Schlagwort-Archiv für ‘Kaskoversicherung’

MSK: Schadeninflation bremst Kfz-Erholung

Nach Jahren hoher Verluste schreiben die Kfz-Versicherer wieder schwarze Zahlen. Doch diese Erholung steht auf wackligen Beinen, sagt Ralf Assenmacher, leitender Berater bei MSK. Während Beitragserhöhungen Wirkung zeigen, treibt die Schadeninflation die Kosten weiter hoch. Er ist trotzdem vorsichtig optimistisch für 2026.

Kfz: 1,3 Mrd. Euro Unwetterschäden im Jahr 2024

Für Schäden durch Unwetter wie Sturm, Hagel, Blitze und Überschwemmungen haben die Kfz-Versicherer in Deutschland im vergangenen Jahr insgesamt 1,3 Mrd. Euro gezahlt. Auch wenn Zahl der betroffenen kaskoversicherten Fahrzeuge und das Schadenvolumen 2024 deutlich unter den Werten des Vorjahres lagen, dürfe das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Klimawandel die Gefahr durch Naturgefahren verschärft hat, warnt der Versichererverband GDV.

Kfz-Versicherer: Profitabilität ist zum Greifen nah

Die deutschen Kfz-Versicherer haben ihre Tarife 2024 das zweite Jahr in Folge deutlich angehoben und damit eine nach Ansicht von Experten beispiellose Disziplin in der traditionell von starkem Preiswettbewerb geprägten Sparte gezeigt. Auch 2025 dürften die Preise kräftig steigen. Die Rückkehr zu schwarzen Zahlen noch in diesem Jahr ist nach Einschätzung von Stefan Schmuttermair (Bild) von E+S Rück möglich, in den Augen von Marco Morawetz von der Gen Re sogar recht wahrscheinlich.

ADAC Autoversicherung wächst weiter

Die ADAC Autoversicherung, die mehrheitlich zur Allianz gehört, hat im vergangenen Geschäftsjahr 380.000 neue Kunden gewonnen und damit die Zahl der Abgänge mehr als kompensiert. Der Bestand der versicherten Fahrzeuge erhöhte sich unterm Strich um 12,7 Prozent auf 1,3 Millionen. Das Unternehmen hat durch die Preiserhöhungen in der Sparte insgesamt eine höhere Wechselbereitschaft beobachtet. Außerdem erfreuen sich Verträge mit Werkstattbindung immer größerer Beliebtheit.

Deutsche Rück: Noch mehr schlechte Nachrichten für Kfz

Erste Versicherer und Rückversicherer zeigen sich optimistisch, dass das Geschäft mit Kfz-Policen ab 2026 wieder profitabel werden kann. Der Rückversicherer Deutsche Rück ist da noch vorsichtig. Vor allem in der Kaskoversicherung bleiben die Aussichten schlecht. Die Schadenbedarfe sind gestiegen, die Preiserhöhungen und der Zugriff auf Schwankungsrückstellungen reichten nicht aus, um das zu kompensieren. „Ich bin der Facharzt, der dem Patienten kurz vor seiner Entlassung aus der Klinik sagt: Bleiben Sie noch, ich habe noch einen anderen Befund“, sagte Deutsche Rück-Expertin Larissa Klick auf einer Fachveranstaltung in Köln.

Preise für Schiffsversicherungen unter Druck

Der Markt für Seekasko-Deckungen, mit denen Reeder sich gegen Schäden an ihren Schiffen versichern, steht vor einer Preiswende. Nach einigen Jahren mit steigenden oder stabilen Prämien sinken die Preise um teils zweistellige Prozentsätze, berichten Spezialmakler. Auch Allianz Commercial, einer der großen Anbieter, beobachtet einen stärkeren Wettbewerb. Gleichzeitig häufen sich die Schäden in der Kriegsversicherung durch Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen.

GDV: Autodiebstähle nehmen wieder zu

Die Zahl der Autodiebstähle hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen, berichtet der Gesamtverband der Versicherer (GDV). Die Zahl entwendeter Fahrzeuge stieg gegenüber 2021 um 25 Prozent – allerdings erfasst die GDV-Statistik nur kaskoversicherte Autos. Hochburg des Autodiebstahls ist Berlin. Am beliebtesten bei den Dieben sind hochwertige SUVs. Die teuersten Fahrzeuge wurden in Düsseldorf gestohlen.

Finanztip sieht großes Sparpotenzial bei Kfz

Das Portal für Finanzbildung Finanztip hat untersucht, wie Verbraucher bei der Kfz-Versicherung sparen können. Das Ergebnis: Bis zu 85 Prozent günstiger kann die Absicherung ausfallen, wenn Kunden an den richtigen Stellschrauben wie dem Selbstbehalt oder dem eingetragenen Fahrerkreis drehen und den günstigsten Anbieter auswählen. Besonderheiten gibt es bei der Absicherung von Elektroautos.

Hohe Schäden für Luftfahrtversicherer

Die mehr als 500 Flugzeuge ausländischer Leasinggesellschaften, die in Russland gestrandet sind, könnten zu hohen Schäden für die Luftfahrtversicherer führen. Die Ratingagentur Fitch rechnet für die Kaskoversicherer mit einer Belastung von 5 bis 6 Mrd. Dollar, im schlimmsten Fall könnten es auch 10 Mrd. Dollar sein. Vor allem der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London wird das zu spüren bekommen. Abgesehen von Einzelfällen rechnet Fitch aber nicht damit, dass die Kapitalbasis der Anbieter dadurch nennenswert in Mitleidenschaft gezogen wird.

Kfz: Wenig Entlastung durch Assistenzsysteme

Das assistierte und automatisierte Fahren durch Spurwechselassistenten, Einparkhilfen und Abstandhalter gestaltet das Autofahren schon heute und auch künftig einfacher – und vor allem sicherer. Die Entschädigungsleistungen der Kfz-Versicherer sinken allerdings nicht in gleichem Maße wie die Schadenfälle. Das geht aus einer Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Das hat verschiedene Gründe.

HUK-Coburg Autowelt bietet Abo und zieht um

Auto-Abos werden immer beliebter. Man muss das Auto weder kaufen noch leasen und gegen eine monatliche Rate sind fast alle Kosten wie Steuern, Wartung und die Kfz-Versicherung inkludiert. Für Autoversicherer wie HUK-Coburg ist das eine Gefahr, denn Autohersteller und Abo-Anbieter haben feste Kooperationen mit Versicherern. Deshalb steigen die Coburger ebenfalls in das Geschäft mit den Abo-Autos ein. Ende des Jahres steht außerdem der Umzug des Düsseldorfer Autohauses der HUK-Coburg an.

Cyber in Kraftfahrt – die schleichende Gefahr

 Meinung am Mittwoch  Die zunehmende Automatisierung macht Fahrzeuge immer anfälliger für Hackerangriffe. Damit werden Cyberrisiken auch ein Thema für Kfz-Versicherer. Sie sollten sich frühzeitig und vorausschauend mit den neuen Gefahren befassen. Zwar wird es noch einige Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte bis zur vollständigen Vernetzung von Fahrzeugen dauern. Das Cyberrisiko wird sich aber dennoch kontinuierlich in den Kfz-Bestand „schleichen“.

Suez-Kanal: „Ever Given“ schwimmt wieder

Nach fast einer Woche bewegt sich das im Suez-Kanal festgefahrene Containerschiff „Ever Given“ wieder. Ersten Berichten zufolge wird das Schiff derzeit gesichert. Wann die Passage wieder befahrbar ist, ist noch unklar. Fest steht aber schon jetzt: Der Vorfall wird für die Versicherer teuer. Wer in welchem Umfang zahlen muss, ist einerseits eine Frage der bestehenden Versicherungsverträge, andererseits wird es in Verhandlungen zwischen Reedern und Versicherern festgelegt werden. Nachtrag vom 29. März, 15.20: Die Suez-Kanalbehörde hat offiziell bestätigt, dass das Schiff vollständig schwimmt.

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