Die gezielte Sammlung und Nutzung der Kundendaten kann in der Krankenversicherung den entscheidenden Unterschied machen, glaubt der Vorstandschef von Ottonova Bernhard Brühl. Künstliche Intelligenz spiele dabei eine wichtige Rolle – auch wenn es darum geht, den Versicherten passende Gesundheitsangebote zu machen.
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PKV muss bei Zusatzversicherungen nachbessern
Die privaten Krankenversicherer (PKV) haben noch Potenzial bei der Entwicklung neuer Zusatzversicherungen, glaubt PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther. Die Bedeutung dieser Policen werde zunehmen, nicht nur für gesetzlich Versicherte, sagte er bei einer Fachtagung. Handeln muss die Branche auch beim Thema Leistungsausgaben.
Brahm: Die GKV auf grundlegende Aufgaben konzentrieren
Den gesetzlichen Krankenkassen wird zu viel aufgebürdet, sie brauchen Entlastung. Das kann mit Zusatzpolicen geschehen, sagt Thomas Brahm, Chef der Debeka und des PKV-Verbandes. Im Interview mit Versicherungsmonitor und SZ spricht er auch über das Problem Umdeckung, die wachsende Rolle von Finfluencern – und den Vorstoß der Debeka in die Gewerbeversicherung.
Kritik an GKV-Reformplänen, Gegenvorschlag im Bundestag
Die Reformpläne der Regierung für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) könnten zu einem Wechsel von 100.000 Versicherten in das private System führen. Der Bundestag debattiert am Donnerstag einen Gegenvorschlag. Er sieht eine stärkere Belastung von hohen Einkommen und höhere Wechselhürden vor.
PKV warnt vor Wettbewerbsverzerrung
Eine Verschiebung der Rückzahlungen der Bundesdarlehen an Krankenkassen wäre eine verdeckte Subvention und ein Eingriff in den Beitragswettbewerb von GKV und PKV, warnen die privaten Krankenversicherer. Auch bei weiteren der geplanten Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV-Finanzen sehen sie Nachbesserungsbedarf.
Maßnahmenpaket zur GKV-Stabilisierung
Die drohende Finanzierungslücke in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) will die Bundesregierung mit einem milliardenschweren Maßnahmenpaket abwenden. Die Bundesgesundheitsministerin sagte in Berlin, alle Bereiche müssten ihren Teil beitragen. Die ein oder andere Maßnahme könnte dazu führen, dass die privaten Krankenversicherer mehr Zulauf bekommen.
Mehr als Kostenerstatter: Versicherung als Lebensbegleiter
Für viele klingt Versicherung nach Papierakten, Paragrafen und der Frage: „Zahlt ihr das?“ Dieses Bild greift zu kurz. Es reduziert uns auf den Kostenerstatter und blendet aus, was heute möglich ist und was Kunden längst erwarten, schreibt Thomas Rodewis, Chief Innovation Officer der Versicherungskammer.
Ottonova gewinnt mehr Vollversicherte
Der digitale private Krankenversicherer Ottonova hat 2025 erneut ein starkes Wachstum bei den Vollversicherten erzielt, es liegt in etwa auf dem Vorjahresniveau. Das versicherungstechnische Ergebnis hat sich verbessert, für schwarze Zahlen reicht es aber nicht. Das zeigt der aktuelle SFCR-Bericht.
Debeka-Vertrieb hat unter Prämienerhöhungen gelitten
Die Debeka hat 2025 bei den Prämieneinnahmen in der Krankenversicherung stark zugelegt, vor allem wegen der hohen Beitragsanpassungen. Diese haben dem Vertrieb das Leben aber schwerer gemacht. Der negative Effekt ist nur von kurzer Dauer, glaubt Vorstandschef Thomas Brahm.
PKV schweigt zur beitragsfreien Mitversicherung
Zur Stützung der gesetzlichen Krankenversicherung will die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte „Finanzkommission Gesundheit“ die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern streichen. Das könnte den privaten Krankenversicherern (PKV) nützen – die äußern sich aber lieber nicht zu dem Vorschlag.
Private Krankenversicherer müssen ihre Rolle verändern
Gesundheit ist kein Zustand – sie ist eine Haltung. Diese Überzeugung hat mich in meiner Arbeit stets begleitet, schreibt Eric Bussert, Vertriebs- und Marketingvorstand der Hanse Merkur. Sie beschreibt präziser als jede Statistik, wovor wir als Krankenversicherer heute stehen: einem klaren Wandel unserer Rolle.
Privatversicherte sorgen für 20 Prozent des Umsatzes in den Praxen
Zahnärzte und niedergelassene Ärzte profitieren am meisten von den höheren Honoraren für die Behandlung von Privatversicherten. Mit ihnen machen sie mehr als 20 Prozent ihres Umsatzes – obwohl die Kundinnen und Kunden der privaten Krankenversicherer (PKV) nur einen Bevölkerungsanteil von gut 10 Prozent haben. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV zum sogenannten Mehrumsatz hervor. Er belief sich 2024 auf 15,5 Mrd. Euro.
Gesetzliche Pflegeversicherung: PKV schlägt Sofortprogramm vor
Die gesetzliche Pflegeversicherung steckt tief in den roten Zahlen. In den kommenden Jahren zeichnen sich Milliardenlücken ab. Nur mithilfe von Bundesdarlehen gelingt es ihr, eine schwarze Null zu erreichen. Die privaten Krankenversicherer (PKV) schlagen ein drei Punkte umfassendes Sofortprogramm vor, um das Defizit zu begrenzen. Von den Vorschlägen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung halten sie dagegen wenig.
Aufwärtstrend in der Vollversicherung setzt sich fort
Den privaten Krankenversicherern (PKV) ist es im vergangenen Jahr erneut gelungen, die Zahl der Kundinnen und Kunden im Hauptgeschäftsfeld Vollversicherung auszubauen. Die Branche verzeichnete ein leichtes Wachstum von 0,5 Prozent auf 8,8 Millionen. Auch im Wettbewerb mit der gesetzlichen Krankenversicherung hat die PKV wieder gut abgeschnitten. Die Leistungsausgaben legten ungefähr im selben Umfang zu wie die Prämieneinnahmen, die von starken Beitragsanpassungen geprägt waren.
Viel Arbeit für den PKV-Ombudsmann
Der Ombudsmann für die private Krankenversicherung (PKV) wurde 2025 so häufig eingeschaltet wie noch nie. Insgesamt 9.755 Anträge gingen bei der Schlichtungsstelle in Berlin ein, nach 6.891 im Vorjahr. Eine einzelne Ursache gibt es dafür nicht. Ombudsmann Rainer Schlegel vermutet, dass finanziell eingeschränkte Spielräume bei allen Beteiligten ein höheres Konfliktpotenzial fördern und zudem die künstliche Intelligenz bei Suchen vermehrt auf die Schlichtungsstelle hinweist.















