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Daftari wechselt von Chubb zu Swiss Re

 Leute – Aktuelle Personalien  Bijan Daftari, der lange Jahre beim Industrieversicherer Chubb tätig war, wechselt zur Swiss Re Corporate Solutions. Dort übernimmt er die Position des Deutschlandchefs von Reto Collenberg. Außerdem: Der Rückversicherer Munich Re hat mit Renata Jungo Brüngger eine Nachfolgerin für den Aufsichtsratsposten von Wolfgang Mayrhuber gefunden, der Ende 2016 in den Ruhestand gegangen ist. Dietmar Linde ist neues Vorstandsmitglied des Hamburger Spezialversicherers Hübener.

Munich Re übernimmt Mehrheit an Hansekuranz

Der Rückversicherer Munich Re übernimmt die Mehrheit des Münsteraner Assekuradeurs Hansekuranz Kontor. Das Unternehmen ist ein Spezialanbieter für Lösegeldversicherungen, der in der Vergangenheit vor allem für die Ergo Geschäft gezeichnet hat. Diese Zusammenarbeit endete Ende letzten Jahres. Jetzt zeichnet der Assekuradeur unter anderem Risiken für die Munich Re-Tochter Great Lakes und die R+V. Das Unternehmen rechnet mit deutlichem Wachstum bei Lösegeldversicherungen.

Extremus baut Deckung aus

Der Terror-Spezialversicherer Extremus in Köln erweitert seine Deckung und versichert künftig auch Schäden in der Lieferkette – auch außerhalb Deutschlands – sowie Betriebsunterbrechungen wegen einer Terrordrohung. Damit reagiert das Unternehmen auf Kundenwünsche, sagte Vorstandschef Gerhard Heidbrink. Wegen des Berliner Überfalls muss Extremus zum ersten Mal seit seiner Gründung 2002 einen Schaden zahlen. Bewegung kommt in die Entschädigung der Opfer, hier wird der Staat wohl zusätzliche Summen zahlen.

Allianz: Betriebsunterbrechung ist Top-Risiko

Betriebsunterbrechungen sind für Unternehmen aus aller Welt das meistgefürchtete Risiko. Das zeigt das aktuelle Risikobarometer, für das die Allianz jedes Jahr Risikoexperten aus vielen Ländern befragt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Marktentwicklungen und Cybervorfälle. Für deutsche Unternehmen sind Cyberrisiken die größte Bedrohung.

Tianjin: Langwierige Schadenregulierung für Daimler

Nach der Katastrophe im chinesischen Hafen von Tianjin dauerte es lange, bis es verlässliche Schadenschätzungen gab. Warum das so war, erklärte Gerd Kaiser, Geschäftsführer von Daimler Insurance Services, auf dem Neujahrsempfang von Mapfre Global Risks in Köln. Bei dem Autohersteller habe die gesamte Schadenabwicklung 14 Monate gedauert. Ein großes Problem war die Unsicherheit über das Ausmaß der Belastung der Autos mit gesundheitsschädlichen Stoffen.

Sturm verursacht geringe Kosten für Versicherer

Die Provinzial Nord Brandkasse schätzt die Höhe der bei ihr versicherten Schäden durch Sturm „Axel“ auf weniger als 2 Mio. Euro. Grund für die vergleichsweise niedrige Belastung der Versicherer ist unter anderem, dass Schäden an Wohngebäuden durch Sturmfluten meistens nicht versichert sind. Für Allianz-Kunden, die noch eine Police aus der DDR-Zeit besitzen, sieht es anders aus. Ihre Police deckt auch Sturmflutschäden ab.

Schiffsversicherung: Reeder wollen Preise drücken

Die Reeder-eigenen Haftpflichtversicherer, die P&I-Clubs, schwimmen in Geld. Das weckt Begehrlichkeiten bei den Schifffahrtsunternehmen, die unter schlechten Märkten leiden. Die Clubs haben bereits angekündigt, anders als in den Vorjahren, die Prämien nicht erhöhen zu wollen. Makler sind damit nicht zufrieden, sie wollen niedrigere Beiträge für ihre Kunden erreichen.

2016: Der Jahresrückblick

Thomas Buberl tritt als neuer Chef des französischen Versicherers Axa an, auch die Zurich erhält mit Mario Greco einen neuen Chef – das Jahr 2016 hat viele Veränderungen in der Versicherungsbranche gebracht. Nicht zuletzt haben auch einige Start-ups wie Lemonade, Ottonova und Financefox für Wirbel gesorgt. Der Versicherungsmonitor blickt zurück auf die spannendsten Deals, die wichtigsten Personalien und die aufregendsten Ereignisse.

SV gründet Joint Venture mit Makler

Die SV Sparkassenversicherung hat ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Stuttgarter Makler Dr. Ellwanger & Kramm gegründet. Über die BW Global Versicherungsmakler will der Sparkassenversicherer das Angebot für Unternehmenskunden im Geschäftsgebiet ausbauen, die über einen Makler arbeiten wollen. Der öffentliche Versicherer macht rund ein Drittel seines Prämienvolumens im Industrie- und Gewerbegeschäft. Dass der Makler zur privaten Südwestbank gehört, stört die SV nicht. Nachtrag vom 27. Dezember 2016, 15.30 Uhr: Die Firma Dr. Ellwanger & Kramm, die vorher keine Stellungnahme abgeben wollte, teilt mit, dass die Südwestbank nicht mehr Eigner des Maklerhauses ist.

M&A-Versicherung: Deal or no deal?

 The Long View – Der Hintergrund  Der Kauf oder Verkauf von Unternehmensanteilen stellt für Geschäftsführer und Vorstände eine besondere Herausforderung dar – auch mit Blick auf die Haftungssituation. Zuletzt befasste sich das Oberlandesgericht München mit der Haftung eines Geschäftsführers im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Geschäftsanteilskauf- und Übertragungsvertrages. Zwar wird der Abschluss von Gewährleistungsversicherungen (Warranty & Indemnity) im Rahmen von Unternehmenstransaktionen zunehmend üblich, um schnell und kosteneffizient Deal-Hindernisse zu überwinden und Haftungsfragen zu lösen. Das Zusammenspiel von D&O- und W&I-Versicherung sollte jedoch klar geregelt sein.

Terrorüberfall trifft auch Versicherer

Der schreckliche Terrorangriff auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am Montagabend mit bislang zwölf Toten und 48 Verletzten wird auch Auswirkungen auf Versicherer haben. Für die Personenschäden muss nach Meinung von Experten im Prinzip der polnische Versicherer des Lkw aufkommen, auch wenn der Wagen von einem Terroristen entführt wurde, wie die Ermittlungsbehörden bislang annehmen. Der GDV sieht dagegen die Verkehrsopferhilfe in der Pflicht. Für die Sachschäden treten die Sachversicherer der Unternehmen auf dem Weihnachtsmarkt ein, könnten aber den Kfz-Versicherer in Regress nehmen. Der Terrorversicherer Extremus erwartet ebenfalls Schäden aus dem Angriff.

Allianz wohl an Generali Frankreich interessiert

Die Allianz interessiert sich laut einem Medienbericht für das Frankreich-Geschäft von Generali. Beide Unternehmen lehnen eine Stellungnahme ab. Abwegig ist das Gerücht grundsätzlich nicht: Die Allianz hat einen Milliardenbetrag auf der hohen Kante, Generali hat im November angekündigt, sich aus 13 bis 15 Märkten zurückzuziehen. Das soll die Kosten senken. Insider bezweifeln, dass das Frankreich-Geschäft zum Verkauf steht.

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