Archiv ‘Solvenzquoten’

Herbert Fromme

Die alte, neue Not der Lebensversicherer

 Herbert Frommes Kolumne  Die Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank bringen viele Lebensversicherer erneut in Not. Die Entspannung, die mit der Änderung der Regeln für die Zinszusatzreserve (ZZR) vor einem Jahr erreicht wurde, hält nicht vor. Marktweit müssen Unternehmen im laufenden Jahr die ZZR höher befüllen, als sie erwartet hatten. Gesellschaften, die ohnehin hart am Wind segeln, kann das in große Schwierigkeiten bringen. Spürbar wird das in den Bilanzarbeiten für das Jahr 2019, die gerade beginnen. … Lesen Sie mehr ›

Rechtsschutz: Standardmodell wird attraktiver

Für die deutschen Rechtsschutzversicherer wird es ab 2020 deutlich weniger nachteilig sein, das Solvency II-Standardmodell zu verwenden. Das erwartet der Großmakler Aon. Bislang haben viele Anbieter das Standardmodell mit  unternehmensspezifischen Parametern verwendet, um höhere Kapitalanforderungen zu vermeiden. Im Zuge der für das kommende Jahr geplanten Überarbeitung von Solvency II will die EU den Risikofaktor für das Reserverisiko in der Rechtsschutzsparte von 12 Prozent auf 5,5 Prozent senken. Dadurch sind mit der Verwendung der Standardformel höhere Solvenzquoten möglich als bisher. … Lesen Sie mehr ›

Lebensversicherer steigern Solvenzquote

Die Risikotragfähigkeit der Lebensversicherungsbranche hat sich durch die Änderung bei der milliardenschweren Zinszusatzreserve vergangenes Jahr sowie der Umstellung auf Verträge mit abgespeckten Garantien erhöht. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle Map-Report. Die gewichtete Solvenzquote des Marktes stieg 2018 ohne Übergangsmaßnahmen und Volatilitätsanpassung im Vergleich zum Vorjahr von 227,4 Prozent auf 234,6 Prozent. Am besten steht die Gesellschaft Europa mit 912,1 Prozent da, Schlusslicht ist die Frankfurt Münchener mit 4,8 Prozent. … Lesen Sie mehr ›

Allianz-Betrug: „Es gab keine Wegschaumentalität“

Einen Tag nachdem das Landgericht Köln einen ehemaligen Betrugsexperten der Allianz zu 50 Monaten Haft verurteilt hat, ist der Millionenbetrug der Münchener auch auf einer SZ-Fachkonferenz in Köln ein Thema. Es habe bei der Allianz keine Wegschaumentalität gegeben, die Eric B. den jahrelangen Betrug ermöglichte. „Im Leben nicht!“, sagte Burkhard Keese, Finanzvorstand der Allianz Deutschland. Er räumte aber ein, dass die Kontrollen des Versicherers in dem Fall versagten. Bei der Digitalisierung warnte Keese vor neuen Angreifern, die die Branche womöglich noch nicht im Blick hat. Firmen wie der Mitfahrdienst Lyft könnten im Versicherungsgeschäft bald eine Rolle spielen. … Lesen Sie mehr ›

BaFin sieht Verbesserung bei Solvency-Berichten

Die Finanzaufsicht BaFin ist mit der Qualität der Solvency II-Berichte der Versicherer zufriedener als im Vorjahr. Dennoch gebe es noch Verbesserungsbedarf bei den Berichten, die im Mai dieses Jahres zum zweiten Mal fällig waren. Das zu fordernde Qualitätsniveau sei noch nicht erreicht, schreibt die Aufsicht im aktuellen BaFin-Journal. Damit kommt sie zu einem ähnlichen Schluss wie der Analyst Carsten Zielke, der die Berichte zusammen mit dem Bund der Versicherten ausgewertet hatte. … Lesen Sie mehr ›

Pleite trotz starker Solvenz? Durchaus möglich

Die Solvenzquoten der deutschen Lebensversicherer haben sich 2017 durch die Bank verbessert, marktweit von 343 Prozent auf 401 Prozent nach Übergangsmaßnahmen. In der neuesten Commerzbank-Studie schreibt Analyst Michael Haid, die Lage habe sich deutlich positiv entwickelt, auch wenn die Solvency II-Zahlen schwer zu interpretieren seien. Die Wahrheit liege in den Bilanzen nach HGB-Standard. „Kann eine Gesellschaft mit einer „gesunden“ Solvenzquote insolvent werden?“, fragt Haid. „Die Antwort lautet ja.“ Doch Haid hält echte Zusammenbrüche für unwahrscheinlich. Kleinere Gesellschaften würden von Protektor aufgefangen, größere seien Teil von kapitalstarken Gruppen. … Lesen Sie mehr ›

Solvenzberichte: Was Versicherer ändern müssen

Nach der deutschen Finanzaufsicht BaFin hat sich nun auch die europäische Behörde Eiopa zu den ersten Solvency II-Berichten der Versicherer zu Wort gemeldet. BaFin und Eiopa wünschen sich ähnliche Verbesserungen: So will auch die europäische Aufsicht eine besser verständliche Zusammenfassung und mehr unternehmensspezifische Angaben. Tabellen im Anhang können inhaltliche Erläuterungen nicht ersetzen, meint Eiopa. Beim nächsten Durchlauf verlangt die Aufsicht einen Vergleich mit den Vorjahreswerten in Tabellenform. … Lesen Sie mehr ›

BdV rechnet mit höheren PKV-Beiträgen

Der Bund der Versicherten (BdV) und der Analyst Carsten Zielke haben die Solvenzberichte von 40 Krankenversicherern unter die Lupe genommen. Bei 16 Gesellschaften sehen sie die Gefahr, dass auf die Kunden in den nächsten drei bis fünf Jahren Beitragssteigerungen oberhalb der medizinischen Inflation zukommen. Zielke kritisierte die mangelnde Transparenz vieler Berichte. BdV-Chef Axel Kleinlein sieht vor allem bei große Anbieter mit vielen Kunden und komplexen internen Modellen Verbesserungsbedarf. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Fatale Fehleinschätzung

 Herbert Frommes Kolumne  Haben die deutschen Lebensversicherer das Schlimmste hinter sich und können wieder optimistisch in die Zukunft sehen? Hat die Branche bei der Digitalisierung zwar spät, aber erfolgreich die Kurve gekriegt und steht insgesamt gut da? Beide Fragen beantworten immer mehr Versicherungsvorstände mit einem klaren Ja. Das könnte sich als teure Fehleinschätzung herausstellen. In der Lebensversicherung ist die Stimmung besser als die Lage. Und bei der Digitalisierung haben die Unternehmen in Wirklichkeit bisher wenig erreicht. … Lesen Sie mehr ›

Solvenzberichte: BaFin lobt und rügt die Versicherer

Die Finanzaufsicht BaFin hat eine zweite, tiefergehende Analyse der Solvenzberichte der Versicherer veröffentlicht. Alle 340 berichtspflichtigen Versicherer erfüllen demnach die Eigenkapitalanforderungen von Solvency II. Mit der Qualität der Berichte zeigte sich die Behörde grundsätzlich zufrieden. An einigen Stellen sieht sie aber auch Verbesserungsbedarf. Ebenso wie der Bund der Versicherten kritisiert die BaFin die mangelnde Detailtiefe vieler Berichte. Von einigen Unternehmen werde künftig deutlich mehr Substanz erwartet, so die Aufsicht. … Lesen Sie mehr ›

Versicherer wehren sich gegen BdV-Vorwürfe

Der Bund der Versicherten und der Analyst Carsten Zielke haben dem Volkswohl Bund, LV1871, Continentale, VPV und Debeka vorgeworfen, sich gegenseitig im Ringverfahren Nachrangdarlehen zuzuschustern, um ihre Solvenzquoten zu erhöhen. Die Versicherer weisen das von sich. Die Finanzierung über diese Kredite sei üblich, die Solvenzquoten würden durch Kredite von anderen Versicherern kaum beeinflusst, heißt es. Allerdings schweigen sich die meisten Gesellschaften über ihre Kreditgeber aus. … Lesen Sie mehr ›