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Prozess-PR im D&O-Schadenfall

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Managerhaftungsprozesse finden oft große mediale Resonanz. Die Berichterstattung kann für die beklagten Führungskräfte wie auch die klagenden Unternehmen oft schädlicher sein als der Prozessausgang selbst. Manager sollten darüber nachdenken, einen PR-Berater zu engagieren, der sie während des Verfahrens begleitet. Die Kosten dafür sind durch D&O-Policen in der Regel gedeckt. Gute Policen ermöglichen auch die Klärung des Sachverhalts durch ein Schiedsgericht, das hinter verschlossener Tür tagt.

Weihnachten und Solvency II

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Unverhofftes Weihnachtsgeschenk für die Assekuranz und der Start von Solvency II am 1. Januar 2016.

Herbert Fromme

Der perfekte Sturm

 Herbert Frommes Kolumne  2016 verspricht, ein höchst interessantes Jahr für die Versicherungswirtschaft zu werden. Die Gemengelage aus niedrigen Zinsen, einem Überangebot an Kapital, dem scharf geschalteten Regelwerk Solvency II und dringendem Investitionsbedarf durch die Digitalisierung ist brandgefährlich. Bald wird sich herausstellen, welche Gesellschaft wetterfest ist und welche nicht.

Swiss Re: Mehr als 2 Mrd. Dollar Schaden durch Tianjin

Die Explosion im chinesischen Hafen von Tianjin ist für die Versicherer die teuerste von Menschen verursachte Katastrophe aller Zeiten im asiatischen Raum, teilt Swiss Re anlässlich seiner Katastrophenschätzung für 2015 mit. Der Rückversicherer schätzt den Schaden auf mehr als 2 Mrd. Dollar. Insgesamt musste die Assekuranz aber weniger für die Folgen von Katastrophen zahlen als im Vorjahr.

Ergo: Rieß holt Ex-VW-Sprecher

 Leute – Aktuelle Personalien  Ergo-Chef Markus Rieß besetzt eine weitere zentrale Stelle im Unternehmen neu. Nach Informationen des Versicherungsmonitors soll künftig Andreas Lampersbach die Kommunikation der Munich Re-Tochter leiten. Er war bis November Pressesprecher bei VW und mehrere Jahre bei der VW-Tochter MAN. Mit Lampersbach holt Rieß schon wieder einen wichtigen Mitarbeiter, der nicht aus der Versicherungsbranche stammt.

Zurich investiert kräftig in Digitalisierung

Die deutsche Zurich-Gruppe investiert in den kommenden Jahren mehr als 200 Mio. Euro in den digitalen Umbau. Außerdem will das Unternehmen seine komplexe Struktur deutlich vereinfachen. Nach Angaben von Deutschlandchef Ralph Brand steht der Mietvertrag für die neuen Gebäude, die in Köln errichtet werden (Bild), kurz vor der Unterschrift. In der klassischen Lebensversicherung, die nur noch einen kleinen Teil des Neugeschäfts ausmacht, senkt die Zurich die Überschussbeteiligung um einen halben Prozentpunkt auf 2,3 Prozent.

Investoren planen PKV-Neugründung

Eine Investorengruppe mit großer Erfahrung bei Internetunternehmen plant die Gründung eines digitalen privaten Krankenversicherers in Deutschland. Die neue Gesellschaft soll 2017 an den Start gehen und vor allem die Krankenvollversicherung und die private Pflegeversicherung anbieten, Zusatzversicherungen spielen eine kleinere Rolle. Das neue Unternehmen will seine Kunden eng begleiten, dabei ist die Smartphone-App das Hauptkommunikationsmittel. Vorbild für die Neugründung ist der US-Krankenversicherer Oscar, an dem sich vor kurzem Google beteiligt hat.

Ergo mit neuem IT-Chef

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Versicherer Ergo hat mit Tomasz Smaczny einen neuen Chief Information Officer gefunden. Er folgt auf Bettina Anders, die bereits Mitte des Jahres angekündigt hatte, das Unternehmen zum Jahresende verlassen zu wollen. Der gebürtige Pole Smaczny, der in Australien aufgewachsen ist, kommt nicht aus der Versicherungsbranche, kann aber viel IT-Erfahrung vorweisen. Unter anderem hat er schon beim Tourismuskonzern Thomas Cook die IT verantwortet.

Axa: Buberl steigt in Paris auf

 Leute – Aktuelle Personalien  Axa-Deutschlandchef Thomas Buberl macht einen weiteren Karrieresprung. Bei der Muttergesellschaft in Paris wird er das gesamte Vorsorgegeschäft der Gruppe leiten. Buberl ist bereits für das weltweite Krankenversicherungsgeschäft der Gruppe zuständig. Er gilt als einer der Kandidaten für die Nachfolge von Konzernchef Henri de Castries. Außerdem: Das EU-Parlament bestätigt die Wiederbestellung von Gabriel Bernardino als Eiopa-Chef, die LVM bekommt einen neuen Finanzvorstand und bei der Baloise gibt es Veränderungen im Vorstand.

Bräuchle kritisiert Regulierungspraxis der Versicherer

Georg Bräuchle, Geschäftsführer und Mitglied der Zentralen Geschäftsleitung von Marsh Deutschland, ist im November vom Verband Deutscher Versicherungsmakler zum Präsidenten gewählt worden. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor beanstandet Bräuchle die Schadensregulierung der Versicherer. Er wirft ihnen vor, bei komplexen Schadenfällen teilweise fingierte Einwände gegen die Regulierung anzuführen. Bräuchle spricht außerdem über seine neuen Aufgaben im Verband, darüber, dass er die Digitalisierung nicht als Gefahr für den Berufstand sieht und was während seiner vierjährigen Amtszeit schief laufen könnte.

Versicherer im Digitalisierungswahn

 Medienanalyse  Die deutschen Versicherer, seit jeher nicht der Inbegriff von Innovationskraft, übertreffen sich in diesem Herbst mit groß angelegten Strategieplänen. Digitalisierung heißt der fahrende Zug, auf den die Unternehmen in diesen Tagen aufspringen – teilweise aus weitsichtiger Überzeugung, teilweise aus Furcht, er könnte bald abgefahren sein. Im Fokus der Medien standen angesichts der Wechselsaison in der Kfz-Versicherung in den vergangenen Wochen insbesondere Telematik-Tarife. Immer mehr Anbieter sehen in den Produkten ein Mittel, um die Kundenorientierung zu steigern.

Swiss Re: Big Data verändert Lebensversicherung

Neue Technologien und immer mehr digitale Daten über Kunden werden die Lebensversicherung revolutionieren, erwartet der Rückversicherer Swiss Re in seiner neuen Sigma Studie. Damit könnten die Versicherer die Risikoprüfung deutlich effizienter machen. Bislang nutzt die Assekuranz die neuen Möglichkeiten aber noch weniger als andere Branchen, so der Konzern. Die technische Entwicklung birgt auch Risiken. Lebensversicherer müssen Kundendaten besser schützen und sich Gedanken über den Umgang mit neuen Akteuren machen.

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