeiten Adieu. Vorher hatten schon Zurich und Generali den weitgehenden Verzicht auf klassische Verträge angekündigt.

DEVK bekommt neuen Vorstandsvorsitzenden

 Leute – Aktuelle Personalien  Wie angekündigt geht DEVK-Chef Friedrich Gieseler nächstes Jahr in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Gottfried Rüßmann, der seit 2008 DEVK-Vorstand ist. Außerdem besetzt AIG Europe zwei Führungspositionen, und die Europäische Reiseversicherung verstärkt sich mit einem Vertriebsspezialisten.

Zurich hat Appetit auf RSA

Die Fusionswelle rollt weiter: Die Zurich-Gruppe prüft eine Übernahme der britischen RSA Insurance Group. Wird der Deal perfekt, wäre das eine Wende in der Geschäftspolitik des Schweizer Versicherers, bei dem in den vergangenen Jahren die Konsolidierung auf der Tagesordnung stand. In Hannover wird man die Nachricht nicht gern hören: Die Talanx hat eine etablierte Kooperation mit RSA in der Industrieversicherung.

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