Archiv ‘Umfrage’

PKV: Jeder Dritte klagt über verweigerte Leistungen

Ein gutes Drittel der privat Krankenversicherten klagt über verweigerte Leistungen. Das geht aus einer Umfrage des Geldratgebers Finanztip hervor. Demnach wechseln die Kunden vor allem aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung (PKV), weil sie sich bessere Leistungen zu besseren Konditionen erhoffen. Ein Teil von ihnen werde später von ausbleibenden Erstattungen von Arztrechnungen überrascht. Mehr als ein Viertel der Befragten bereut deswegen sogar den Wechsel in die PKV.

Fachkräftemangel verschärft sich bis 2030

Der Fachkräftemangel in der Versicherungsbranche wird sich in den nächsten fünf Jahren weiter verschärfen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Recruiting- und Beratungsunternehmens Robert Half. Expertinnen und Experten haben 245 Entscheider aus der Finanzbranche, darunter 91 von Versicherern, zu Personalthemen befragt. Ein weiteres Ergebnis: Fast die Hälfte aller Gesellschaften sieht im Kontext des Fachkräftemangels Umsatzprobleme auf sich zukommen.

Klimapläne: GDV widerspricht Assekurata

Eine Umfrage der Ratingagentur Assekurata und der Versicherungsforen Leipzig kam zu dem Ergebnis, dass noch kein einziger Versicherer einen sogenannten Transitionsplan hat, in dem er darlegt, wie er bis 2050 klimaneutral werden will. Stimmt nicht, sagt der GDV: Ein Versicherer hat längst einen solchen Plan veröffentlicht. Der Verband verweist auf eine eigene Befragung unter seinen Mitgliedsunternehmen. Die Ergebnisse ähneln sich allerdings.

Kein Plan: Versicherer hadern mit Klimazielen

Die meisten Versicherer haben Zielgrößen definiert, wie sie ihre CO2-Emissionen reduzieren wollen. Einen Plan, wie sie diese Ziele erreichen, haben sie aber noch nicht. Laut einer Umfrage der Ratingagentur Assekurata und der Versicherungsforen Leipzig arbeitet knapp die Hälfte der befragten Unternehmen derzeit an solchen Klimatransitionsplänen, der Rest will zumindest in den nächsten zwei Jahren damit anfangen. Hauptproblem ist die Frage, wie hoch die aktuellen Emissionen überhaupt sind.

Geschäftskunden wollen Rundum-Sorglos-Pakete

Kleine und mittlere Unternehmen schließen Versicherungen vor allem mit dem Ziel ab, finanzielle Schäden abzuwenden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Insurtech Hub Munich und der Strategieberatung Roland Berger. Von den Versicherern erwarten Geschäftskunden Rundum-Sorglos-Pakete, die einfach zu verstehen sind und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Sie wünschen sich außerdem versicherungsnahe Mehrwertservices. Der wichtigste Vertriebskanal bleibt die persönliche Beratung.

FCA-Bericht zu Diskriminierung und Belästigung

Die britische Finanzaufsicht FCA hat die Ergebnisse der Befragung von Banken, Vermittlern und Versicherern zu Fällen von sexueller Belästigung, Mobbing und anderem nicht-finanziellen Fehlverhalten veröffentlicht. Die Fallzahlen sind demnach zwischen 2021 und 2023 deutlich gestiegen. Die Behörde dringt auf einen offenen Umgang mit dem Risiko, dass Mitarbeiter übergriffig werden. 2019 hatten Berichte über sexuelle Belästigung und Alkoholmissbrauch den Versicherungsmarkt Lloyd’s of London aufgeschreckt.

Cyber: Bedarf steigt, Interesse sinkt

Die Besorgnis über Cyber-Risiken in Unternehmen nimmt ab. In Deutschland ist ein Großteil der Führungskräfte der Meinung, dass ihre bestehenden Schutzmaßnahmen ausreichen, um einen Cyber-Angriff abzuwehren. Das ergab eine Umfrage unter 3.500 Führungskräften, die das Marktforschungsunternehmen Opinion Matters im Auftrag des Spezialversicherers Beazley durchgeführt hat. Nach Ansicht von Beazley unterschätzen Unternehmen die sich rasch entwickelnde Technologie und die damit verbundenen Gefahren.

PwC: 20 Prozent setzen auf Bestandssysteme

 Exklusiv  Die Modernisierung ihrer Kernsysteme ist für die Versicherer eine zentrale, aber schwierige Aufgabe. Trotz der Komplexität des Themas sind die Unternehmen insgesamt auf einem guten Weg in Richtung moderner IT-Systeme, schreibt das Beratungsunternehmen PwC als Ergebnis einer Befragung. Doch 20 Prozent der Versicherer setzen weiterhin auf ihre zwar hochindividualisierten, aber bisweilen Jahrzehnte alten Kernsysteme. Dabei geht der technologische Fortschritt rasch voran – was für die Versicherer auch zur Chance werden kann.

Restschuldversicherung entzweit Verbraucher

 Exklusiv  Die Reaktionen von Verbraucherinnen und Verbrauchern auf die Trennung der Abschlüsse von Kreditangeboten und Restschuldversicherungen sind gemischt, wie eine aktuelle Umfrage von Axa Partners zeigt. Nachdem nun eine siebentätige Wartefrist zwischen beiden Abschlüssen gesetzlich vorgegeben ist, empfehlen die Experten der Axa, den Vertrieb anzupassen und digitaler zu werden. Überraschend wenige Menschen kennen das Konzept der Einkommensversicherung, haben sie außerdem herausgefunden.

Keine Angst vor der KI

Eine große Mehrheit der Menschen in wichtigen europäischen Märkten befürchtet, dass künstliche Intelligenz (KI) Arbeitsplätze kosten und die Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt erhöhen wird. Das hat Allianz Research in einer Umfrage herausgefunden. Doch die Experten des Versicherers halten die Befürchtungen für übertrieben. KI komme glücklicherweise zu einer Zeit, in der der demografische Wandel in vielen Branchen zu Arbeitskräftemangel führe. KI könne helfen, glauben die Forscher. Sie werfen auch einen Blick auf die Versicherungsbranche.

Cybermarkt wächst im DACH-Raum

Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) sind mittlerweile gegen Cyber-Risiken versichert. Zu diesem Ergebnis kommt das IT-Sicherheitsunternehmen Arctic Wolf in einer aktuellen Umfrage. Einige der befragten Unternehmen seien aber aufgrund der hohen Prämien und der verschärften Sicherheitsanforderungen noch zurückhaltend, wenn es um den Abschluss einer Police geht.

Schadenregulierung: Wer setzt auf KI?

 Analyse  Gerade in der Schadenregulierung, die bei verschiedenen Versicherern in manchen Sparten teils drastische Rückstände aufweist, könnte künstliche Intelligenz (KI) helfen, der Lage Herr zu werden. Aber wie viele Gesellschaften setzen KI in der Schadenregulierung aktuell überhaupt ein? Und wie? Der Versicherungsmonitor hat sich einmal umgehört.

Selbstständige beklagen hohe Bürokratielast

Selbstständige ächzen unter der Bürokratie in Deutschland, zeigt eine aktuelle Infas Quo-Befragung im Auftrag des Versicherungsmonitors mit Unterstützung von Hiscox. 58 Prozent der Befragten und damit deutlich mehr als im Vorjahr fühlen sich durch bürokratische Vorgaben in ihrer Geschäftstätigkeit eingeschränkt. Allerdings ist die Hoffnung auf Besserung gering, tatsächlich erwarten rund drei Viertel der Unternehmer, dass zusätzliche Vorgaben drohen. Die Politik landet auf Rang vier der Top Ten künftigen Gefahren.

Selbstständige zuversichtlich trotz schwierigerer Lage

Die wirtschaftliche Lage der Selbstständigen in Deutschland hat sich in den vergangenen Monaten verschlechtert. Andererseits erwartet etwa jeder dritte Unternehmer steigende Umsätze für 2024, und das gefühlte Risiko in Existenznöte zu kommen, ist gesunken. Das zeigt das zweite Risikobarometer im Auftrag des Versicherungsmonitors. Eine schwierige Erkenntnis für den Vertrieb: Selbstständige sehen zwar das Risiko, durch Unfall oder Krankheit auszufallen, zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitspolice sind aber nur wenige bereit.

Neue Schärfe im Kampf um Talente

 Analyse  Auf dem Arbeitsmarkt herrscht ein intensiver Wettbewerb um Fachkräfte. Er hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft, sagt der Personalberater Axel Schwartz. Eine Umfrage des Versicherungsmonitors unter Versicherern und Maklern zeigt, dass die Mehrheit der Unternehmen 2023 nicht alle Ausbildungs- und Studienplätze besetzen konnte. Doch es gibt Lichtblicke: Auf Bewertungsportalen wie Kununu schneidet die Branche überdurchschnittlich gut ab.

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