Archiv ‘Makler’

A.M. Best: Marsh bleibt größter Makler

Die US-Ratingagentur A.M. Best hat die neueste Rangliste der weltweit größten Versicherungsmakler vorgelegt. Danach blieb Marsh 2015 mit 12,9 Mrd. Dollar Umsatz an der Branchenspitze, gefolgt von Aon mit 11,7 Mrd. Dollar. Neu unter den Top-20 war 2015 die britische Firma Hyperion mit 621 Mio. Dollar. Zu Hyperion gehören in Deutschland Howden (früher Hendricks & Co.) in Düsseldorf sowie Howden Caninenberg und Dual in Köln. Von den 20 größten Maklern haben 15 ihren Sitz in den USA.

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen

 Meinung am Mittwoch  In der Versicherungsbranche ist man verunsichert. Die Digitalisierung wird gleichermaßen als Herausforderung und neue Hoffnung empfunden: Für den Kunden stellt sich die Frage, ob die Digitalisierung zu neuen und besseren Produkten führen wird oder ob die Daten genutzt werden, um noch besser gewollte von ungewollten Risiken zu unterscheiden. Schon heute schließt die Kalkulation der Versicherer in manchen Bereichen einen großen Teil der Bevölkerung aus.

Maklerstreit und Cyber

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Klage des Vermittlerverbands BVK gegen das Online-Portal Check24, Allianz zu Cyberversicherungen und Gesetzliche Rentenversicherung zur Deutschlandrente.

Axa startet digitale Berater-Mappe

Die Ära dicker Versicherungsordner geht zu Ende. Jetzt hat auch der Kölner Versicherer Axa eine digitale Informationsmappe für die Beratung entwickelt. In der „Digi Mapp“-App können die rund 4.300 Axa-Vertreter alle Unterlagen zusammenstellen, die sie Kunden im persönlichen Gespräch oder im Skype-Videochat zeigen möchten. Gekostet hat die Entwicklung einen zweistelligen Millionenbetrag, sagte Axa IT-Vorstand Andrea van Aubel. In Zukunft will der Versicherer die Beratungs-App auch Maklern anbieten. Außerdem plant die Axa, Prozesse für die Schadenbearbeitung in die „Digi Mapp“ einzubinden.

Fibur: Kinderarbeit ist Ausschlusskriterium

Das 2010 gegründete Start-up Fibur mit Sitz in Münster und Berlin bietet ausschließlich Altersvorsorgeprodukte von Gesellschaften an, die bei der Anlagepolitik bestimmte Kriterien einhalten. Der Gründer Ben Urbanke spricht im Interview mit dem Versicherungsmonitor darüber, welche Versicherer diese Maßgaben erfüllen und wie die Renditechancen nachhaltiger Investments aussehen.

Aon gibt Bestand an Maklerpool ab

Der Großmakler Aon verkauft einen Kundenbestand von rund 20.000 Verträgen an die Wiesbadener JDC-Gruppe. Der Hamburger Makler will sich künftig auf  das Groß- und Belegschaftsgeschäft konzentrieren. Kleinteilige Privatkundenverträge passen nicht gut zu dem Geschäft des Unternehmens, das vor allem in der Industrie- und Rückversicherung stark ist.

Brexit: Lloyd’s of London hofft auf einen Verbleib

Am Donnerstag stimmen die Briten darüber ab, ob das Land künftig noch Teil der EU sein soll. Die Lloyd’s of London-Chefin Inga Beale ist zuversichtlich, dass sich die Bevölkerung für einen Verbleib entscheidet. Wie viele andere Versicherer und Makler sieht sie die wirtschaftlichen Nachteile eines Brexits überwiegen. Aber nicht alle aus der Branche sind dieser Meinung. Viele kleinere britische Makler wollen für einen Ausritt stimmen.

Innovationen kommen nicht von Versicherern

Zwar tüftelt die Assekuranz derzeit heftig an Angeboten und Strategien, mit denen sie den Herausforderungen der Digitalisierung begegnen kann. Diese Versuche sind derzeit aber wenig fruchtbar, glauben Experten. Zu schwerfällig sind die Prozesse, zu wenig flexibel die Entscheidungsmechanismen. Von den meisten der derzeit am Markt befindlichen Insurtechs sind aber ebenso wenig große Sprünge zu erwarten, was disruptive Geschäftsmodelle angeht.

IT-Sicherheitsgesetz: Versicherer kaum betroffen

Mit dem IT-Sicherheitsgesetz will die Bundesregierung Betreiber kritischer Infrastrukturen resistenter gegen IT-Störfälle machen. Dazu zählt neben Sektoren wie Energie, Wasser und Ernährung auch die Versicherungswirtschaft. Dennoch wird sich die Betroffenheit für die Assekuranz in Grenzen halten, glaubt Anwalt Detlef Klett von der Kanzlei Taylor Wessing. Er hält es für möglich, dass die Versicherer in den nachfolgenden Rechtsverordnungen zum Gesetz gar nicht mehr auftauchen. Grund ist eine Studie des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, das die Gesellschaften bei genauerer Prüfung als nicht kritisch einstuft.

BGH-Urteil: Makler erwägt Verfassungsbeschwerde

Der Bundesgerichtshof hat die Urteilsbegründung für seine Entscheidung veröffentlicht, einem Versicherungsmakler die Schadenregulierung zu verbieten. Das Gericht analysiert dabei ausführlich die Rolle der Versicherungsmakler und kommt zu dem Schluss, dass zumindest in diesem Fall die Gefahr eines Interessenkonflikts gegeben ist. Geklagt hatte die Rechtsanwaltskammer Köln gegen den Bonner Versicherungsmakler Versteegen. Der Makler prüft nach Angaben des Verbands Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) eine Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil. „Wir würden unser Mitglied dabei unterstützen“, sagte Hans-Georg Jenssen, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VDVM. Seiner Ansicht nach ist das Urteil problematisch für viele Makler, aber ein herber Schlag gegen die Fintechs.

Herbert Fromme

Der Schuss geht nach hinten los

 Herbert Frommes Kolumne  Der Prozess des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) gegen die Vergleichsplattform Check24 könnte sich zum veritablen Eigentor für die traditionellen Versicherungsvermittler entwickeln. Natürlich wird Check24 nicht ungeschoren aus der Sache herauskommen – aber ihre Gegenspieler erst recht nicht. Hinter der Klage des BVK steckt die Hoffnung, dass die Anrufung der Staatsmacht in Gestalt von Aufsicht, Gewerbeordnung und Gerichten die technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen zumindest in ihren Auswirkungen auf die Versicherungsbranche aufhalten könnte. Das ist ein Irrtum.

Kreuzfahrtschiff ohne Rettungsboote

 Meinung am Mittwoch  Rettungsboote und Versicherungen haben einiges gemeinsam. Im Idealfall benötigt man sie niemals, trotzdem kosten sie Geld. Aber das ist natürlich kein Grund auf sie zu verzichten. Das wird klar, wenn man sich überlegt, wie viele Passagiere auf einem Kreuzfahrtschiff ohne Rettungsboote mitfahren würden.

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