Die Moody’s-Tochter Moody’s RMS schätzt die versicherten Schäden durch Hurrikan „Melissa“, der vor allem Jamaika getroffen hat, auf 3,5 Mrd. Dollar (3 Mrd. Euro) bei einer Spanne zwischen 3 Mrd. Dollar und 5 Mrd. Dollar. Die Schadenanalysefirma Karen Clark & Company (KCC) beziffert die versicherten Schäden an privaten und gewerblich genutzten Gebäuden auf 2,4 Mrd. Dollar.
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Erneuerbare Energien: Großes Interesse, höhere Hürden
Mit 1,9 Billionen Euro Kapitalanlagen ist die deutsche Versicherungswirtschaft eine gewichtige Investorengruppe. Dieses Geld würde die Branche gerne auch vermehrt in erneuerbare Energien investieren, sagt der Branchenverband GDV. Seiner Ansicht nach stehen aber allerlei bürokratische Hürden im Weg. Das Standortfördergesetz der Bundesregierung hat der Verband nun zum Anlass genommen, um in einem Positionspapier Vorschläge für einfachere Investitionen zu machen.
Milliardenschaden bei Zahnärzte-Versorgungswerk?
Die Finanzprobleme des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin (VZB) sind offenbar größer als bisher angenommen. Wegen massiver Fehlinvestments droht ein Schaden, der im hohen dreistelligen Millionenbereich liegt und im schlimmsten Fall sogar die Milliardenmarke übersteigen könnte, berichtet das Magazin Capital. Die Pflichtversorgungseinrichtung für Zahnärzte in Berlin, Brandenburg und Bremen war zuletzt auch größter Anteilseigner des inzwischen insolventen Digitalversicherers Element.
Warum Versicherer KI-Schäden ausschließen wollen
Derzeit gibt es nur vereinzelt Schadenfälle aus der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI). Aber mit der zunehmenden KI-Nutzung bei Industrie und Dienstleistern steht eine Welle solcher Schäden bevor. In den USA bereiten sich die Versicherer darauf vor, KI-Schäden aus der Industriehaftpflicht auszuschließen. In Deutschland wird darüber noch nicht öffentlich diskutiert, intern aber schon. Folgt auf Silent Cyber jetzt Silent AI? Und wer versichert die Risiken dann?
Die Woche in Bildern 45/2025
Die Verwüstungen durch Taifun „Kalmaegi“ auf den Philippinen, der Einsturz des mittelalterlichen Turms „Torre dei Conti“ in Rom, das Feuer in einem Alten- und Pflegeheim in Bosnien und Herzegowina, der Absturz eines Frachtflugzeugs auf dem Flughafen von Louisville in den USA und die Überschwemmung in der vietnamesischen Stadt Hoi An: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.
Lohrmanns Verunsicherung: Nichts zu Lachen
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Neuer menschlicher Ansatz im Callcenter
Thomas Zimmermann verlässt GGW
Thomas Zimmermann, einer der Top-Manager des Maklerkonzerns GGW, verlässt die Gruppe zum Jahresende. Nach Informationen des Versicherungsmonitors sucht Zimmermann, 56, keine neue Position, sondern will sich ins Privatleben zurückziehen. Zimmermann hatte das lange von ihm geführte Maklerhaus Dröge im Jahr 2021 an GGW verkauft, wo er zuletzt CEO der Zwischenholding Wecoya Underwriting war.
Mietkautionsversicherung neu gedacht
Die Mietkautionsversicherung für private Mietverhältnisse hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Wandel vollzogen. Lange Zeit galt sie als Nischenprodukt, eine Randerscheinung im Schatten der klassischen Barkaution. Doch diese Wahrnehmung ist überholt. Die Kautionsversicherung hat sich erfolgreich von der Ausnahme zur etablierten Alternative entwickelt.
Vitality und Google starten KI-Projekt
Der südafrikanische Versicherer Discovery hat für sein Gesundheitsprogramm Vitality eine Kooperation mit dem Tech-Giganten Google gestartet. Die beiden Unternehmen werden die auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Plattform „Vitality AI“ einführen, die 2026 an den Start gehen soll. Ziel ist es, Kundinnen und Kunden in den Vitality-Programmen personalisierte Gesundheitsempfehlungen zu geben. Für Versicherte der Generali Deutschland gilt das neue Angebot nicht: Sie hat das Vitality-Neugeschäft eingestellt, bestehende Mitgliedschaften laufen im Februar 2026 aus.
Frauenanteil: Allianz ist Vorreiter unter den Versicherern
Die Allianz ist das einzige börsennotierte Versicherungsunternehmen in Deutschland, das einen Frauenanteil von mindestens 40 Prozent im Vorstand aufweist, zeigt ein aktueller Bericht der Allbright-Stiftung. Munich Re, Talanx und Hannover Rück landen im Mittelfeld. Zu den Unternehmen, die besonders schlecht abschneiden, zählt W&W.
Wochenspot: Gehen oder bleiben?
Wochenspot – der Podcast Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe des Wochenspots sprechen Katrin Berkenkopf und Christian Bellmann darüber, wie die Wechselsaison in der Kfz-Versicherung läuft und den schwierigen Spagat zwischen Neukundenrabatten und roten Zahlen. Diesen Podcast können Sie auch frei auf den gängigen Plattformen hören: Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music.
Allianz warnt vor Risiken bei IT-Bauboom
Weltweit entstehen immer mehr Rechenzentren. Treiber sind gerade auch künstliche Intelligenz-Anwendungen, die einen besonders hohen Bedarf an Rechenleistung haben. Allerdings birgt der Bau und der Betrieb vielfältige Risiken, schreibt der Industrieversicherer Allianz Commercial in einer aktuellen Studie. Stromausfälle, Hackerattacken, Lieferprobleme und wachsender öffentlicher Widerstand gehören dazu.
Neuer Krankenvorstand bei der ALH
Generationenwechsel nach 22 Jahren bei der ALH Gruppe: Wenn Krankenversicherungsvorständin Wiltrud Pekarek im kommenden Jahr in den Ruhestand geht, wird Robert Gladis ihren Posten übernehmen. Das hat der Versicherer bereits jetzt geregelt. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Marsh Deutschland, Swiss Re und QBE.
Zurich stellt deutsches Leben-Portfolio ins Schaufenster
Der Schweizer Versicherer Zurich bietet seinen deutschen Lebensversicherung-Bestand wieder zum Verkauf an. Im vergangenen Jahr war ein Deal mit dem Run-off-Spezialisten Viridium geplatzt. Außerdem hat die Zurich ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Für das Wachstum in allen Sparten sorgte unter anderem ausgerechnet das deutsche Kfz-Geschäft. Zu den aktuellen Verhandlungen zwischen US-Präsident Donald Trump und einigen Schweizer Unternehmern wollte Zurich-Chef Mario Greco möglichst wenig sagen.













