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Wo es bei digitalen Ökosystemen hakt

Versicherer setzen große Hoffnung in digitale Ökosysteme. Sie wollen im Alltag der Kunden wichtige Aufgaben übernehmen und neue Vertriebschancen nutzen. Doch bislang läuft es bei einigen Themen nicht rund, kaum ein deutscher Versicherer ist mit einem umfassenden Ökosystem erfolgreich. Auch beim Thema Smart Home hakt es, berichtet Tobias Hinterthür, Leiter des Smart Home Innovation Lab der Zurich-Gruppe Deutschland. Der erste Hype sei vorbei. Er erwartet jedoch, dass eine bestimmte Technologie dem Thema bald zum Durchbruch verhilft. Stefan Knoll, Chef der Deutschen Familienversicherung (DFV) hält indes wenig von Ökosystemen. Auch bei Kooperationsgesprächen mit großen Versicherern säße die DFV als kleiner Versicherer […]

Aon: Das IOC zog rechtzeitig die Reißleine

Dass die Olympischen Sommerspiele 2020 einige Monate vor Beginn der Wettkämpfe verschoben wurden, wird den Schaden für das IOC (International Olympic Committee) und seine Versicherer deutlich verringern. Das sagt Aon-Veranstaltungsexperte Simon Specovius. Der Makler und Berater Aon hat die Veranstaltungsausfallpolice für das IOC vermittelt. Andere Faktoren wie die Schadenminderungspflicht könnten sich positiv für die Versicherer auswirken, das IOC aber Geld kosten. Auf jeden Fall wird es laut Specovius einer der größten Schäden in der Sparte.

Höchster Provisionssatz für Mehrfachagenten

Den Mehrfachagenten haben die deutschen Lebensversicherer im Jahr 2018 von allen Vermittlergruppen den höchsten Provisionssatz bezahlt. Sie erhielten im Schnitt 4,46 Prozent gegenüber 3,25 Prozent über alle Vermittlergruppen. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP. Die Abgeordnete Bettina Stark-Watzinger hatte eine detailliertere Aufschlüsselung der BaFin-Zahlen vom Dezember 2019 erbeten. Die Antwort gibt Aufschluss über die Effekte des geplanten Provisionsdeckels.

Alchemy: Mit Bildung gegen den „Brain-Drain“

Die Versicherungsbranche hat Nachwuchsprobleme. Nicht nur in den klassischen Berufsfeldern wie dem Aktuariat haben Versicherer Probleme, Stellen zu besetzen, vor allem im IT-Bereich wird es zunehmend schwieriger, Experten zu finden. Bei ihnen steht die Assekuranz als Arbeitgeber nicht an erster Stelle. Das nordirische Start-up Alchemy will mit einem neuen Unternehmenskonzept gegen diesen sogenannten Brain Drain vorgehen. Dabei setzt Gründer und Geschäftsführer John Harkin vor allem auf Aus- und Weiterbildung sowohl im Versicherungsbereich als auch ausserhalb. Zu Gute kommt dem Start-up dabei, dass Nordirland das junge Unternehmen tatkräftig unterstützt.

Ageas nutzt Software von Tractable

Das Londoner Start-up Tractable und der Versicherer Ageas wagen den Schritt an die Öffentlichkeit. Der britische Risikoträger nutzt die computergestützte Bilderkennungssoftware des Start-ups in der Kfz-Schadenbearbeitung, um eine Kostenkalkulation basierend auf Schadenbildern zu erstellen. Ageas ist damit nach Angaben Tractables der erste Versicherer in Großbritannien, der künstliche Intelligenz nutzt, um Fahrzeugschäden zu bewerten und zu schätzen. Die Kooperation ist allerdings nicht neu, sie besteht seit 2017.

Podcast O-Ton Mikrofon Microphone

Podcast: Teicke sieht massive Veränderungen

 Versicherungsmonitor O-Ton   Die Corona-Krise wird schnell zu großen Veränderungen in Gesellschaft und Versicherungswirtschaft führen, sagt Wefox-Gründer und Chef Julian Teicke im ausführlichen O-Ton-Interview. Teicke berichtet von „erschreckenden Erfahrungen“ mit manchen Investoren, die in der Krise merkwürdig agieren. Bei Investoren und Fintechs trenne sich die Spreu vom Weizen. Teicke spricht über die Zukunft des persönlichen und des digitalen Vertriebs, berichtet von den Homeoffice-Parties der Wefox-Mitarbeiter und von der kostenlosen Öffnung „für alle Makler auf der Welt“ der Wefox-Plattform, allerdings in abgespeckter Form.

Helvetia holt Regionaldirektor in den Vorstand

 Leute – Aktuelle Personalien  Bei der Deutschlandtochter des Schweizer Versicherers Helvetia verstärkt Michael Arens ab dem 1. Mai 2020 die Geschäftsleitung. Der langjährige Leiter der Kölner Regionaldirektion folgt auf Jürgen Horstmann, der in den Ruhestand geht. Swiss Re hat einen neuen Rückversicherungschef für West- und Südeuropa, und die britische Axa bekommt einen neuen Finanzchef. Außerdem steht fest, wer neben Aon-Präsident Eric Andersen für die Mega-Integration von Aon und Willis Towers Watson verantwortlich sein wird.

Corona-Roundup: Versicherer-Zoff, Makler, Prudential

Der Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler kritisiert das Verhalten einiger Versicherer in der Corona-Krise scharf. Sie lehnten derzeit zunächst jeden Schaden mit dem Verweis auf eine Pandemie oder die Nichtnennung des Corona-Virus ab. Außerdem: Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute startet wegen Corona für seine Mitglieder eine Soforthilfe in Sachen Rechtsberatung. Zehn Interessenverbände der europäischen Finanzwirtschaft, darunter der Versichererverband Insurance Europe, haben an die Europäische Union appelliert, die Finanzmärkte nicht zu schließen. Die Krise setzt Cat Bonds unter Druck, und in den USA verklagen Ureinwohner AIG und Axa XL, weil Spielcasinos der Stämme wegen des Virus schließen mussten.

Etwas andere Gedanken zur Corona-Krise

 Meinung am Mittwoch  Bei der Deutschen Familienversicherung arbeiten 95 Prozent der Mitarbeiter im Homeoffice. Das funktioniert so gut, dass wir das auch nach der Krise gern weiter als Option anbieten möchten. Doch es besteht die Gefahr, dass nach dem Corona-Virus das Bürokratie-Virus sich wieder meldet und Homeoffice durch Auflagen erschwert. Dabei gilt es, aus der Krise zu lernen – nicht nur in Bezug auf Heimarbeit.

Brodesser: Allein im Großraumwagen

 Exklusiv  Die Corona-Krise geht auch an der Politik nicht spurlos vorbei. Der Finanzexperte der CDU Carsten Brodesser spricht im Interview mit dem Versicherungsmonitor über seinen veränderten Arbeitsalltag, die Folgen der Krise für die Versicherungswirtschaft und über anstehende Gesetzesvorhaben wie die Neuregelung der Haftung bei Pauschalreisen nach der Thomas Cook-Pleite. Außerdem erläutert er, welche Projekte in der jetzigen Situation aus seiner Sicht besser eingestellt werden sollten.

Armon: In der Krise ist mehr Kommunikation nötig

 Exklusiv  In der Versicherungsbranche arbeiten fast alle Mitarbeiter inzwischen im Homeoffice. Mit jedem Tag treten die Herausforderungen für Führungskräfte deutlicher zutage. Auch Marcel Armon, Geschäftsführer des Spezialmaklers Hendricks, wurde ins kalte Wasser geworfen und schwimmt sich allmählich frei. Auf welche Probleme er gestoßen ist und welche positiven Effekte die neue Situation mit sich bringt, erklärt er im Interview mit dem Versicherungsmonitor.

Olympia-Absage: Auswirkungen noch nicht absehbar

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sich nach langem Zögern zu einer Entscheidung durchgerungen und die Olympischen Sommerspiele 2020 um ein Jahr verschoben. Für Athleten und Besucher bedeutet das zwar endlich Klarheit, für Japan und das IOC allerdings erhebliche finanzielle Verluste. Ein Teil davon könnte durch eine Versicherung abgefedert werden. Wie viel die Police allerdings tatsächlich abdeckt, ist noch unklar.

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