Die Covid-19-Pandemie hat tiefe Spuren in den Zahlen des Rückversicherers Munich Re hinterlassen. Der Gewinn fiel im vergangenen Jahr mit 1,2 Mrd. Euro um rund 55 Prozent niedriger aus als 2019. Im Vergleich zum Konkurrenten Swiss Re stehen die Münchener aber noch gut da. Munich Re-Chef Joachim Wenning erwartet im laufenden Jahr nur noch moderate Pandemie-Schäden und zeigt sich optimistisch, dass der Rückversicherer 2021 wieder an das Vor-Corona-Niveau anknüpfen kann.
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Green Bonds und Versicherer: Das perfekte Paar
Sogenannte Green Bonds, bei denen der Emittent sich verpflichtet, die Erlöse in umweltfreundliche Projekte zu investieren, sind schwer im Kommen. Auch Versicherer können solche grünen Anleihen ausgeben, machen von dieser Möglichkeit aber bisher eher selten Gebrauch. Dabei passen diese Finanzinstrumente besonders gut zu ihnen, glauben Experten. Mithilfe der grünen Anleihen lässt sich nicht nur die Nachhaltigkeitsstrategie besser kommunizieren, sie bieten auch handfeste ökonomische Vorteile.
Corona-Schäden und Green Bonds
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Bilanzpressekonferenzen von Axa, Munich Re und MLP, 190-Jahr-Feier der Generali, Webinar von Fitch zu Sustainable Finance.
Die Pandemie-Prämien der Assekuranz – Teil 1
Exklusiv Gratisaktien, neue Bürostühle, kostenfreie Parkplätze, mehr Urlaubstage oder Anti-Stress-Seminare – die Versicherer haben in der Krise gezeigt, wie unterschiedlich Unterstützungsangebote für Mitarbeiter aussehen können. Interessieren dürfte aber vor allem die Frage nach dem Corona-Bonus. Wer macht von der Möglichkeit einer steuer- und abgabefreien Sonderzahlung Gebrauch? Und wie viel zahlen die Gesellschaften? Der Versicherungsmonitor hat bei Versicherern nachgefragt, ob sie einen Corona-Bonus zahlen und welche anderen Unterstützungsangebote sie für ihre Mitarbeiter gestartet haben.
Nachhaltigkeit und andere Trends
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Nachhaltigkeitsforum der Süddeutschen Zeitung und Assekurata-Studie zur Überschussbeteiligung der Lebensversicherer
Ex-Munich Re-Manager heuert bei Partner Re an
Leute – Aktuelle Personalien Der langjährige Munich Re-Manager Hermann Pohlchristoph (Bild) ist ein Dreivierteljahr nach seinem Ausscheiden bei dem Rückversicherer wieder in der Versicherungsbranche aufgetaucht. Der Rückversicherer Partner Re hat ihn als unabhängiges Mitglied in den Verwaltungsrat berufen. Dort sitzt unter anderem John Elkann, Chef der Exor-Holding der Agnelli-Familie, der Eigentümerin von Partner Re. Sie wollte den Rückversicherer im vergangenen Jahr für rund 8 Mrd. Euro an den französischen Versicherer Covéa verkaufen. Und: Der Berater PwC Deutschland verstärkt sein Beratungsgeschäft für Industrie- und Rückversicherer.
Allianz übernimmt chinesische Lebenstochter
Der Allianz-Konzern stärkt seine Präsenz in der Region Asien und macht sich dabei die Öffnung des chinesischen Finanzmarktes zunutze. Die Münchener übernehmen die verbleibenden Anteile am Leben-Joint Venture Allianz China Life. Verkäufer ist die staatlich kontrollierte Investmentgesellschaft Citic Trust. Für deutsche Versicherer ist die Positionierung auf dem asiatischen und insbesondere auf dem chinesischen Markt sehr wichtig. Deutliche Unterschiede gibt es in der Strategie, die sie dabei verfolgen.
Lemonade und das Allianz-Aktientrauma
Herbert Frommes Kolumne Das Start-up Lemonade wird an der New Yorker Börse mit 9 Mrd. Dollar bewertet. Innerhalb von sechs Monaten hat sich der Kurs des sehr kleinen Versicherers verdreifacht. Verglichen damit dümpeln die Kurse großer Versicherer wie Allianz und Munich Re vor sich hin. Das erklärt den Eifer der Vorstände, trotz Krise auf jeden Fall Dividenden zahlen zu wollen. Dazu kommt ein Trauma, das jetzt 20 Jahre alt ist – aber immer noch wirkt.
Versicherungsmarken verlieren Wert
Die bedeutendsten Versicherungsmarken der Welt haben in der Pandemie an Wert eingebüßt, zeigt das Ranking der 500 wertvollsten Marken des Beraters Brand Finance. Das gilt für Branchenprimus Ping An genauso wie die Nummer drei Allianz, die um 25 Plätze schlechter abschneidet als im Vorjahr. Noch schlechter ist es dem Rückversicherer Swiss Re ergangenen. Zu den Gewinnern zählt dagegen Konkurrent Munich Re. An der Spitze des Rankings dominieren Tech-Unternehmen aus den USA.
Wefox holt Geld und ändert Marken
Exklusiv Ende 2020 holte Wefox-Chef Julian Teicke bei Investoren 100 Mio. Euro, jetzt soll noch einmal ein Schlag dazukommen. Das Unternehmen steuert damit stramm auf die Komplettierung der C-Runde bei seiner Finanzierung hin – normalerweise folgt danach der Börsengang. Wann Teicke sich auf das Parkett traut, ist aber offen. Dafür will die Gruppe bei Umsatz und Gewinn zulegen. Dem dient auch der Plan, die Marken in der Gruppe neu aufzustellen.
Munich Re bietet sich als Kfz-Telematik-Partner an
Exklusiv Die Munich Re will den Erstversicherern ein nützlicher Partner sein – und mit Zusatzdiensten und der Beratung Geld verdienen. Aus dem Grund haben die Münchener eine Telematik-App gebaut, die sie als White Label-Dienst anbieten. Das Programm lässt sich auf Wunsch mit Messplaketten, Steckern und im Wagen verbauten Mess-Boxen kombinieren. Noch muss der Algorithmus dazulernen. Die App registriert zwar Unfälle mit starkem Aufprall, leichtere Zusammenstöße laufen aber noch unter dem Radar, berichtet Falk Albers, Global Lead Mobility in Munich Res Consulting-Einheit.









