Archiv ‘Kfz-Versicherung’

HUK-Coburg holt sich externe Hilfe

Die HUK-Coburg hat in der türkischen ETB Group einen externen Dienstleister gefunden, der den Versicherer in der Schadenbearbeitung unterstützt. Die Hilfe können die Coburger gut gebrauchen. In Folge erhöhter Schadenaufkommen zum Beispiel durch Unwetterschäden und zu wenig Personal hatte der Versicherer erhebliche Rückstände angesammelt. Sie sind inzwischen zwar weitgehend aufgeholt, allerdings geht es jetzt darum, eine solche Situation in Zukunft zu verhindern.

Unruhiger Herbst in der Kfz-Versicherung

 Herbert Frommes Kolumne  Die Wechselsaison in der Kfz-Versicherung wird in diesem Jahr deutlich heftiger ausfallen als in den Vorjahren. Die meisten Gesellschaften stehen vor einem Dilemma: Sie müssen erneut die Preise erhöhen, und zwar deutlich. Das führt aber zu einer erhöhten Wechselbereitschaft der Kunden und damit möglicherweise zum Verlust von Marktanteilen. Nicht jedes Unternehmen wird dabei rational entscheiden.

Deutsche Schadenversicherer stehen besser da

Deutsche Schadenversicherer stehen im europäischen Vergleich besser da als zunächst gedacht. So haben die deutschen Gesellschaften inzwischen zur Spitzengruppe um Großbritannien und Italien aufgeschlossen. Den beiden Märkten hatte die US-Ratingagentur Fitch bereits zu Jahresbeginn die stärksten Preiserhöhungen zugetraut. Versicherer in anderen Teilen Europas zeigen sich dagegen weniger dynamisch.

Nürnberger: Kein Gewinn im Jahr 2024

Nach einem unterm Strich verlustreichen ersten Halbjahr kassiert die Nürnberger ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2024. Statt von 40 Mio. Euro bis 50 Mio. Euro geht das Unternehmen laut einer Pflichtmitteilung inzwischen von einem „ausgeglichenen Ergebnis“ aus. Das heißt: Einen Überschuss wird es bei den Franken in diesem Jahr nicht geben. Das noch im April kommunizierte Ziel, mithilfe eines Effizienzprogramms 2026 oder 2027 wieder einen Gewinn von mindestens 100 Mio. Euro zu erreichen, scheint aktuell in weiter Ferne.

50 Prozent mehr Kfz-Prämie ist das falsche Signal

 Meinung am Mittwoch  Die Kfz-Sparte schreibt tiefrote Zahlen. Als Reaktion darauf hat nun ein Versicherer die Preise in Teilen des Bestandes um 50 Prozent erhöht. Einige Wettbewerber applaudieren – wir als Makler nicht. Anpassungen in dieser Höhe sind weder nachvollziehbar noch vermittelbar und belasten das angespannte Verhältnis zwischen Kunden und Versicherern erneut. Es bleibt zu hoffen, dass ein solches Vorgehen jetzt nicht Schule macht.

GDV warnt vor Übertreibung bei Nat Cat

Der Lobbyverband der deutschen Versicherungswirtschaft GDV hält den Eiopa-Vorschlag zur Anpassung der Faktoren für Naturgefahren unter dem Standardmodell von Solvency II für verbesserungswürdig. Die Verdopplung des Risikofaktors für Hagel in der Kfz-Versicherung sei zwar angemessen, nicht aber die ebenfalls vorgesehene Anhebung des Länderfaktors für Hagel, heißt es in einer Stellungnahme. Eiopa soll regelmäßig überprüfen, ob Naturgefahren unter Solvency II angemessen berücksichtigt werden.

Allianz holt Stuhldreier von der HUK

 Leute – Aktuelle Personalien  Führungsbeben bei deutschen Direktversicherern: Uwe Stuhldreier, langjähriger Vorstand für Vertrieb und Marketing bei HUK24, dem Direktversicherer von Deutschlands größten Kfz-Versicherer HUK-Coburg, wechselt zum schärfsten Konkurrenten. Zum 1. April 2025 wird er Deutschland-Chef von Allianz Direct, dem europäischen Direktversicherer des Münchener Konzerns. Für die HUK ist der Wechsel ein herber Verlust, für Stuhldreier eine große Herausforderung.

HDI erhöht Kfz-Prämien um 50 Prozent

 Exklusiv  Die HDI Versicherung hat zum 1. Juli 2024 bei bestimmten Gruppen von Bestandskunden die Preise in der Kfz-Versicherung um 50 Prozent erhöht. Das Unternehmen hat 2023 einen herben technischen Verlust in der Sparte eingefahren und versucht nun, den Bestand zu sanieren. Mit der drastischen Erhöhung will die HDI Versicherung auch austesten, ab wann Preiserhöhungen zu einem deutlich veränderten Kündigungsverhalten der Kfz-Kunden führen.

Schaden- und Unfallversicherung bei Beiträgen vorn

Die deutschen Versicherer werden 2024 voraussichtlich mehr Beiträge im Schaden- und Unfallgeschäft erzielen als in der Lebensversicherung, schätzt der Lobbyverband GDV. Das wäre das erste Mal seit 1996. Der Verband hat seine Prognose für das laufende Jahr wegen des schwachen Geschäfts mit Policen gegen Eimalbeitrag nach unten korrigiert. In der Schaden- und Unfallversicherung erwartet er dagegen ein kräftiges Wachstum von 7,8 Prozent.

DEVK peilt neuen Beitragsrekord an

Der Kölner Versicherer DEVK gibt sich gesprächs- und kompromissbereit beim Thema Pflichtversicherung. Bei der Bilanz-Pressekonferenz zeigte Vorstandschef Gottfried Rüßmann aber auch eine gewisse Ungeduld. „Ein bisschen mehr Zug in die Diskussion zu bekommen scheint notwendig“, sagte er. Nach einem eher enttäuschenden Jahr 2022 ist Rüßmann mit dem vergangenen Jahr wieder zufrieden. 2024 wollen die Kölner die Marke von 5 Mrd. Euro bei den Beitragseinnahmen übertreffen.

Startschuss für ADAC Zuhause Versicherung

Die Finanzaufsicht BaFin hat dem neuen Gemeinschaftsunternehmen des ADAC und der Allianz die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb erteilt. Die ADAC Zuhause Versicherung AG mit Sitz in München darf künftig Hausratversicherungen und Schutzbriefe verkaufen. Damit gehen die Unternehmen den bereits im vergangenen Jahr angekündigten Schritt zur Verknüpfung der Bereiche Wohnen und Mobilität.

Marderbisse werden für die HUK-Coburg immer teurer

Die HUK-Coburg hat ein tierisches Problem: Deutschlands größter Autoversicherer musste im vergangenen Jahr 21 Mio. Euro für Schäden ausgeben, die Marder an Fahrzeugen verursacht haben. Der kräftige Anstieg um 5 Mio. Euro gegenüber dem Jahr zuvor liegt vor allem daran, dass die Reparaturen teurer geworden sind. Ohnehin haben die folgenschwere Bissschäden nichts damit zu tun, dass den Tieren Schläuche und Kabel besonders gut schmecken.

MSK: Erste Lichtblicke in Kfz

Wegen hoher Reparaturkosten und hoher Schäden ist die Kfz-Versicherung im vergangenen Jahr tief in die Verlustzone gerutscht. Das aktuarielle Beratungsuntenehmen Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) sieht für das laufende Jahr wieder erste Lichtblicke: Die Kfz-Haftpflichtversicherung könnte wieder in die Gewinnzone kommen. Wegen der defizitären Kaskosparte bleiben die Anbieter zwar insgesamt betrachtet in den roten Zahlen, aber die steigenden Zinsen können helfen, den Verlust abzumildern. Allerdings müssen sich die Kfz-Versicherer beim Hagelrisiko auf steigende Kapitalanforderungen einstellen.

Neodigital und AvD starten Kfz-Versicherung

Neodigital bietet mit dem Automobilclub von Deutschland (AvD), der Nummer Zwei hinter dem ADAC, künftig Kfz-Versicherungen nach dem White-Label-Modell an. Auch Makler und Vertriebsgesellschaften außerhalb des AvD haben Zugriff auf die neuen Policen. Neodigital ist in der Kfz-Sparte bereits mit der Neodigital Autoversicherung aktiv, einem Gemeinschaftsunternehmen mit der HUK-Coburg. Das Geschäft war – ebenso wie das eigene Schaden- und Unfallgeschäft des Digitalversicherers – im vergangenen Jahr von Verlusten geprägt, zeigen die SFCR-Berichte.

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