Der Schweizer Versicherer Zurich zieht mit seinen IT-Systeme in die Cloud von Amazon um. Dadurch sollen nicht nur Prozesse, Neuentwicklungen und Datenanalysen schneller, sondern auch rund 30 Mio. Dollar pro Jahr eingespart werden. Mithilfe der Amazon Cloud-Lösung hat der Versicherer außerdem ein Fortbildungsprogramm für Mitarbeitende gestartet.
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Bildergalerie: Ihre Lieblingscartoons aus 2022
Personalfluktuation beim Makler Marsh und bei HDI Deutschland. Die Allianz fährt ihre Software-Tochter Syncier gegen die Wand. Erbitterte Kämpfe um die Vorherrschaft im Markt für IT-Kernsysteme. Die Ereignisse des Jahres 2022 haben unserem Zeichner Konrad Lohrmann wieder jede Menge Stoff für seine Cartoons geliefert. In unserer Bildergalerie finden Sie die zehn von Ihnen am meisten geklickten Zeichnungen des Jahres 2022.
Sum.Cumo Sapiens wächst mit neuen Kunden
Exklusiv Der Softwareanbieter Sum.Cumo Sapiens hat zwei weitere deutsche Kunden für sein Komposit-Kernprodukt IDIT gewonnen: Die Vereinigte Hagelversicherung und die Mercedes-Benz Versicherung setzen künftig auf das System. Damit rückt auch das Ziel näher, dass die DACH-Region für den Software-Anbieter zur wichtigsten in Europa werden soll. Ob Sum.Cumo Sapiens hierzulande auch in der Sparte Leben aktiv wird, ist gerade in der Prüfung, erklärt Geschäftsführer Andreas Achner im Interview mit dem Versicherungsmonitor.
„It’s the IT, stupid“
Herbert Frommes Kolumne Mit der Devise „It’s the economy, stupid” gewann Bill Clinton 1992 die Präsidentschaftswahl in den USA. „Es geht um die Wirtschaft, Dummkopf“, hatten die Wahlkampfstrategen ihm eingehämmert. Die Versicherungswirtschaft kann den leicht abgewandelten Spruch gut gebrauchen. Denn es stellt sich immer deutlicher heraus, dass der Zustand ihrer IT viele Unternehmen so quält, dass sie nicht handlungsfähig sind. Das zeigt sich aktuell in den Bewegungen im Run-off-Markt für Lebensversicherungsbestände.
IT-Umbau: Eigenbau ist die Ausnahme
Themenschwerpunkt Digitale Wende Bei den Versicherern hat sich ein gewaltiger Modernisierungsstau aufgebaut, viele IT-Systeme müssen erneuert werden. Ob sich dazu eine gekaufte Standard-Software oder eine Eigenentwicklung besser eignet, daran scheiden sich die Geister. Im aktuellen Dossier hat sich die Redaktion des Versicherungsmonitors angeschaut, wo die Marktteilnehmer von Insurtechs über Softwareanbieter bis hin zu Versicherern stehen, wie die Zukunft aussehen könnte und wo es noch Inspiration für Digitalisierungsprojekte gibt.
Technische Schulden entscheiden über Erfolg
The Long View – Der Hintergrund Mit den vielen neuen IT-Projekten in der Versicherungsbranche werden unweigerlich technische Schulden entstehen. Technische Schulden entstehen etwa bei unvollständiger Umsetzung von IT-Lösungen. Es entstehen Arbeitsaufwände, die mit der Zeit wachsen. Bislang findet dieser Begriff aber zu wenig Aufmerksamkeit hierzulande. Mittlerweile ist zwar immer mehr Versicherern klar, dass sie nicht am technischen Status quo festhalten können, sie unterschätzen aber den Aufwand, der für die Veränderung nötig ist.
Generali Schweiz stellt eigene IT und einige Produkte ein
Radikalschnitt bei der Schweizer Tochter der Generali: Der Versicherer ersetzt seine kompletten Kernsysteme mit Versicherungssoftware von Sapiens. Die Generali Schweiz ist nicht die einzige Tochtergesellschaft, die ihre Kernsysteme austauscht. Außerdem soll in der Schweiz die Produktpalette deutlich verschlankt werden, statt 19 wird es künftig nur noch neun Sachversicherungen geben. Auch in der Lebensversicherung soll das Portfolio angepasst werden.
Gemeinsamer Investor für Adcubum und Tech11
Ein amerikanisches Private Equity-Unternehmen will aus zwei europäischen Firmen einen führenden Anbieter von Versicherungssoftware schmieden: TA Associates beteiligt sich dafür an der Schweizer Adcubum und an Tech11 aus Würzburg. Gemeinsam sollen die beiden jetzt in der Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung schnell wachsen. Details der Transaktion sind noch unklar, offenbar bleiben aber beide Unternehmen eigenständig bestehen.
Wochenspot: Balance Re, HDI und Debeka
Wochenspot – der Podcast Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor jetzt auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Jonas Tauber und Kaja Adchayan über den jüngst gestarteten Rückversicherer Balance Re, eine neue App des Industrieversicherers HDI Global und die Kernsystemerneuerung bei der Debeka.
Kernsystemlandschaften: Ein schweres Erbe
The Long View – Der Hintergrund Versicherungsunternehmen gehörten zu den Pionieren der digitalen Datenverarbeitung. Doch die frühe Technologisierung wird immer stärker zur Last, weil Legacy-Systeme den aktuellen Bedürfnissen nicht gerecht werden. Doch damit nicht genug: Wie eine aktuelle Studie der Strategieberatung EY zeigt, gefährden die derzeit eingesetzten Kernversicherungssysteme zunehmend die unternehmerische Zukunft der Konzerne – entscheidet die technische Infrastruktur doch vermehrt über deren Wettbewerbsfähigkeit. Es ist also Zeit für eine Modernisierungskur.
Corona offenbart Digitalisierungslücken
Exklusiv In der Covid-19-Pandemie musste die Versicherungswirtschaft schnell auf digitales, dezentrales Arbeiten umstellen. Die Versicherer blieben handlungsfähig, doch es lief längst nicht alles rund, zeigt eine Studie des Softwareherstellers Adcubum. Nur wenige Arbeitnehmer aus der Branche sind der Meinung, dass ihr Unternehmen auch in Covid-19-Zeiten einen Normalbetrieb aufrechterhalten konnte. Im Homeoffice sorgten analoge Prozesse für Probleme, oftmals funktionierte der Zugriff auf wichtige Dokumente nicht. Die Pandemie wird einen Digitalisierungsschub auslösen, glaubt der Großteil der Befragten.
Podcast: „Die Kernsysteme müssen erneuert werden“
Versicherungsmonitor O-Ton Arndt Gossmann war lange Berater und erfolgreicher Versicherungschef. Jetzt ist er Gründer eines Run-off-Spezialisten mit einer ganz neuen Geschäftsidee. Im O-Ton-Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht Gossmann über den Stand des Aufbaus und die Folgen der Corona-Krise für die gesamte Branche. Sein Credo: Klassische Kostensenkung wäre jetzt ganz falsch. „Wir müssen massiv investieren in die Digitalisierung.“ Die Kernsysteme müssten dringend auf den neuesten Stand gebracht werden.
Guidewire: Es geht nicht mehr nur um die Kernsysteme
In Zukunft wird ein gutes Kernsystem für Versicherer nicht mehr ausreichen. Davon ist Mike Rosenbaum, neuer Chef des Softwareanbieters Guidewire, überzeugt. Es braucht auch einen digitalen Auftritt und Datenanalysen. Auch Guidewire, dessen Augenmerk bisher in erster Linie auf der Entwicklung von Kernsystemen für Schadenversicherer lag, muss deshalb umdenken. Für Rosenbaum liegt die Lösung vor allem in Cloud-basierten Systemen und standardisierten Anwendungen. Auf der Jahreskonferenz des Softwareunternehmens in Washington D.C. stellte er erste Projekte vor.













