Schlagwort-Archiv für ‘Insolvenz’

Cogitanda-Zukunft sehr unsicher

Der Cyber-Assekuradeur Cogitanda hofft weiter auf die Rettung. Am 2. Dezember 2024 teilte der vorläufige Insolvenzverwalter zusammen mit dem Vorstand mit, man prüfe die Möglichkeit des Einstiegs von Investoren. Das Unternehmen wickelt weiter Schäden ab und liefert Dienstleistungen zur Prävention. Neugeschäft wird aber nicht gezeichnet. Aktionäre sind skeptisch, was die Fortführungschancen angeht. Sie erwägen eine Schadenersatzklage gegen Vorstand und Aufsichtsrat. Ziel wäre eine Zahlung durch die D&O-Versicherung.

Cogitanda und die Cyberkrise

 Herbert Frommes Kolumne  Die Insolvenz des Cyber-Assekuradeurs Cogitanda führt zu großen Bestandsbewegungen. Bei manchem Versicherer scheint die Risikoprüfung dabei weniger wichtig zu sein als noch vor Kurzem. Zusammen mit den sinkenden Preisen rührt die Branche damit die Ingredienzien für eine große Schadenwelle mit massiven Verlusten zusammen. Gleichzeitig verliert sie ein wesentliches Argument für die Cyberdeckung, nämlich die Prüfung der Risikosituation bei den Kunden.

Cogitanda-Insolvenz jetzt offiziell

Der Cyber-Assekuradeur Cogitanda ist jetzt offiziell pleite. Das Amtsgericht Köln hat am 28. November 2024 seinen Beschluss zur Insolvenz der Cogitanda Dataprotect AG veröffentlicht. Gleichzeitig finden weiterhin Gespräche mit Investoren statt. Die Pleite der auf Cyberdeckungen spezialisierten Gruppe hat weitreichende Auswirkungen auf den Markt für Cyberdeckungen, vor allem für Mittelständler. Die Verunsicherung bei Kunden und Maklern ist groß.

Die Hoffnung für Cogitanda schwindet

Die Aussichten, den Cyber-Assekuradeur Cogitanda noch zu retten, werden immer schlechter. Der vom Vorstand des Unternehmens am Montag angekündigte Insolvenzantrag löst bei Aktionären Unverständnis und Empörung aus. Kein Investor wird in dieser Phase die nötigen Millionen locker machen. Mehrere Aktionäre werfen dem Vorstand vor, bei der Suche nach frischem Geld viel zu spät und laienhaft gehandelt zu haben. Klagen gegen die Vorstände sind wahrscheinlich.

Cyber-Assekuradeur Cogitanda kündigt Insolvenz an

Der auf die Cyberversicherung spezialisierte Assekuradeur Cogitanda kämpft um sein Überleben. Das Unternehmen hat seinen Aktionären am Montagvormittag mitgeteilt, dass der Vorstand „unverzüglich“ den Insolvenzantrag stellen wolle. Dem Management um Vorstandschef Jens Lison ist es nicht gelungen, weitere Kapitalzusagen einzuwerben, die den Fortbestand des Unternehmens gesichert hätten. Aktionäre erheben derweil schwere Vorwürfe gegen das Management. Dass Cogitanda jetzt keine Alternative zum Insolvenzantrag sieht, sei Vorstandsversagen.

EuGH weitet Insolvenzschutz bei Pauschalreisen aus

Die Corona-Pandemie zieht immer noch weite Kreise in der Versicherungsbranche. In einer aktuellen Entscheidung hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) nun festgelegt, dass auch Ansprüche von Reisenden unter eine Insolvenzpolice fallen, die ihren Urlaub bereits vor der Pleite des Reiseveranstalters aufgrund von Corona abgesagt hatten. Das Urteil bezieht sich auf zwei Fälle, einen aus Belgien und einen aus Österreich, ist allerdings auch für alle anderen nationalen Gerichte in der EU bindend.

FWU bleibt nicht der letzte Fall

 Herbert Frommes Kolumne  Die Insolvenz der FWU-Obergesellschaft und ihrer Luxemburger Lebensversicherungs-Tochter ist das Ergebnis eines härteren Vorgehens der Luxemburger Aufsicht. Es wird nicht bei FWU allein bleiben. Lebensversicherer mit extrem hohen Kosten und langen Laufzeiten für ihre Verträge müssen damit rechnen, dass die Aufseher genauer hinsehen als bislang. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.

Multiple Haftungsklagen: Welches Gericht ist zuständig?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Nach einer Unternehmenspleite werfen Insolvenzverwalter den Organen der Gesellschaft häufig vor, zu spät Insolvenz angemeldet beziehungsweise nach Insolvenzreife noch Zahlungen geleistet zu haben. Daraus folgende Ersatzansprüche treffen aber nicht mehr nur Manager und deren D&O-Versicherer, sondern auch ehemalige Rechts- und Steuerberater, die ihre Warn- und Hinweispflichten missachtet haben sollen. Mit der Frage, wie bei einer solchen Vielzahl an Beklagten das zuständige Gericht und der Spruchkörper zu bestimmen sind, hat sich das Kammergericht Berlin beschäftigt.

Misslungene Werbung bringt Dead Happy ins Grab

Der britische Makler Dead Happy hat mit dem Bild eines Serienmörders und einem makabren Slogan für seine Lebensversicherungen geworben. Für die Versicherungspartner war damit die Grenze zur Geschmacklosigkeit überschritten, sie beendeten die Zusammenarbeit. Seit März hat Dead Happy kein Neugeschäft mehr gemacht, jetzt wird der Vermittler von Insolvenzverwaltern abgewickelt.

Neodigital: Skepsis verhinderte Insurtech-Revolution

 Exklusiv  Seit fast zehn Jahren wartet die Branche auf die großangekündigte Disruption durch Start-ups. Aktuell sieht es eher danach aus, als wäre die Insurtech-Revolution gescheitert, denn es gibt immer weniger junge Unternehmen im Versicherungsbereich. Mit schuld daran ist die Zurückhaltung der Deutschen gegenüber digitalen Neuerungen, meint Stephen Voss, Vorstand beim Digitalversicherer Neodigital. Das Ende der Insurtechs sieht er aber deswegen nicht gekommen.

Heftige Vorwürfe gegen Wefox-Chef Hartigan

Schwere Anschuldigungen gegen Mark Hartigan, den neuen Chef des angeschlagenen Insurtechs Wefox: Die britische Zeitung Mail on Sunday behauptet, Hartigan verfolge mit seiner Warnung vor einer möglichen Insolvenz des Unternehmens vor allem eigene Interessen. Er soll den Verkauf des Insurtechs an den britischen Makler Ardonagh planen und bei Erfolg einen zweistelligen Millionenbetrag erhalten. Eine ähnliche Strategie, so der Bericht, soll Hartigan zu seiner Zeit als Chef des britischen Versicherers LV= verfolgt haben. Wefox wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen.

Wefox-Investor Chrysalis versucht zu beruhigen

Nachdem am Donnerstag ein Bericht über die drohende Insolvenz des schwer angeschlagenen Maklers und Insurtechs Wefox bekanntgeworden war, versucht der britische Investor Chrysalis, seine Anleger zu beruhigen. Die Anteilseigner hätten Wefox zuletzt eine Finanzspritze von 20 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, heißt es in einer Mitteilung von Chrysalis.

Sky News: Wefox-Chef befürchtet Insolvenz

Mark Hartigan, der neue Chef des Insurtechs Wefox, hat angeblich die Investoren in einem Memo vor einer möglichen Insolvenz schon im Sommer 2024 gewarnt. Das berichtet Sky News, der britische Nachrichtenkanal des Bezahlsenders Sky. Ein Wefox-Sprecher erklärte gegenüber dem Versicherungsmonitor, das Unternehmen kommentiere keine Gerüchte. Möglicherweise nutzt Hartigan die Insolvenzdrohung, um die Anteilseigner zum Stillhalten zu bewegen.

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