Archiv ‘Polen’

Warta und TU Europa in Polen gehören Talanx jetzt komplett

Die Talanx-Gruppe hat den bereits Ende 2024 angekündigten Erwerb der Minderheitsanteile an den polnischen Versicherern Warta und TU Europa abgeschlossen. Die Hannoveraner haben 24,3 Prozent an Warta und 50 Prozent minus eine Aktie an TU Europa vom japanischen Lebensversicherer Meiji Yasuda Life Insurance Company für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag übernommen. Die strategische Partnerschaft zwischen Talanx und Meiji Yasuda war Ende 2025 beendet worden.

Munich Re verlagert Stellen

Exklusiv

Der Rückversicherer Munich Re plant im Rahmen seines Strategieprogramms „Ambition 2030“ massive Kosteneinsparungen von jährlich 600 Mio. Euro. Ein zentraler Hebel ist nach Informationen des Versicherungsmonitors das Projekt „Sustain“, das eine Verlagerung zahlreicher Stellen nach Indien und Polen vorsieht. Der Konzern dementiert ein klassisches Stellenabbauprogramm, aber nicht die mögliche Verlagerung von Arbeitsplätzen.

VIG will Nürnberger übernehmen

Die Vienna Insurance Group (VIG) aus Wien prüft die Bücher der Nürnberger Versicherung in einem Due Diligence-Verfahren. Das teilte die Nürnberger mit. Das Ziel: Die VIG will die Mehrheit an dem angeschlagenen fränkischen Versicherer kaufen. Auch andere Versicherer haben Interesse an der Gesellschaft.

DA Direkt startet Kfz-Vertrieb in den Niederlanden

Der zur Zurich gehörende Direktversicherer DA Direkt hat mit dem Insurtech Ominimo den Vertrieb von Kfz-Policen in den Niederlanden gestartet. Es handelt sich um reines Privatkundengeschäft, wie die Zurich mitteilte. Im April dieses Jahres hatten beide Unternehmen eine umfassende Vertriebskooperation im europäischen Versicherungsmarkt angekündigt. Sie wollen noch weitere Märkte im Kfz-Segment erschließen.

Allianz Trade: Sorgen der deutschen Exporteure steigen

Deutsche Exporteure machen sich deutlich mehr Sorgen über geopolitische Risiken und Protektionismus als Unternehmen in anderen Ländern, hat der Kreditversicherer Allianz Trade in einer aktuellen Befragung herausgefunden. Laut Allianz Trade erwartet rund jede vierte befragte deutsche Firma eine schlechtere Zahlungsmoral und Zahlungsausfälle. Der Kreditversicherer hat trotz der schlechteren Lage seine Deckungspolitik bislang noch nicht verschärft.

DA Direkt startet Comeback in Kfz

Die Zurich-Tochter DA Direkt sieht Wachstumschancen in der Kfz-Versicherung und will in diesem Jahr wieder stärker in das Geschäft einsteigen. „Wir haben uns im Kfz-Markt zurückgehalten, das wird sich ändern“, sagte Peter Stockhorst, Zurich-Vorstand und Chef des Direktversicherers DA Direkt, bei einem Pressegespräch. Der Direktversicherer setzt auf internationale Expansion und wird künftig auch in Polen und Frankreich Geschäft machen.

Klimaschützer kritisieren VIG

Die tschechische Umweltorganisation Re-set hat vier große Versicherer in Zentral- und Osteuropa nach ihrer Klimapolitik bewertet, hier ein Tagebau in Polen. Danach steht die Generali auf Platz eins, gefolgt von der Allianz und der Uniqa. Letzte ist die Vienna Insurance Group (VIG), sie wird am heftigsten für ihre Haltung zur Zeichnung von Öl-, Gas- und Kohlerisiken kritisiert. Ihre Zeichnungsrichtlinien für Öl- und Gasrisiken aus dem Juli 2024 seien „ausgesprochen schwach“. VIG wehrt sich, es helfe seinen Kunden bei der Transformation.

Talanx lässt Partnerschaft mit Meiji Yasuda Life auslaufen

Die strategische Partnerschaft zwischen Talanx und der japanischen Meiji Yasuda Life Insurance Company endet zum 31. Dezember 2025 einvernehmlich. Nach über einem Jahrzehnt gemeinsamer Aktivitäten nutzt Talanx eine vertraglich vereinbarte Kündigungsoption und plant, die von Meiji Yasuda gehaltenen Anteile an den polnischen Tochtergesellschaften Warta und TU Europa zu übernehmen. Ziel ist es, die Präsenz auf dem polnischen Markt weiter auszubauen. Die Übernahme könnte ab 2026 das Konzernergebnis um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag erhöhen. Der Kaufpreis soll im mittleren dreistelligen Millionenbereich liegen.

Signal Iduna kauft in Rumänien zu

97 Prozent des rumänischen Sach- und Lebensversicherers Garanta Asigurări gehören schon bald der deutschen Signal Iduna-Gruppe. Mit der Übernahme des Versicherers stärkt die Signal Iduna ihre Position im südosteuropäischen Land an der Schwarzmeerküste. Seit über 15 Jahren ist das Unternehmen dort tätig – und mit seinen Wachstumsplänen noch lange nicht am Ende.

Flut fordert operative Fähigkeiten der Versicherer

Die von den jüngsten Überschwemmungen in Zentral- und Osteuropa betroffenen Versicherer werden angesichts der Fülle der gemeldeten Schäden in ihren operativen Fähigkeiten gefordert. Wie schnell sie Schäden begutachten und regulieren, wird Aufschluss über ihren Kundenfokus liefern. Das schreibt die Ratingagentur S&P in einem aktuellen Bericht. Dass ein Großteil der versicherten Schäden rückversichert ist, entlastet die Gesellschaften.

Milliardenschwere wirtschaftliche Schäden durch Flut

Die dramatischen Überschwemmungen in Ost- und Mitteleuropa, bei denen mindestens 18 Menschen ums Leben kamen, könnten wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Das geht aus ersten Analystenschätzungen hervor. Doch wie hoch die versicherten Schäden sein werden, ist noch nicht abzusehen. Die großen österreichischen Versicherer werden einen Löwenanteil tragen müssen, da sie einen hohen Marktanteil in den betroffenen Ländern Polen, Tschechien und Rumänien haben. Der GDV fordert derweil ein gesetzliches Bauverbot in Überschwemmungsgebieten.

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