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Big Data: Chance oder „das nächste Asbest“?
Versicherer versprechen sich viel von Big Data-Analysen. Die Digitalisierung erlaubt es ihnen, riesige Datenmengen zu durchforsten, auszuwerten und daraus Schlüsse zu ziehen. Sie feilen an Telematik-Tarifen und träumen von Kunden, die nicht krank werden, weil sie rechtzeitig gewarnt werden und ihren Lebensstil ändern. Doch was, wenn der Warn-Algorithmus falsch rechnet? Oder wenn Gerichte entscheiden, dass die Versicherer zu Unrecht auf Daten zugriffen? Verbraucherschützer, Politik und Versicherer zeigten sich beim Consumer Protection Day der europäischen Aufsichten Eiopa, ESMA und EBA in Paris besorgt.
Hui BU – das Versicherungsgespenst!
Legal Eye – Die Rechtskolumne Ein Gespenst geht um in Deutschland – es ist das Gespenst der Arbeitskraftabsicherung. Selten sind sich alle Akteure am Markt so einig wie bei diesem Thema: Ein Must-have. Für jeden. Und alle. Gebetsmühlenartig wiederholen dann Versicherer, Vertrieb, echte und selbsternannte Experten, Verbände und immer mehr auch Politiker das Mantra der Arbeitskraftabsicherung: Versicherungsnehmer aller Länder, versichert Euch! Doch wie es so ist mit Gespenstern, so manches lässt einen gruseln. Ein solches Schreckgespenst ist die fondsgebundene Berufsunfähigkeitsversicherung.
Makler auf Kollisionskurs
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Pressekonferenz des Verbands Deutscher Versicherungsmakler und Guy Carpenter Rückversicherungsworkshop.
Spiel mit dem Feuer
Herbert Frommes Kolumne Vor zwei Jahren wurde das Lebensversicherungsreformgesetz beschlossen. Es beschränkt die Beteiligung von Kunden an den Bewertungsreserven und begrenzt die Höhe der Abschlussprovision, die Lebensversicherer bilanziell ansetzen können. Aber immer noch versuchen eine Reihe von Versicherern, Maklern und Großvertrieben, die alten Provisionshöhen mit Macht zu erhalten. Die Berliner Finanzpolitiker beobachten das mit Interesse, eine Gesetzesverschärfung erscheint möglich. Die beteiligten Makler unterminieren das Grundprinzip ihres Berufsstands: dass sie im Kundeninteresse handeln und sich beim Abschluss einer Versicherung nicht von der Höhe der Provision leiten lassen dürfen.
Lohrmanns Verunsicherung CLIX
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Elementarschäden treffen Redaktionen.
Morgen & Morgen sieht PKV stabil
Die privaten Krankenversicherer kommen mit den erschwerten Marktbedingungen bislang ganz gut zurecht. Zu diesem Ergebnis kommt das Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) in einem aktuellen Rating. M&M verweist darauf, dass die Unternehmen nach wie vor gut mit Eigenmitteln ausgestattet sind. Bei der Nettoverzinsung schlägt die schwierige Lage am Kapitalmarkt durch. Sie sank von 2011 bis 2015 von 4,1 Prozent auf 3,7 Prozent. Die Analyse basiert auf den Bilanzkennzahlen von 31 Unternehmen aus den vergangenen fünf Jahren.
Nürnberger feuert Schreiweis
Leute – Aktuelle Personalien Knall auf Fall trennt sich die Nürnberger von ihrem Vorstand Hans-Jörg Schreiweis. Er war unter anderem für das Rechnungswesen und die Kapitalanlagen zuständig. Gründe nannte der Versicherer nicht. Die Chemie habe nicht mehr gestimmt, hieß es in Branchenkreisen. Außerdem: David Richard Cibis ist neuer Produktchef beim Start-up Knip, der Online-Versicherer Oscar hat einen neuen Chief Medical Officer und die Baloise hat einen Leiter für die neue Abteilung Group Strategy and Digital Transformation gefunden.
Erste Versicherer setzen Blockchain ein
Ein Schlagwort zieht in der Versicherungswirtschaft derzeit Kreise: Blockchain und die revolutionären Möglichkeiten dieser Technologie. Tatsächlichen Einsatz findet das digitale Register, das vor allem mit der virtuellen Währung Bitcoin bekannt geworden ist, indes bisher noch selten. Doch Schritt für Schritt werden neue Anwendungen erdacht, bei denen Blockchain zum Einsatz kommt.
Versicherer fordern besseren Hochwasserschutz
Hausbesitzer unterschätzen die Gefahr von Überschwemmungen, warnt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Zwei Drittel der Eigenheimbesitzer glauben, nie von einem Hochwasser betroffen zu sein, so das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des GDV. Mehr als 90 Prozent der Hausbesitzer fühlten sich bereits gegen Naturgefahren abgesichert. Zudem halten viele Elementarschadenversicherungen für zu teuer. Die Umfrageergebnisse teilte der Verband auf seiner Naturgefahrenkonferenz in Berlin mit. Die Versicherer fordern die Regierung zu besserer Vorsorge auf, wehren sich aber gegen eine allgemeine Versicherungspflicht, wie sie der Bund der Versicherten befürwortet.








