Archiv ‘Rückversicherung’

Ergo: Mit dem Handy unterschreiben

Digitalisierungsprojekte der Assekuranz – Teil 8: Wenn bei Abschluss einer Police Gesundheitsfragen gestellt werden, muss der Kunde per Unterschrift seine Angaben auf einem Papierformular bestätigen, auch wenn er den Antrag online gestellt hat. Um den Medienbruch zu vermeiden, hat die Ergo eine elektronische Unterschrift entwickelt – per QR-Code und Handy, erklärt Stefan Daehne, Leiter Internet bei Ergo.

Munich Re: Geringe Schäden durch Tropenstürme

Tropische Wirbelstürme haben im Atlantik und Pazifik 2014 deutlich geringere Schäden verursacht als in den vergangenen Jahren, berichtet der Rückversicherer Munich Re. Die gesamtwirtschaftlichen Schäden lagen bei rund einem Drittel des durchschnittlichen Wertes, die versicherten Schäden sogar nur bei einem Achtel. Das ist eine gute Nachricht für die Schadenabteilungen der Rückersicherer, der Preisdruck nimmt aber zu.

Schwellenländer kurbeln Wachstum an

Die globale Versicherungswirtschaft kann im kommenden Jahr mit steigenden Prämieneinnahmen rechnen. Davon geht der Rückversicherer Swiss Re in einer aktuellen Publikation aus. Hinter den guten Aussichten stecken vor allem eine leichte Erholung der weltweiten Konjunktur und ein starkes Wachstum in Lateinamerika, dem Nahen Osten und in asiatischen Schwellenländern. Herausfordernd bleiben das niedrige Zinsumfeld und die Situation in der Rückversicherung.

Milliardenübernahme bei Bermuda-Rückversicherern

Der Rückversicherungskonzern Renaissance Re Holdings übernimmt die deutlich kleinere Platinum Underwriters Holdings für 1,9 Mrd. Dollar. Damit nimmt die Konsolidierung des Rückversicherungsmarktes Fahrt auf. Beide Unternehmen sind auf Bermuda ansässig und überwiegend auf die Katastrophenrückversicherung spezialisiert, die vor allem im größten Markt USA erheblich unter Preisdruck ist.

Swiss Re investiert in Erstversicherer

Der Rückversicherer Swiss Re will zusammen mit dem Private-Equity-Investor CVC in die niederländische Erstversicherung investieren. Finanziert werden soll die Übernahme des niederländischen Versicherers Reaal, der jetzt als Vivat auftritt, durch die staatliche ASR Nederland – ehemals Teil der Fortis-Gruppe. Das melden niederländische Zeitungen. Vivat und ASR sind mehrheitlich in Staatsbesitz. Swiss Re erhält im Gegenzug Anteile an dem fusionierten Unternehmen, das privatisiert werden soll.

Angesäuert in Berlin

Was die Woche bringt: An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Jahrestagung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin.

Industriegeschäft: Talanx ist übernahmemüde

Nach mehreren missglückten Übernahmeversuchen in der Industrieversicherung will Talanx den Fokus auf organisches Wachstum legen. In den ersten neun Monaten musste die Sparte zahlreiche Großschäden verkraften. Das führte dazu, dass der Konzerngewinn nicht so hoch ausfiel wie von Analysten erwartet. Auch für das Gesamtjahr und für 2015 rechnet Talanx nicht mit großen Sprüngen.

Rückversicherer fordern Zugriff auf Gentests

Schon heute erlauben Gentests, die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch bestimmter Krankheiten zu bestimmen. Die Versicherer dürfen die Ergebnisse dieser Tests nach derzeitiger Rechtslage nur ausnahmsweise nutzen. Für den Fall, dass sich die Gentests in Zukunft weiter verbreiten, fordern die Versicherer, dass sie die Prognosen auswerten dürfen.

Herbert Fromme

Neustart bei Talanx Deutschland

Herbert Frommes Kolumne: Seit Mai ist Jan Wicke beim Talanx-Konzern verantwortlich für das Privat- und Gewerbekundengeschäft in Deutschland. Jetzt baut er die Führung rigoros um. Es ist höchste Zeit – der in den Segmenten Industrie- und Rückversicherung erfolgreiche Konzern verspielt zurzeit bei Privatkunden und Vermittlern viel Kredit. Eine Lektion, wie man Integration und Umbau nicht macht.

Swiss Re verdient mehr als erwartet

Der Rückversicherer Swiss Re hat im dritten Quartal 2014 einen höheren Gewinn eingefahren als Analysten erwartet hatten. Im Schussquartal wird aber der Verkauf von Aurora National Life das Ergebnis belasten. Swiss Re hofft auf ein Ende des Preisverfalls in der Rückversicherung.

Munich Re baut sich Wachstumsstory

Die weltweite Nachfrage nach Versicherungs- und Rückversicherungsschutz wird schon bald das Angebot weit übertreffen. Das glaubt Munich Re-Finanzchef Jörg Schneider. Während die Branche aktuell mit Überkapazitäten und sinkenden Margen zu tun hat, gibt Schneider so den Aktionären Hoffnung. Der Konzern verdiente trotz Preisdruck in den ersten neun Monaten gut, verdankt das aber teilweise der niedrigen Katastrophenfrequenz.

Talanx Deutschland trennt sich von Vorständen

Bei der Talanx Deutschland scheiden Anfang kommenden Jahres die drei Manager Jörn Stapelfeld, Markus Drews und Gerhard Frieg aus dem Vorstand aus. Ob und mit wem die Posten neu besetzt werden, will der Versicherer im Moment nicht sagen. Stapelfeld bleibt allerdings im Konzern, er konzentriert sich künftig auf die Aufgabe als Vorstandsvorsitzender der Talanx Systeme.

S&P sorgt sich um Skandale bei DAS UK

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Bewertung „A“ der britischen DAS Legal Expenses Insurance auf Beobachtungsstatus mit negativem Ausblick gesetzt („Watch Negative“). Damit reagiert S&P auf mögliche Aufsichtsdefizite, die durch die Freistellung des Unternehmenschefs Paul Asplin ans Licht kamen. Der britische Versicherer gehört zu Ergo und damit Munich Re. Die deutschen Eigner haben auf die Probleme in Bristol reagiert und im Verwaltungsrat drei Manager ausgetauscht, Ergo-Vorstand Jochen Messemer ist jetzt Vorsitzender.

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