Archiv ‘Rückversicherung’

Unzureichende Preiserhöhungen

Die Preiserhöhungen, die Swiss Re, Munich Re, Hannover Rück und Scor im vergangenen Jahr erzielt haben, waren nicht ausreichend, um die negativen Effekte der hohen Schadeninflation auszugleichen. Reservierungen für Altschäden und neue Schäden aus dem Ukraine-Krieg schlugen heftig ins Kontor – ebenso wie die massiven Naturkatastrophenschäden. Vor allem Scor hatte mit unerwartet hohen Schäden zu kämpfen, obwohl der Rückversicherer sein Exposure 2022 stark zurückgefahren hatte, zeigt eine Analyse von Fitch. Die Ratingagentur sieht aber Licht am Horizont. … Lesen Sie mehr ›

Weniger Geld bei Swiss Re, mehr bei Munich Re

Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler und seine Vorstandskollegen haben 2022 weniger verdient als im Vorjahr, wie aus dem Vergütungsbericht des Rückversicherers hervorgeht. Beim Konkurrenten Munich Re gab es dagegen ansehnliche Gehaltszuwächse. Das war aber nicht der guten Performance der Münchener im vergangenen Jahr geschuldet. Sie wird sich erst bei der Gehaltszahlung 2023 bemerkbar machen. 2021 war die Vergütung aufgrund einer Änderung am Bonussystem und dem ausgebliebenen Jahresbonus für das Corona-Jahr 2020 besonders niedrig ausgefallen. … Lesen Sie mehr ›

Talanx mit Rekordergebnis

Trotz hoher Großschäden durch Naturkatastrophen und Reservierungen für Schäden durch den Ukraine-Krieg hat der Hannoveraner Talanx-Konzern 2022 glänzend verdient. Bruttoprämieneinnahmen und Konzernergebnis wuchsen zweistellig, vor allem dank Zuwächsen im Industrie- und Rückversicherungsgeschäft. Auch im internationalen Privat- und Firmenkundengeschäft lief es für die Talanx gut. Im deutschen Markt musste der Konzern dagegen Einbußen hinnehmen. … Lesen Sie mehr ›

Düstere Aussichten für öffentliche Versicherer

Die Ratingagentur Fitch sieht die öffentlichen Versicherer in Deutschland unter starkem Profitabilitätsdruck, vor allem in der Schaden- und Unfallversicherung. Die Anbieter müssen für den Rückversicherungsschutz tiefer in die Tasche greifen und sind aufgrund ihrer starken Marktposition in der Gebäudeversicherung besonders von inflationsbedingt steigenden Schadenkosten betroffen. Aufgrund ihrer ungünstigen Betriebsgröße kommen die meisten Öffentlichen perspektivisch um Fusionen oder Run-off nicht umhin, erwarten die Analysten. … Lesen Sie mehr ›

A.M. Best stellt Scor schlechtes Zeugnis aus

Die US-Ratingagentur A.M. Best hat die Bewertung des französischen Rückversicherers Scor von „A+“ auf „A“ gesenkt. Als Grund nennt sie die Verschlechterung der operativen Leistung, die sich in den Zahlen für 2022 spiegelt. Vorher hatte schon die Ratingagentur Moody’s ihre Bewertung nach unten verändert. Die negative Beurteilung ist potenziell gefährlich für Scor: Erstversicherer sind gezwungen, die Ratings bei Entscheidungen für oder gegen Rückversicherer ins Kalkül zu ziehen. Das Rating wirkt sich auch auf die Preise aus, die ein Rückversicherer verlangen kann. … Lesen Sie mehr ›

Scor mit hohem Verlust trotz gutem vierten Quartal

Der französische Rückversicherer Scor hat im vierten Quartal des vergangenen Jahres 208 Mio. Euro verdient, ein Plus von fast 80 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das gute Ergebnis half, den Jahresverlust zu reduzieren. Unter dem Strich stand aber dennoch ein Minus von 301 Mio. Euro. Verwaltungsratschef Denis Kessler nannte die Ergebnisse „sehr enttäuschend“ und erhöhte direkt den Druck auf den neuen Scor-Chef Thierry Léger, der im Mai beginnt. … Lesen Sie mehr ›

Munich Re erwartet Marktänderung

Der Rückversicherer Munich Re hat gute Zahlen für das Jahr 2022 vorgelegt. 2023 soll noch besser werden. Aber die Börse reagierte mit kräftigen Abschlägen. Die Aktie verlor deutlich. Anleger hatten offenbar höhere Preissteigerungen im Rückversicherungsgeschäft erwartet. Die Konzernführung unter Joachim Wenning weiß, dass es mit den Gewinnsteigerungen nicht lange so weitergehen kann: Binnen zwei Jahren könnte eine große Welle an frischem Kapital in die Branche strömen und Druck auf die Preise ausüben, erklärte Wenning. … Lesen Sie mehr ›

Swiss Re: Im Abschlussquartal in die Gewinnzone

Die Swiss Re hat den Verlust aus den ersten neun Monaten 2022 in einen Jahresgewinn von 472 Mio. Dollar verwandelt. Besonders die Schadenrückversicherung lieferte im Abschlussquartal einen hohen Gewinnbeitrag. Das Hauptproblem des schwierigen Jahres waren die Lasten durch die Inflation, sagte Vorstandschef Christian Mumenthaler bei der Präsentation der Zahlen. Dazu kamen hohe Naturkatastrophenschäden und Lasten durch Corona. 2023 will Swiss Re mehr als 3 Mrd. Dollar verdienen. … Lesen Sie mehr ›

Scor lässt Federn in der Erneuerung

Weil sich der Rückversicherer Scor bei Naturkatastrophenrisiken und bei von der Inflation heftig betroffenen Sparten stark zurückgehalten hat, mussten die Franzosen trotz Rekord-Preissteigerungen in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar Einbußen beim Prämienvolumen hinnehmen. Der Konzern, der kürzlich seinen Chef ausgetauscht hat, sieht sich allerdings auf gutem Weg, die Profitabilität seines Portfolios zu verbessern. … Lesen Sie mehr ›

Fitch: Lebensversicherer mit stabilem Ausblick

Die deutschen Lebensversicherer starten angesichts der gestiegenen Zinsen trotz Herausforderungen im Neugeschäft mit guten Aussichten ins neue Jahr. Das zeigte eine Veranstaltung der Ratingagentur Fitch. Für die Schaden- und Unfallversicherer sehen die Analysten angesichts der Inflation dagegen eine sich verschlechternde Situation. Die Januar-Erneuerung der Rückversicherer dürfte angesichts der starken Preiserhöhungen in die Annalen eingehen, erwartet Fitch. … Lesen Sie mehr ›

Industrieversicherung: Warum der Markt hart bleibt

 Meinung am Mittwoch  Kunden und Makler erwarten, dass Versicherer im Dialog mit ihnen transparent darlegen, was denn genau die Hintergründe für Preiserhöhungen in der Industrieversicherung sind. Entscheidend ist immer das spezifische Risiko, doch es gibt auch ein paar grundsätzliche Entwicklungen, die ein Industrieversicherer berücksichtigen muss. Der Trend zu höheren Schäden und die zunehmende Inflation werden so schnell nicht verschwinden. … Lesen Sie mehr ›

So trifft die Inflation die Versicherer

Alles wird teurer, und auch die Preise für Wohngebäude- und Kfz-Versicherungen müssen aufgrund der zunehmenden Inflation steigen. Die Anbieter sollten sich dabei nicht nur auf Indexanpassungen wie den gleitenden Neuwertfaktor in der Wohngebäudeversicherung beschränken. Das reiche nicht aus, um mit der tatsächlichen Verteuerung der Schäden Schritt zu halten, rät die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss. Um die höheren Schäden zeitnah einpreisen zu können, müssen Versicherer ihre Beitragsanpassungsklauseln überarbeiten. … Lesen Sie mehr ›

Höhere Margen für Rückversicherer

Die stark steigenden Preise für Rückversicherungsschutz werden die versicherungstechnischen Margen der Anbieter verbessern. Die Ratingagentur Fitch rechnet mit einem Plus von vier Prozentpunkten. Gleichzeitig macht sie sich Sorgen über die künftige Versicherbarkeit von Naturkatastrophenrisiken. Ob die Preissteigerungen über die Januar-Erneuerungsrunde anhalten werden, ist noch unklar. Viel hängt vom Verhalten von externen Investoren wie Pensionsfonds ab. … Lesen Sie mehr ›

Harter Markt nimmt Form an

Die Vertragsverhandlungen um neue Rückversicherungsverträge zum Jahreswechsel waren für viele Erstversicherer nicht erfreulich. Viele müssen nach der sehr späten und frustrierenden Erneuerungsrunde erheblich höhere Preise zahlen und größere Selbstbehalte hinnehmen. Die Rückversicherer haben dagegen große Fortschritte gemacht, um ihre Profitabilität zu verbessern, befindet die Berenberg Bank. Von dem „zweifellos besten Marktumfeld seit Jahrzenten“ werden aber nicht alle Anbieter gleichermaßen profitieren. Ob der harte Markt anhält, ist noch nicht ausgemacht. … Lesen Sie mehr ›