Archiv ‘Studie’

Aon: M&A-Schäden erreichen Rekordniveau

Die Absicherung von Unternehmensverkäufen mit speziellen Versicherungen führt für die Versicherer zu immer mehr Schäden. Das vergangene Jahr war weltweit das bislang teuerste für die Anbieter von sogenannten M&A-Policen, so ein aktueller Bericht des Großmaklers Aon. In der EMEA-Region haben die Versicherer 2024 insgesamt 70,9 Mio. Euro für Schäden gezahlt, das waren 35 Prozent aller bislang dort überhaupt geleisteten Schadenzahlungen. Eine Preiswende in der Sparte zeichnet sich laut Aon bislang dennoch nicht ab.

Risiken der Manager: Mehr Cyber, weniger Klima

Das Risiko von Cyberangriffen ist die größte Sorge deutscher Manager. Das zeigt eine aktuelle D&O-Studie des Versicherungsmaklers Willis Towers Watson und der Anwaltskanzlei Clyde & Co. Demnach sehen Führungskräfte weltweit in der Arbeitssicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeitenden das größte Risiko für eine persönliche Haftung. Klimabezogene Risiken finden sich auf der Prioritätenliste hingegen nicht.

Demografie und Digitalisierung fordern die Branche

Die Versicherungsbranche steht vor einem grundlegenden Wandel: Demografischer Druck, fehlender Nachwuchs und der schleppende Einsatz neuer Technologien bringen zentrale Bereiche wie Kapitalanlage und IT an ihre Grenzen. Eine neue Studie von V.E.R.S. Leipzig und Roland Berger zeigt, wo die größten Engpässe entstehen und welche Strategien erforderlich sind, damit die Branche auch in Zukunft gut funktioniert.

Embedded Insurance: Hype oder echte Chance?

In einigen Bereichen wie der Reiseversicherung ist der Zuspruch für Embedded Insurance-Policen von Käufern groß, allerdings spielt die Marke des Versicherers dabei eine Rolle. Das ist das Ergebnis einer Studie des Insurlab Germany mit der Universität St. Gallen und dem Berater Crossconsulting. Sie haben untersucht, ob das Konzept der Embedded Insurance nur ein kurzfristiger Trend ist oder echtes Vertriebspotenzial besitzt. Insgesamt könnte das Konzept ein Game Changer für den Vertrieb sein, glauben die Autorinnen und Autoren.

Guidewire: Ansehen der Versicherer steigt

Die Verbraucherstudie des Softwareanbieters Guidewire hat in diesem Jahr ein überraschendes Ergebnis geliefert: Das Ansehen der Branche steigt. Mehr Kundinnen und Kunden fühlen sich von Versicherern verstanden. Im Vergleich mit Frankreich, Spanien und Großbritannien nimmt Deutschland hierbei 2025 den Spitzenplatz ein. Außerdem sinkt hierzulande die Skepsis gegenüber künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig werden allerdings mehr Kontrollmechanismen gefordert.

Markenattraktivität: Nur fünf Versicherer überzeugen

 Exklusiv  Die Markenattraktivität der führenden deutschen Versicherer lässt zu wünschen übrig. Nur fünf von 20 Unternehmen werden von ihren Kunden als attraktiv und modern eingestuft. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Future Readiness“ der Unternehmensberatung Brand Trust. HUK-Coburg, Allianz und Ergo schneiden gut ab, während Continentale, Nürnberger und Alte Leipziger die letzten Plätze belegen.

Zahl der Insolvenzen wird weiter steigen

Die Zahl der Unternehmenspleiten in Deutschland, aber auch weltweit wird in diesem und im kommenden Jahr weiter steigen, prognostiziert der Kreditversicherer Allianz Trade in einer aktuellen Studie. Die schleppende Lockerung der Zinsen, die weiterhin schwache Nachfrage an den Märkten und Unsicherheiten in Bezug auf einen möglichen Handelskrieg zählen zu den Hauptgründen. Das Finanzpaket der neuen Bundesregierung könnte den Negativtrend jedoch stoppen.

Versicherer weltweit profitieren von Demografie

Versicherer weltweit sehen in der demografischen Entwicklung vor allem Chancen für die Kapitalanlage und das operative Geschäft. Das zeigt eine Studie des Vermögensverwalters Blackrock. Andere Megatrends wie künstliche Intelligenz beurteilen die 410 Unternehmen dagegen skeptischer. Und: Mehr als zwei Drittel der Anbieter sehen in regulatorischen Veränderungen das größte Makro-Risiko, erst dahinter folgen geopolitische Spannungen.

Schlechtes Zeugnis für Kundenportale

Nur jeder fünfte Gewerbekunde nutzt das Online-Kundenportal seines Versicherers. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie des Beratungsunternehmens MSR Consulting. Besonders unbeliebt sind die Portale der öffentlichen Versicherer. Dabei sind diese Plattformen ein wichtiges Instrument, um den Kundenservice zu optimieren und die Versicherten langfristig zu binden.

PwC: 20 Prozent setzen auf Bestandssysteme

 Exklusiv  Die Modernisierung ihrer Kernsysteme ist für die Versicherer eine zentrale, aber schwierige Aufgabe. Trotz der Komplexität des Themas sind die Unternehmen insgesamt auf einem guten Weg in Richtung moderner IT-Systeme, schreibt das Beratungsunternehmen PwC als Ergebnis einer Befragung. Doch 20 Prozent der Versicherer setzen weiterhin auf ihre zwar hochindividualisierten, aber bisweilen Jahrzehnte alten Kernsysteme. Dabei geht der technologische Fortschritt rasch voran – was für die Versicherer auch zur Chance werden kann.

Guidewire: Deutsche wollen KI nicht ohne Menschen

Deutsche Versicherungskunden sind offen für den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI), haben aber noch kein volles Vertrauen in die Technologie. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Verbraucherstudie von Guidewire. Bevorzugte Einsatzgebiete von KI sind die Vereinfachung des Antragsprozesses und die Unterstützung von Call-Center-Mitarbeitern im Kundensupport. Der Nachhaltigkeitsaspekt scheint für die Deutschen dagegen an Bedeutung zu verlieren.

Was den Einsatz von KI im Underwriting erschwert

Die Underwriting-Prozesse von Versicherern können durch künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) schneller und präziser werden. Doch viele Unternehmen stehen beim Einsatz der Technologie noch vor Herausforderungen, zeigt ein aktueller Bericht der Unternehmensberatung Capgemini. Regulatorische Rahmenbedingungen und der Fachkräftemangel erschweren den Einsatz erheblich.

Der Klimawandel wird jetzt richtig teuer

Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel sind dringend nötig, wenn Volkswirtschaften ihre Versicherbarkeit und ihr Wachstumspotenzial erhalten wollen, glauben die Volkswirtschaftler der Swiss Re. In einer neuen Studie haben sie für 36 Länder einschließlich Deutschland untersucht, wie der Klimawandel sich künftig auswirkt.

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