Schlagwort-Archiv für ‘Swiss Re’

Der Betrüger im eigenen Haus

Kriminelle Mitarbeiter richten in Unternehmen weitaus größere Schäden an als Betrüger von außen. Bei den Vertrauensschadenversicherern waren im vergangenen Jahr 63 Prozent der gemeldeten Fälle auf eigene Mitarbeiter zurückzuführen und 75 Prozent der verursachten Schäden. Das zeigt eine Analyse des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) von 2.400 im Jahr 2018 den Versicherern gemeldeten Fällen. Sie machen aber nur einen Bruchteil der tatsächlichen Schadendimension aus, weiß Experte Rüdiger Kirsch von Euler Hermes. „Die Prognosen gehen in die Milliarden.“ Betroffen sind alle Branchen, die Täter sind vor allem männlich, über 40 und in höheren Positionen aktiv.

Swiss Re verwaltet Sachbestände für Erstversicherer

Die Swiss Re bietet Erstversicherern die Verwaltung von Sachversicherungsbeständen auf einer mit der Beratungsfirma Sopra Steria lancierten Plattform an. Dabei geht es nicht nur um gängige Sachpolicen wie Hausrat-, Kfz- und Unfallversicherungen, sondern auch um Spezialverträge aus dem Geschäft mit Privatkunden sowie mit Gewerbe und Industrie. Im Gegensatz zu vielen bereits im Markt befindlichen Angeboten dieser Art handelt es sich nicht um den Run-off geschlossener Bestände, sondern um aktive Portfolios, die weiter für das Neugeschäft geöffnet sind. Außerdem soll der Kontakt des Erstversicherers zu seinen Kunden auch nach der Übertragung auf die Plattform bestehen bleiben.

Swiss Re nähert sich Cyberrisiken an

Die Swiss Re hat zusammen mit dem Rückversicherungsmakler Capsicum Re ein System für die Ermittlung und Bewertung von Cyberrisiken sowie den Abschluss entsprechender Rückversicherungsdeckungen entwickelt. Das Angebot namens „Decrypt“ richtet sich insbesondere an Erstversicherer. Bislang hatte sich der Schweizer Rückversicherer sehr skeptisch gezeigt, was die Versicherung von Cyberrisiken angeht. Der Konzern bietet zwar über seine Rückversicherungseinheit und die Industriesparte Swiss Re Corporate Solutions entsprechende Deckungen an. Allerdings machte die Swiss Re zuvor keinen Hehl daraus, dass sie auf Wachstum in der Cyber-Sparte nicht sonderlich scharf ist.

A.M. Best attackiert die Rückversicherer

Die US-Ratingagentur A.M. Best wirft den Rückversicherern vor, mit veralteten Modellen und Underwriting-Tools zu arbeiten, die keine Antwort auf die Veränderungen des Marktes bieten. Die Branche habe sich in den Jahren mit geringen Schäden eine Selbstzufriedenheit angewöhnt, die in den Schadenjahren 2017 und 2018 zu Verlusten aus Waldbränden (Bild) und Stürmen führte. Zwar gibt es jetzt Versuche, den Preistrend zu drehen, aber A.M. Best hat Zweifel an der Dauerhaftigkeit dieser Entschlossenheit.  Die Agentur hat auch ihre Rangliste der Rückversicherer veröffentlicht – Swiss Re hat Munich Re vom Platz des weltweit größten Rückversicherers verdrängt.

Cyberversicherer haben dazugelernt

 Themenschwerpunkt Industrieversicherung  Nach den ersten teuren Schäden durch NotPetya und WannaCry haben die Cyberversicherer ihre Angebote angepasst. Sahen die Verträge zunächst hohe Deckungssummen zu günstigen Prämien vor, hat sich das inzwischen geändert. Die Versicherer sind bei Cyberpolicen deutlich vorsichtiger geworden, zu groß ist das Kumulrisiko. Auch die Kunden haben dazugelernt. Immer mehr Industrieunternehmen schließen einen entsprechenden Vertrag ab. Beim ersten Roundtable-Gespräch des Versicherungsmonitors zum Thema Industrieversicherung war der Bereich Cyber ein wichtiger Punkt, den die Experten heftig diskutierten.

Industrieversicherer unter Druck

 Themenschwerpunkt Industrieversicherung  Die Industrieversicherer stehen vor großen Veränderungen: Die Digitalisierung, der harte Wettbewerb und hohe versicherungstechnische Verluste in wichtigen Sparten zwingen sie, das Geschäftsmodell zu ändern. Auch ihre Kunden verlangen, dass sich die Versicherer an die geänderten Bedürfnisse der großen Konzerne anpassen. Große Firmen arbeiten inzwischen in vielen Bereichen komplett digital, von ihren Versicherern fordern sie das gleiche. Die Versicherer müssen mitziehen, ihre IT modernisieren, den Abschlussprozess beschleunigen und Plattformen aufbauen. Diese Themen bieten genug Diskussionsstoff für Kunden, Makler und Versicherer. Der Versicherungsmonitor hat Branchenexperten zum Roundtable-Gespräch eingeladen. Das aktuelle gedruckte Dossier, das jetzt erschienen ist, gibt die Diskussion […]

Swiss Re lehrt Branche das Fürchten

 Nachschlag – Der aktuelle Kommentar  Die Situation im Rückversicherungsmarkt kann man als gruselig beschreiben. Die Anbieter können trotz Rekordschäden kaum Preiserhöhungen durchsetzen, die Profitabilität sinkt und die branchenfremden Investoren wollen einfach nicht aus dem Markt verschwinden. Da scheint die Entscheidung des weltweit zweitgrößten Rückversicherers Swiss Re, eine Halloween-Party beim Branchentreffen in Baden-Baden zu veranstalten, mehr als folgerichtig. Das Event passt aber auch ganz vorzüglich zum Veranstaltungsort selbst.

Datenanalyse auch für Sachversicherer sinnvoll

Advanced Analytics – die effiziente und effektive Analyse von Daten durch moderne Technologien – bietet der Versicherungsbranche weitreichende Vorteile, berichtet der Schweizer Rückversicherer Swiss Re in seiner aktuellen Sigma-Studie. Auch gewerbliche Sachversicherer können von der Datenanalyse profitieren, vorausgesetzt, sie investieren Zeit und Ressourcen. Eine für den Versicherer nützliche Datenanalyse funktioniert nur mit der richtigen technischen Basis. Die veraltete IT vieler Risikoträger macht diesem Unterfangen allerdings einen Strich durch die Rechnung.

Schneller und einfacher zur Police

Der Abschluss von Risikopolicen in der Lebensversicherung hat wenig zu tun mit dem, was Kunden beim Online-Einkauf oder der Auswahl und Buchung von Dienstleistungen über eine App gewohnt sind. Grund ist die umfangreiche Risikoprüfung, die von Kunden und Vermittlern als potenzieller Hemmschuh auf dem Weg zum Vertragsabschluss gesehen wird. Underwriting-Experte Markus Unterkofler vom Rückversicherer Swiss Re erklärt im Interview mit dem Versicherungsmonitor, wie ein deutlich reduzierter Antragsprozess das Kundenerlebnis beim Versicherungskauf verbessern und die Wachstumschancen der Versicherer erhöhen kann. Die Swiss Re bietet Erstversicherern seit Kurzem ein cloudbasiertes Risikoprüfungssystem an.

Swiss Res Verkaufskandidat ReAssure kauft zu

Wenige Wochen nachdem der Rückversicherer Swiss Re den geplanten Börsengang seiner Run-off-Tochter ReAssure gestoppt hat, meldet sie die Übernahme eines 200.000 Verträge schweren Bestands vom Vermögensverwalter Quilter. Der Kaufpreis liegt bei umgerechnet 465 Mio. Euro. Stimmt die Aufsicht zu, wird die Transaktion bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Der von ReAssure verwaltete Bestand würde damit auf 4,5 Millionen Verträge und das gemanagte Vermögen auf 81 Mrd. Pfund steigen.

Mylife: Jens Arndt tritt Dreibrodt-Nachfolge an

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Lebensversicherer für Nettotarife Mylife hat Jens Arndt zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Damit ist ein Nachfolger für den im März verstorbenen Michael Dreibrodt gefunden. Einen Neuzugang in der Chefetage vermeldet auch die Nürnberger Versicherung. Sie macht Bettina Quirin zur Vorständin bei der Tochter für Schadenservice Nürnberger Sofort Service. Außerdem: Reinhard Kunz wird Vorstand des Nischenversicherers Astra Direct Versicherung. Swiss Re hat Urs Baertschi zum CEO für Europa, den Nahen Osten und Afrika ernannt und das österreichische Insurtech Bsurance holt Hermann Fried als Chief Insurance Officer.

Wie Berger Swiss Re Corso drehen will

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr 953 Mio. Dollar verdient – rund 50 Mio. Dollar weniger als im Vorjahr. Der Rückgang geht auf das Konto des Industriegeschäfts, in dem die Schweizer einen Verlust hinnehmen mussten. Der neue Spartenchef Andreas Berger stellte die Maßnahmen vor, mit der er den Bereich bis 2021 wieder profitabel machen will. Analysten zeigten sich von den Halbjahresergebnissen insgesamt positiv überrascht. Dass die Erwartungen übertroffen wurden, liege vor allem an der Schadenrückversicherung und dem Ergebnis aus Kapitalanlagen.

Friederike Krieger

Zahlen über Zahlen

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Halbjahreszahlen von Swiss Re, Axa, Generali und Allianz.

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