Archiv ‘PKV’

Wochenspot: Ungewissheit nach der Wahl

 Wochenspot – der Podcast  Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe des Wochenspots sprechen Chefredakteurin Friederike Krieger und Berlin-Korrespondent Jonas Tauber über die Bundestagswahl. Sehr zum Leidwesen der Versicherer hat es ihre Lieblingspartei FDP nicht ins Parlament geschafft. Was die neuen Mehrheitsverhältnisse für die Versicherungsbranche bedeuten.

[…]

Welche Baustellen auf die künftige Regierung warten

 Exklusiv  Nach den Bundestagswahlen beginnen die Sondierungen der Parteien für eine mögliche Regierungskoalition. Der Blick auf die vergangenen Wahlen zeigt, dass es große Unterschiede bei der Dauer bis zur Koalitionsbildung gegeben hat, unter 30 Tagen hat es aber keine Regierung geschafft. Der Versicherungsmonitor wirft dennoch schon mal einen Blick auf die Baustellen im Versicherungsbereich.

Stiftung Warentest kritisiert PKV-Tarife

Die private Krankenversicherung (PKV) bietet die bessere Versorgung, heißt es oft. Doch das ist längst nicht immer der Fall, hat die Stiftung Warentest in einer aktuellen Untersuchung festgestellt. Zwei von drei Tarifen weisen einen zu hohen Selbstbehalt oder große Lücken auf und erfüllen damit die von der Verbraucherorganisation definierten Kriterien für einen Rundum-Schutz nicht. Stiftung Warentest-Vorständin Julia Bönisch befürchtet zudem, dass sich junge Menschen vor dem Wechsel in die PKV nicht ausreichend mit den finanziellen Anforderungen im Alter auseinandersetzen.

Krankenversicherer haben zufriedene Kunden

 Exklusiv  Die meisten Menschen sind hierzulande mit ihrem Krankenversicherer zufrieden, sowohl in der gesetzlichen als auch in der privaten Krankenversicherung (PKV). Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Allensbach-Instituts im Auftrag des PKV-Verbands. Dabei schneiden die PKV-Unternehmen im Urteil ihrer Kundinnen und Kunden aber etwas besser ab. Auch die Zufriedenheit mit der medizinischen Versorgung ist bei ihnen größer. Insgesamt befinden sich die Unzufriedenen aber in der Minderheit.

Scholz-Plan zur Pflegeversicherung stößt auf Kritik

Im TV-Duell der Kanzlerkandidaten hat Olaf Scholz (SPD) eine „Solidaritätsverschränkung“ von gesetzlicher und privater Pflegeversicherung vorgeschlagen. Demnach würden die privaten Versicherer in die gesetzlichen Kassen einzahlen. Damit würde sich Scholz‘ Plan von einem maximalen Selbstbehalt bei stationärer Pflege von 1.000 Euro finanzieren. Der Verband der privaten Krankenversicherer kritisierte diesen Vorschlag deutlich.

PKV freut sich über gestiegenes Interesse

Bei den privaten Krankenversicherern (PKV) scheint der Abrieb bei der Zahl der Vollversicherten gestoppt. Im Jahr 2024 konnte die Branche in ihrem Hauptgeschäftsfeld im zweiten Jahr in Folge einen – wenn auch nur leichten – Zuwachs verbuchen. Erneut stark ausbauen konnten die PKV-Unternehmen den Bereich der betrieblichen Krankenversicherung. Die Prämieneinnahmen stiegen mit 6,3 Prozent zwar spürbar, die Versicherungsleistungen legten mit 13,0 Prozent aber mehr als doppelt so stark zu.

PKV-Ombudsmann hatte 2024 viel zu tun

Beim Ombudsmann für die private Krankenversicherung (PKV) sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Beschwerden eingegangen als im Jahr 2023 und im langjährigen Durchschnitt. Der Zuwachs betraf alle Themengebiete, mit denen die Schlichtungsstelle zu tun hat. Ein Grund für die höhere Zahl an Beschwerden könnte der deutliche Anstieg der Leistungsfälle in der PKV sein. Einen Sondereffekt gab es in der Pflegepflichtversicherung.

Ärzte möchten nicht auf Privatversicherte verzichten

 Exklusiv  Privatpatienten haben eine große Bedeutung für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, nicht zuletzt was die wirtschaftliche Bedeutung und die therapeutischen Möglichkeiten betrifft. Das zeigt eine umfassende Befragung durch das Wissenschaftliche Institut der privaten Krankenversicherer. Da ist es nicht erstaunlich, dass sich zwei Drittel mehr Privatversicherte für ihre Praxis wünschen würden. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Fachrichtungen.

Betriebsräte warnen vor der Bürgerversicherung

Eine Betriebsratsinitiative privater Krankenversicherer warnt vor einer Abschaffung des dualen Systems zugunsten einer Bürgerversicherung. Die Pläne von SPD und Bündnis 90/Die Grünen bedrohten zehntausende Arbeitsplätze und Mehreinnahmen des Gesundheitssystems in Milliardenhöhe. Stattdessen seien Verbesserungen des Gesundheitssystems gefragt.

Arbeitgeber und PKV gegen höhere Sozialbeiträge

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und die privaten Krankenversicherer (PKV) warnen vor einer deutlichen Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und der Pflegeversicherung. Der Grund: Ein solcher Schritt würde zu einer explosionsartigen Erhöhung der Lohnzusatzkosten führen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft weiter beeinträchtigen. Für viel sinnvoller halten sie Maßnahmen zur Dämpfung der Ausgaben und mehr Eigenvorsorge von Seiten der Versicherten.

Mehr Wettbewerb bei PKV-Premiumtarifen

Obwohl viele Tarife in der privaten Krankenvollversicherung (PKV) bereits zu den Hochleistungstarifen zählen, setzen die Versicherer derzeit noch einen drauf. Nach einer Untersuchung des Analysehauses Morgen & Morgen haben die Gesellschaften im vergangenen Jahr ihre Angebote überarbeitet und noch mehr sogenannte Premiumtarife eingeführt. Der Wettbewerb unter den Versicherern in diesem Bereich nimmt zu. Einen großen Teil der Angebote bewertet Morgen & Morgen als gut, doch es gibt auch Ausreißer nach unten.

Lebhafte Debatte um Wartezeiten für Arzttermine

Unterschiedliche Wartezeiten bei Kassen- und bei Privatpatienten für Termine bei Ärzten sind ein Dauerbrenner in den Diskussionen um das duale Krankenversicherungssystem in Deutschland. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung fordert jetzt eine radikale Änderung: Bei der Vergabe von Arztterminen soll nicht mehr gefragt werden, ob die Patientin oder der Patient gesetzlich oder privat versichert ist. Die privaten Krankenversicherer wollen mit der Debatte nichts zu tun haben.

PKV-Kunden müssen 2025 tiefer in die Tasche greifen

Im kommenden Jahr werden die Beiträge für die Kunden in der privaten Krankenversicherung (PKV) im Schnitt deutlich stärker steigen als bei den gesetzlich Versicherten. Nach einer Kurzanalyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV ist der Anstieg der Prämieneinnahmen in der PKV im Zeitraum 2015 bis 2025 aber unter dem in der gesetzlichen Krankenversicherung geblieben. Betrachtet man die Jahre 2005 bis 2025, fällt der Vergleich noch etwas günstiger für die Privaten aus.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner