Archiv ‘Innovation’

Digitale Leuchttürme 2020 verliehen

Am Dienstagabend standen Innovationen aus der Versicherungswirtschaft im Mittelpunkt: Google und Süddeutscher Verlag Veranstaltungen haben bereits zum siebten Mal die „Digitalen Leuchttürme Versicherungen“ verliehen. Corona-bedingt fand die Veranstaltung in diesem Jahr rein digital statt. Freuen über die gläsernen Trophäen konnten sich die Unternehmen Euler Hermes, Ritablock und Thinksurance. Als „Vordenker 2020“ dürfen sich jetzt Scor und die Gothaer Lebensversicherung bezeichnen.

Versicherer lernen nicht aus den Fehlern der Banken

 Meinung am Mittwoch  Genau wie die Banken drohen die Versicherer, dem Not invented here-Syndrom zu erliegen. Sie sträuben sich dagegen, auf externe Expertise und das Tech-Know-how von Fintechs zurückzugreifen. Stattdessen halten sie an dem Glaubenssatz fest, dass digitale Innovation von innen heraus entstehen muss, um den digitalen Wandel bestmöglich zu bewältigen. Das ist ein Trugschluss. Es sind gerade die festgefahrenen internen Strukturen, die einer Neuausrichtung bedürfen. 

Schluss mit dem Innovationstheater

Jeder Versicherer rühmt sich gern mit innovativen Produkten, aber längst nicht alle werden ein Erfolg. Das liegt daran, dass die Anbieter das Thema oft nur halbherzig angehen und mit Vorzeigeprojekten ein „Innovationstheater“ veranstalten, glauben Kasko-Chef Nikolaus Sühr und EY-Partner Christopher Schmitz. Auf der Konferenz Exec Insurtech haben sie erklärt, was zu tun ist, damit Innovationen wirklich gelingen.

Hannover Rück entwickelt neues Cyber-Tool

Kumulrisiken sind für Cyberversicherer ein großes Problem. Die Hannover Rück arbeitet an einem neuen Tool, das es dem Rückversicherer und seinen Erstversicherungskunden leichter machen soll, das maximale Schadenpotenzial in ihren Portfolios zu erkennen. Das Projekt ging aus einer Innovationsinitiative des Rückversicherers hervor und wurde auf dem virtuellen Hannover-Forum der Tochtergesellschaft E+S Rück vorgestellt. Ein weiteres Projekt aus der Initiative ist die White Label-Altersvorsorge-App WYSR, die mit Gamification-Elementen arbeitet.

Innovation in der Rezession: Hürde oder Ausweg?

 The Long View – Der Hintergrund  Innovationen, die Kunden einen echten Mehrwert bieten, sind in diesen Zeiten notwendiger als je zuvor. Digitale Technologien können dabei helfen, einen Weg aus der wirtschaftlichen Krise zu finden. Neuartige Dürreversicherungen auf Basis satellitengestützter Bodenfeuchtemessungen oder parametrische Deckungen für Hurrikanschäden sind Beispiele, wie die Rückversicherungsbranche dazu einen Beitrag leisten kann.

Die ambidextrische Herausforderung für die Versicherer

 Meinung am Mittwoch  Ambidextrie bezeichnet die Fähigkeit, die rechte und die linke Hand gleich gut benutzen zu können. Dieser Herausforderung sehen sich auch Versicherer gegenüber. Sie müssen heute die Weiterentwicklung ihres bestehenden Geschäfts in kleinen Schritten ebenso gut beherrschen wie das Management ganz neuer innovativer Geschäftsmodelle. Dazu müssen Versicherer die klassische Silo-Organisation überwinden und mit einer Überlagerung heterogener Organisationsformen nicht nur zurechtkommen, sondern auch Resultate liefern. Das klingt einfacher, als es ist.

Was es bedeutet, innovativ zu sein

 Meinung am Mitwoch  Innovativ kann man sein, aber schwer werden. Wer sich auf dem deutschen Versicherungsmarkt als innovativ bezeichnet, ist oft nur in einem Bereich neu und originell. Für nachhaltigen Erfolg bedarf es aber Innovationen in verschiedenen Dimensionen. Der Kundennutzen muss dabei immer im Mittelpunkt stehen. Bisherige Angebote auf dem Markt würden einem wirklich kritischen Blick unter diesen Aspekten wohl nur schwer standhalten.

Innovativ sein: der Kampf zwischen David und Goliath

 Meinung am Mitwoch  Viele Insurtechs wollen Geld im Privatkundengeschäft verdienen – entweder als Digitalversicherer mit BaFin-Lizenz oder als Makler. Doch so innovativ und bahnbrechend, wie die Angebote beworben werden, sind sie oft nicht. Das eröffnet Freiräume für etablierte Versicherer. Die Basler nutzt diesen bereits mit ihrem neuen Kfz-Versicherer Friday. Wenn es auch anderen Etablierten gelänge, ihre vielfältigen Ressourcen und Assets so in den Innovationsprozess einzubringen, dass echte Differenzierung und Kundenmehrwert entstünden, könnte das den Kampf David gegen Goliath entscheiden – zugunsten von Goliath.

Was wir von Thomas Cook lernen können

 Meinung am Mittwoch  Der Tourismuskonzern Thomas Cook ist vor allem deshalb Pleite gegangen, weil er sich nicht spezialisiert hat, sondern viel zu lange die gesamte Wertschöpfungskette der Pauschalreisen abgedeckt hat. Aus dem Niedergang dieses Dinosauriers sollte auch die Versicherungsbranche Lehren ziehen. Das gilt nicht nur für etablierte Unternehmen, sondern auch für Start-ups. Sie müssen sich auf die Filetstücke der Wertschöpfungskette mit hoher Profitabilität konzentrieren, wenn sie erfolgreich sein wollen.

Allianz kooperiert mit Wrisk

Die Allianz hat mit dem Start-up Wrisk einen neuen Kooperationspartner aufgetan. Der Versicherer will mithilfe des Insurtechs den Vertrieb von Kfz-Policen über Autohersteller digitalisieren. Starten will der Versicherer im September 2019 in Großbritannien. Das kündigte Chief Sales Officer Stephan Ruby bei der Insurtech-Konferenz DIA Amsterdam an. Der Versicherer müsse nicht alles selbst machen, zeigte er sich überzeugt. Mit dieser Ansicht war er bei der Konferenz nicht allein.

So geht Innovation in der Industrieversicherung

 Meinung am Mittwoch  Es ist ein Vorurteil, dass Versicherung und Innovation sich widersprechen. Neuerungen finden nur anders statt als in anderen Branchen. Statt Lösungen für Probleme zu erfinden, die Kunden gar nicht kennen, arbeiten wir gemeinsam mit Versicherungsnehmern an Deckungen für ihre sich wandelnden Risiken. Das ist mehr Evolution als Revolution. Das zeigt auch das Beispiel Tech-E&O-Policen, mit denen Maschinenbauer von ihnen angebotene Software- und Service-Leistungen absichern können.

Wie Versicherer die Sharing Economy nutzen können

Die Versicherungswirtschaft muss sich mit den neuen Geschäftsmodellen der Sharing Economy beschäftigen. Dieser Wirtschaftszweig, bei dem Menschen ihre Wohnungen, Fahrzeuge oder Haushaltsgeräte gegen Gebühr mit Fremden teilen, hat in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Die Versicherer müssen das nutzen, findet der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s. Gemeinsam mit dem Beratungshaus Deloitte hat er die aktuelle Versicherungssituation bei Geschäftsmodellen wie AirBnB, Deliveroo, Uber und Co. untersucht. Versicherungsschutz bestehe zwar schon häufig, allerdings müssten die Anbieter ihre klassischen Policen überarbeiten und vor allem das Geschäft mit Plattformen suchen.

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