Archiv ‘Kfz-Versicherung’

Deutlich mehr Beschwerden über Versicherer

Im vergangenen Jahr sind bei der Finanzaufsicht BaFin rund 46.400 Beschwerden von Verbraucherinnen und Verbrauchern über Banken und Versicherer eingegangen – ein Drittel mehr als 2024. Hauptärgernis im Versicherungsbereich war die Schadenbearbeitung. Ein Unternehmen stach bei den Beschwerden besonders hervor.

Die Assekuranz als Verhaltensarchitekt

Legal Eye – Die Rechtskolumne

Die Versicherungswirtschaft steht vor einem Paradigmenwechsel: Statt Schäden nur auszugleichen, rückt die Beeinflussung des Verhaltens zur Risikovermeidung in den Vordergrund. Datenbasierte Tarife und kontinuierliche Bewertungen können Geschäftsmodelle verändern, schreibt Anna-Catharina von Girsewald von der Kanzlei Oppenhoff & Partner. Daraus ergeben sich allerdings rechtliche und gesellschaftliche Fragen.

VHV treibt technologischen Wandel voran

Die VHV-Gruppe konnte 2025 von geringeren Elementarschäden profitieren und spartenübergreifend wachsen. In wesentlichen Geschäftsbereichen arbeitet die Gruppe bereits mit modernen IT-Kernsystemen, wie Vorstandsvorsitzender Thomas Voigt bei der Jahresmedienkonferenz berichtet. Dies sei auch für die technologische Transformationsstrategie wichtig.

Neue Autos, neue Probleme?

Kein Beförderungsmittel ist so beliebt wie das Auto. Und doch verändern E-Autos und autonomes Fahren den Markt. Bei einer Fachveranstaltung sprachen Experten darüber, was das auch für die Versicherer bedeutet – und inwiefern sie selbst Einfluss auf die Entwicklungen nehmen können.

Sparkassenversicherung beteiligt sich an Heubeck-Tochter

Die Sparkassenversicherung (SV) in Stuttgart beteiligt sich an der Heubeck-Tochter pen@min, die seit der Übernahme des Betriebsrentenberaters 2025 zu MRH Trowe gehört. Pen@min verwaltet Pensionsverpflichtungen – eine Dienstleistung, die der Versicherer für den Betrieb seines SV Pensionsfonds benötigt. Für den Fonds konnte die SV einen neuen Großkunden gewinnen, was zu einem gehörigen Beitragssprung führte. Der Versicherer verbuchte 2025 ein dickes Gewinnplus, auch dank geringer Großschäden. Die Kfz-Versicherung steckt allerdings noch in der Verlustzone, berichtet Konzernchef Andreas Jahn.

Gräfer: „Wir sind da als Branche einfach nicht gut“

Die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit reichen nicht mehr aus, um der steigenden Schadeninflation in der Versicherungsbranche zu begegnen, waren sich Expertinnen und Experten bei einem Pressegespräch der Versicherungsforen Leipzig einig. Um eine langfristige Versicherbarkeit zu gewährleisten, sind neben Prävention grundsätzliche Kostensenkungen durch Digitalisierung erforderlich. Die Branche mache dabei derzeit keinen guten Job und müsse grundlegend umdenken, warnte Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen.

Allianz will nicht mehr Erster bei Kfz sein

Lange Zeit kämpften Allianz und HUK-Coburg um die Marktführerschaft in der Kfz-Versicherung. Nachdem die Coburger die Münchener vor einigen Jahren überholt hatten, war der Kampf um die Position des Branchenprimus entbrannt. Das ist laut Allianz-Chef Oliver Bäte kein Thema mehr. Anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen sagte er, der Versicherer wolle wachsen, aber nicht mehr unbedingt die Marktführerschaft zurückholen. 2025 fuhr der Versicherer wieder Rekordgewinne ein und konnte das Geschäft in der Schaden- und Unfallversicherung deutlich verbessern.

Die Kfz-Kunden bleiben treu

Kein Wechselwille trotz Prämienerhöhung: Für vier von fünf Autobesitzer hat sich die Kfz-Prämie zum Jahreswechsel erhöht, so eine Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. 78 Prozent der Betroffenen haben dennoch nicht gewechselt – zum Leidwesen der Vergleicher. Auch ändert kaum jemand etwas an den Tarifdetails. Das Unternehmen glaubt, dass die Unwissenheit über die Laufzeit des eigenen Vertrages viele abhält.

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