Zahnärzte und niedergelassene Ärzte profitieren am meisten von den höheren Honoraren für die Behandlung von Privatversicherten. Mit ihnen machen sie mehr als 20 Prozent ihres Umsatzes – obwohl die Kundinnen und Kunden der privaten Krankenversicherer (PKV) nur einen Bevölkerungsanteil von gut 10 Prozent haben. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV zum sogenannten Mehrumsatz hervor. Er belief sich 2024 auf 15,5 Mrd. Euro.
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Gesetzliche Pflegeversicherung: PKV schlägt Sofortprogramm vor
Die gesetzliche Pflegeversicherung steckt tief in den roten Zahlen. In den kommenden Jahren zeichnen sich Milliardenlücken ab. Nur mithilfe von Bundesdarlehen gelingt es ihr, eine schwarze Null zu erreichen. Die privaten Krankenversicherer (PKV) schlagen ein drei Punkte umfassendes Sofortprogramm vor, um das Defizit zu begrenzen. Von den Vorschlägen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung halten sie dagegen wenig.
Aufwärtstrend in der Vollversicherung setzt sich fort
Den privaten Krankenversicherern (PKV) ist es im vergangenen Jahr erneut gelungen, die Zahl der Kundinnen und Kunden im Hauptgeschäftsfeld Vollversicherung auszubauen. Die Branche verzeichnete ein leichtes Wachstum von 0,5 Prozent auf 8,8 Millionen. Auch im Wettbewerb mit der gesetzlichen Krankenversicherung hat die PKV wieder gut abgeschnitten. Die Leistungsausgaben legten ungefähr im selben Umfang zu wie die Prämieneinnahmen, die von starken Beitragsanpassungen geprägt waren.
Viel Arbeit für den PKV-Ombudsmann
Der Ombudsmann für die private Krankenversicherung (PKV) wurde 2025 so häufig eingeschaltet wie noch nie. Insgesamt 9.755 Anträge gingen bei der Schlichtungsstelle in Berlin ein, nach 6.891 im Vorjahr. Eine einzelne Ursache gibt es dafür nicht. Ombudsmann Rainer Schlegel vermutet, dass finanziell eingeschränkte Spielräume bei allen Beteiligten ein höheres Konfliktpotenzial fördern und zudem die künstliche Intelligenz bei Suchen vermehrt auf die Schlichtungsstelle hinweist.
Statt Dr. Google künftig Dr. ChatGPT
Der Anbieter von künstlicher Intelligenz (KI) OpenAI bringt ChatGPT Health auf den Markt, mit dem Nutzer ihre Gesundheitsdaten überprüfen und bewerten lassen können. Das hat weitreichende Folgen für Ärzte, Krankenhäuser und andere Leistungserbringer sowie für Krankenkassen und private Krankenversicherer, schreibt Herbert Fromme, Herausgeber des Versicherungsmonitors. Es geht um die Datenhoheit und darum, wem die Kunden künftig vertrauen, der KI oder dem Versicherer.
PKV-Beitragsanstieg beschäftigt Verbraucherzentrale
Privatpatienten suchen Unterstützung wegen steigender Beiträge für ihren Versicherungsschutz. Die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet, dass sich aktuell besonders viele Menschen wegen einer Beitragserhöhung ihrer privaten Krankenversicherung (PKV) an sie wenden. In mehreren Fällen gehe es um einen Anstieg um 50 Prozent oder mehr. Die Verbraucherzentrale fordert alle Betroffenen auf, sich zu melden, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen.
PKV vor schwierigen Zeiten
Im laufenden Jahr haben die privaten Krankenversicherer (PKV) die Beiträge so stark erhöht wie schon lange nicht mehr, auch Anfang 2026 wird es für viele Versicherte deutlich teurer. Hauptgrund sind die steigenden Leistungsausgaben. An dieser Front ist auch künftig wenig Entspannung zu erwarten, warnt der Branchendienst Map-Report. Die Herausforderung: Die Unternehmen müssen sich auf die veränderten Bedingungen einstellen, den Versicherten aber weiter einen guten Service bieten.
PKV: Die Krankenversicherung braucht mehr Wahlfreiheit
Die privaten Krankenversicherer (PKV) könnten nach eigener Einschätzung eine wichtige Rolle bei einer Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) spielen. Mehr Menschen sollten sich zwischen GKV und PKV entscheiden können, schlägt der PKV-Verband in einer Stellungnahme für die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Finanz-Kommission Gesundheit vor. Als wichtige Maßnahmen sieht er auch mehr Eigenbeteiligungen, niedrigere Steuersätze für Arzneimittel sowie die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung.
Arzneimittelausgaben der PKV steigen weiter kräftig
Die Arzneimittelausgaben der privaten Krankenversicherer (PKV) sind im Jahr 2023 um 6,6 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro gestiegen und im Zeitraum seit 2019 sogar um 27,9 Prozent. Sie trage weiterhin überproportional zur Finanzierung pharmazeutischer Innovationen in Deutschland bei, schreibt das Wissenschaftliche Institut der PKV in einer Untersuchung. So sei der Marktanteil der PKV an neuen Medikamenten höher als der Anteil der Privatversicherten an der Gesamtbevölkerung.
Digitale Ernüchterung in der PKV
In der privaten Krankenversicherung (PKV) hat die Euphorie mit Blick auf die elektronische Patientenakte (ePA) merklich nachgelassen, berichtet Klaus Leyh, Vorstand der Versicherungskammer Bayern. Noch seien die Dinge zu kompliziert und die Kundinnen und Kunden skeptisch, sagt er im Interview. Dabei ließe sich im Gesundheitswesen durch die Digitalisierung vieles erreichen. Die Versicherungskammer selbst will Ende des Jahres die ePA zunächst für einen kleinen Kundenkreis einführen.
PKV begrüßt baldige Umsetzung der neuen GOÄ
Die privaten Krankenversicherer (PKV) werten die Ankündigung von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) positiv, die Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) jetzt anzugehen. Die Ministerin halte somit ihr Wort, bei Vorlage eines geeinten Entwurfs von Bundesärztekammer, PKV-Verband und Beihilfe die Reform auf den Weg zu bringen, sagte PKV-Verbandsdirektor Florian Reuter dem Versicherungsmonitor. Jetzt komme es darauf an, die Reform ohne weitere Verzögerungen umzusetzen.
Warum Deutschland mit der ePA gut dasteht
Seit Jahren soll das elektronische Patientendossier (EPD), das Schweizer Pendant zu der seit 2021 in Deutschland verfügbaren elektronischen Patientenakte (ePA), den Austausch von Gesundheitsdaten erleichtern. Doch seit der Einführung geht es kaum voran. Woran hapert es und warum steht Deutschland im Vergleich besser da?












