Archiv ‘Munich Re’

Munich Re vermarktet CO2-Zertifikate

Zusammen mit dem Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnikunternehmen Vaillant Group will die Munich Re in Costa Rica rund 1.000 Hektar mit neuen Bäumen bepflanzen. So wollen die beiden Unternehmen ihre CO2-Bilanz verbessern. Vermittelt wurde das Projekt über die neu gegründete Munich Re-Tochter Tree Trust. Mit ihr will der Rückversicherer in den Handel mit CO2-Zertifikaten einsteigen.

Heftige Hurrikan-Saison erwartet

 Exklusiv  Munich Re prognostiziert eine heftige Hurrikan-Saison. Die Zahl der benannten Stürme im tropischen Nordatlantik könnte sich auf 18 belaufen, vier könnten sich zu schweren Hurrikanen auswachsen. Weil sich nicht vorhersagen lässt, wie viele davon auf Land treffen und wo, verzichtet der Rückversicherer auf eine Schadenprognose. Zuletzt hatte 2021 der Sturm „Ida“ die Zerstörungskraft von Hurrikanen eindrücklich vor Augen geführt.

Cyber: Mehr Einsatz, bitte

 Meinung am Mittwoch  Chance und Risiko gibt es nur im Paket. Hohe Cyber-Schäden haben das Bewusstsein dafür nochmal geschärft. Unternehmen reagieren, fragen mehr Versicherung nach. Langsam, aber sicher aktivieren sie ihr Risikomanagement. Auf der anderen Seite verringert manch ein Versicherer seine Kapazität. Der Markt sucht unter Knarzen und Klagen einen Ausgleich der Interessen. Trotzdem wird es immer Grenzen der Versicherbarkeit geben. Für den Dialog darüber fehlt aber der Verhandlungspartner. Hier sehe ich den Staat am Zug.

Ergo gründet neues Tech-Unternehmen

Der Versicherer Ergo hat sich mit der Munich Re, dem Technologieanbieter In-tech und dem Berater Malibu zusammengetan und ein neues Tech-Unternehmen gegründet. Das Mobility Technology Center mit Sitz in München will innovative Versicherungs- und Risikomanagement-Lösungen für Autohersteller, Mobilitätsanbieter und Erstversicherer entwickeln. Klassische Kfz-Policen haben nach Ansicht von Karsten Crede, Chef von Ergo Mobility Solutions, ausgedient. Schlaue Autos benötigten schlaue Versicherungslösungen, sagte er bei einer Veranstaltung in München.

Munich Re entwickelt neuen KI-Prüfservice

Die Munich Re möchte ihre Rolle als Dienstleister für Industrieunternehmen stärken und sie bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) unterstützen. In Kooperation mit Partnern hat der Rückversicherer einen speziellen Prüfservice entwickelt. Mit CertAI können Unternehmen, die KI in ihren Produkten und Produktionssystemen verwenden, prüfen, ob das System vertrauenswürdig ist und ein positives Ergebnis dann auch nach außen dokumentieren.

Zurich kurz vor Run-off-Deal

Die Zurich Deutschland steht kurz vor dem Verkauf eines Altbestandes an Lebensversicherungen an den Run-off-Spezialisten Viridium, der einen Umfang von 20 Mrd. Euro an Kundenforderungen und entsprechenden Kapitalanlagen hat. Nach Informationen des Versicherungsmonitors aus Branchenkreisen soll das Geschäft in den kommenden Wochen – auf jeden Fall noch vor der Sommerpause – abgeschlossen werden. Die Agentur Bloomberg erwartet, dass schon in dieser Woche eine Bekanntgabe erfolgt.

Wenning: Keine großen Nachreservierungen

Einige Ratingagenturen warnen bereits vor großem Nachreservierungsbedarf bei Versicherern, sollte die durch den Ukraine-Krieg befeuerte Inflation weiterhin so hoch bleiben. Munich Re-Chef Joachim Wenning gibt sich dagegen optimistisch. Er glaubt nicht, dass der Rückversicherer mit solchen Problemen zu kämpfen haben wird, bekräftigte er beim Versicherungsdinner der Süddeutschen Zeitung auf Schloss Bensberg. Bei Cyberrisiken sieht er die Versicherbarkeit in Gefahr – wenn der Staat nicht hilft.

Ukraine-Krieg: Munich Re schreibt 700 Mio. Euro ab

Der Krieg in der Ukraine zeigt sich deutlich in der Bilanz der Munich Re für das erste Quartal. Der Rückversicherer hat 700 Mio. Euro auf russische und ukrainische Staats- und Unternehmensanleihen abgeschrieben, zudem hat er in der Schaden- und Unfallrückversicherung mehr als 100 Mio. Euro an Belastungen durch den Krieg verbucht. Hinzu kommen Corona-Schäden in der Lebensrückversicherung. Erheblich profitieren konnten die Münchener von Währungseffekten. Auch die Erstversicherungstochter Ergo lieferte gute Zahlen.

Rückversicherer mit Problemen

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Quartalszahlen Munich Re, Allianz, Zurich und MLP sowie SZ-Versicherungstag

Munich Re muss Kritik wegen EY einstecken

Die Munich Re hält an ihrem Abschlussprüfer Ernst & Young (EY) fest, obwohl er durch den Wirecard-Skandal stark unter Druck geraten ist. Dafür musste sich der Rückversicherer auf seiner Hauptversammlung deutliche Kritik von Aktionärsschützern anhören. Aufsichtsratschef Nikolaus von Bomhard betonte allerdings, man sehe keine Notwendigkeit, EY vorzeitig auszutauschen. Entscheidend sei ohnehin die Qualität des Prüfungsteams, das sich um die Munich Re kümmert.

Zurich bekommt neuen Risikochef

 Leute – Aktuelle Personalien  Bei der Zurich Gruppe Deutschland wird Marcus Bonn (Bild) zum 1. Oktober neuer Chief Risk Officer. Er folgt auf Denny Tesch, der seit Anfang April für die Maklergruppe Ecclesia tätig ist. Außerdem: Der Digitalversicherer Ottonova erweitert seinen Vorstand. Beim Assekuradeur Hansekuranz kündigen sich Veränderungen in der Geschäftsführung an. MLP gewinnt die ehemalige HUK-Coburg-Vorständin Sarah Rössler als Aufsichtsrätin, und HDI Global hat einen neuen Chef für sein Frankreich-Geschäft gefunden.

Friederike Krieger

Machtkampf bei der Generali

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Hauptversammlungen von Munich Re, Axa, Generali, GVNW und Jahrestagung der Deutschen Aktuarvereinigung

Cyberversicherer müssen Kriegsklauseln überarbeiten

Klassische Kriegsklauseln in Cyberpolicen, die nur auf traditionelle Kriegsführung abstellen, haben sich überlebt. Staatlich unterstützte Hackerangriffe nehmen immer mehr zu. Nicht immer werden sie wie im Fall des Ukraine-Kriegs von Waffengewalt begleitet. Die Cyberversicherer müssen sich an diese neue Realität anpassen, hieß es auf einer Veranstaltung der Lloyd’s Market Association. Über das Ziel hinausschießen sollten die Anbieter aber auch nicht.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner