Trotz der anhaltenden Niedrigzinsen konnten die deutschen Lebensversicherer die Durchschnittsverzinsung ihrer Kapitalanlagen 2017 um 0,17 Prozent auf 3,52 Prozent steigern. Das geht aus einer aktuellen Publikation des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft zum Lebensversicherungsmarkt hervor. Insgesamt legten Lebensversicherer im vergangenen Jahr 905,5 Mrd. Euro Kapital an – ein Anstieg von 2,7 Prozent im Vergleich zu 2016. Die Verwaltungskosten blieben unverändert hoch.
Abo
Athora macht Thimann zum Athene-Chef
Leute – Aktuelle Personalien Christian Thimann, bislang in der Pariser Axa-Führung für Strategie zuständig und als von der EU beauftragter Experte für nachhaltige Finanzierungen tätig, wird Chef des Wiesbadener Run-off-Spezialisten Athene. Athene gehört zur Athora-Gruppe in Bermuda. Vorgängerin Ina Kirchhof wechselt in den Aufsichtsrat der Athene Lebensversicherung. Stefan Spohr ist jetzt Chef der Athene Deutschland Service GmbH. Claudius Vievers wird Chief Risk Officer und Vorstand der Athene Leben. In wenigen Monaten werden alle Athene-Gesellschaften in Athora umbenannt.
Wachsam bleiben
Meinung am Mittwoch Der Protektionismus ist auf die Weltbühne zurückgekehrt. Mit unüberschaubaren Konsequenzen für Unternehmen. Wer heute auf dem internationalem Parkett Geschäft betreibt, muss die Lage weltweit kontinuierlich beobachten und stärker in die politische Risikoanalyse investieren. Am Ende bleibt die Frage: Was ist eigentlich noch alles vorstellbar?
Debeka ernennt Chefs für neuen Asset-Manager
Leute – Aktuelle Personalien Die Debeka hat einen Vermögensverwalter gegründet, der als hundertprozentige Tochter der Debeka Kranken im Oktober 2018 den Geschäftsbetrieb aufnehmen soll. Drei Abteilungsleiter der Debeka bilden die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft. Außerdem: Ralf Wiemers wird Leiter der neuen Hamburger Niederlassung von Swiss Re Corporate Solutions. Christian Subbe, langjähriger Manager beim Allianz-Vermögensverwalter Allianz Global Investors, ist neuer Investmentchef der Frankfurter Lebensversicherung AG, die zum Abwicklungsspezialisten Frankfurter Leben gehört.
Willis Re: Auf neue Normalität einstellen
Nach den Rekordschäden 2017 hatten die Rückversicherer auf großflächige Preiserhöhungen gehofft. Schon in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar stiegen die Preise aber nur leicht an, jetzt ist die Aufwärtsbewegung wohl endgültig zum Erliegen gekommen. Die Preise für schadenfreie Katastrophenrückdeckungen sind in den Erneuerungsrunden im Juni und Juli größtenteils stabil geblieben und zum Teil sogar schon wieder gesunken, berichtet der Rückversicherungsmakler Willis Re. Er rät Rückversicherern, sich auf die „neue Normalität“ mit konstant niedrigem Prämienniveau einzustellen.
Talanx bald ohne Gerling-Villa
Was wirklich wichtig ist Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Warum Talanx die Gerling-Villa in der Kölner Marienburg als Tagungszentrum aufgibt.
Parkrempler auf dem Rollfeld
Der Industrieversicherer AGCS hat 523 Schadenfälle untersucht, die ihm die Betreiber von 14 deutschen Flughäfen gemeldet haben. Hauptursachen von Schäden sind demnach Flughafenfahrzeuge, die auf dem Rollfeld mit Schleppern, Gepäckwagen, Hubarbeitsbühnen oder Waschanlagen kollidieren. Seltener, aber auch teurer sind Schäden am Flugzeug, etwa beim Be- und Entladen. Die Flughafen-Versicherer haben mit steigenden Kosten für Reparaturen zu kämpfen, aber auch mit Schadenfällen durch Wildschweine, Rehe oder Vögel.
Hypoport strafft Versicherungsplattform
Die zum Finanzdienstleister Hypoport gehörende Betreiberfirma der Maklerplattform Smart Insur wird zusammen mit ihren Tochterunternehmen zur Smart Insurtech AG verschmolzen. Damit sei die Zusammenfassung der verschiedenen Leistungen auch gesellschaftsrechtlich abgeschlossen, so das Unternehmen. Smart Insurtech will ihre Plattform zum Standard in der Anbindung von Vertrieben an die Versicherer machen. Das 2017 gegründete Unternehmen sieht sich bei seinen Zielen auf Kurs.
Gothaer gibt Rück-Bestand in den externen Run-off
Die Gothaer hat den Altbestand der früheren Gothaer Rück verkauft. Das Portfolio enthält vor allem europäische Kfz-Haftpflichtrisiken und allgemeine Haftpflichtverträge. Der Bestand und die Kapitalanlagen wurden von der Gothaer Finanzholding an die Axa Liabilities Manager verkauft, neben der Darag einer der wichtigen Anbieter für Run-off-Übernahmen in der Schaden- und Unfallversicherung. Die Gothaer ließ sich von Guy Carpenter beraten, dem Rückversicherungsmakler von Marsh.
Neue Bancassurance-Kooperation in Norwegen
Gjensidige, der führende norwegische Schaden- und Unfallversicherer, baut sein Bancassurance-Konzept weiter aus, geht dabei aber einen ungewöhnlichen Weg: Er verkauft seine Banktochter vollständig an die schwedische Nordea Bank und startet mit ihr gleichzeitig eine langfristige Partnerschaft. Kunden können künftig über Gjensidige Bankprodukte von Nordea kaufen. Der Versicherer hofft wiederum, dass er über die größte Bank Skandinaviens Zugang zu vielen Kunden erhält, denen er seine Policen anbieten kann.









