Der Dieselskandal bei VW, Compliance-Probleme bei Bilfinger und der Siemensskandal rücken D&O-Versicherungen immer mehr in den Fokus. Lange bevor es zu Schadenersatzansprüchen gegenüber Managern kommt, erfolgt meistens eine interne Untersuchung. Sie allein kann einen Konzern mehrere Millionen Euro kosten. Der Autobauer VW musste 140 Mio. Euro für die interne Untersuchung des Dieselskandals bezahlen. Diese Kosten können bisher über keine Versicherung abgerechnet werden, sagt Rechtsanwalt Burkhard Fassbach. Diese Deckungslücke will er mit einer neuen Police schließen, die er zusammen mit der Kanzlei CMS Hasche Sigle entwickelt. … Lesen Sie mehr ›
Die Ratingagenturen Standard & Poor’s und Fitch haben am Dienstag auf die Übernahme von XL durch Axa reagiert und den französischen Versicherer auf Beobachtungsstatus mit negativem Ausblick gesetzt. Die Hauptsorge der beiden Agenturen gilt der Kapitalstruktur der Axa, sollte der geplante Börsengang der US-Lebenstochter – mit dem die XL-Übernahme zum Teil finanziert werden soll – scheitern. Nachdem die Axa-Aktie am Montag 9,7 Prozent nachgegeben hatte, stieg sie am Dienstag leicht um 0,9 Prozent auf 22,82 Euro. Unter den Analysten der Banken ist die Reaktion sehr unterschiedlich. … Lesen Sie mehr ›
Der führende französische Versicherer Axa kauft die Industrie- und Rückversicherungsgruppe XL für 15,3 Mrd. Dollar in bar. Damit werde die Axa zum global führenden Industrie- und Gewerbeversicherer, sagte Konzernchef Thomas Buberl in Paris. Mit dem Schritt greift der französische Konzern die Wettbewerber frontal an, vor allem Allianz und Chubb. Die XL wird mit Axa Corporate Solutions und Axa Art zusammengelegt, rund 200 Mio. Euro Kosten will Buberl dadurch einsparen. Investoren sind nicht begeistert, die Aktie verliert bis zu 10 Prozent. … Lesen Sie mehr ›
Die Versicherung von Fahrzeugflotten kann das erste Segment in der Autoversicherung werden, das komplett digital abgewickelt wird. Das glaubt Harald Seliger, Leiter Kraftfahrt Vertrag bei der R+V Allgemeinen. Auch bei der Einführung von Elektrofahrzeugen können Flotten eine entscheidende Rolle spielen, hieß es bei einer Fachkonferenz in Köln. Klar ist aber auch: Das Geschäft ist für die Versicherer weiter tief rot. Seit mehr als zehn Jahren liegen die Schaden-Kostenquoten deutlich über 100 Prozent. … Lesen Sie mehr ›
Allianz X, die von Nazim Cetin geleitete Allianz-Tochter für digitale Investments, beteiligt sich mit 30 Mio. Dollar am Online-Marktplatz C2FO. Das Start-up verspricht die beschleunigte Begleichung offener Unternehmensrechnungen. Damit will die Allianz ihren Kreditversicherer Euler Hermes stärken, gemeinsame Initiativen sind bereits geplant. Das US-amerikanische Unternehmen C2FO bringt Lieferanten und Abnehmer zusammen, die beide von der rascheren Bezahlung von Rechnungen profitieren sollen. … Lesen Sie mehr ›
Der Schweizer Versicherer Zurich ist seinem Ziel, zum führenden Versicherer Lateinamerikas zu werden, einen Schritt näher genommen. Er übernimmt das dortige Geschäft des australischen Versicherers QBE für 409 Mio. Dollar. Damit steigt Zurich zum größten Versicherer Argentiniens auf und zur Nummer drei in Ecuador. Auch in Brasilien, Kolumbien und Mexiko gewinnt der Versicherer an Volumen. Nach der Übernahme wird die Gesellschaft die Nummer vier im lateinamerikanischen Markt sein. … Lesen Sie mehr ›
Die schweren Naturkatastrophen des vergangenen Jahres haben die Swiss Re 4,7 Mrd. Dollar gekostet und den Gewinn des Schweizer Rückversicherers empfindlich von 3,6 Mrd. Dollar auf 331 Mio. Dollar sinken lassen. Trotzdem will der Konzern seine Aktionäre mit einer höheren Dividende und einem erneuten Aktienrückkaufprogramm erfreuen. Zum möglichen Einstieg des japanischen Technologiekonzerns Softbank bei Swiss Re hielt sich Chef Christian Mumenthaler bedeckt. Er betonte aber, dass die bisherigen Aktionäre keine Verwässerung ihrer Anteile befürchten müssen. … Lesen Sie mehr ›
Der Run-off-Spezialist Darag glaubt, dass der EU-Austritt Großbritanniens bei Versicherern für eine Flut von Bestandsübertragungen sorgen wird. Möglicherweise könnten nicht mehr alle der Anträge vor dem Brexit genehmigt werden, sagte Eleni Iacovides, Juristin und Vertriebschefin bei Darag, auf einer SZ-Fachkonferenz zum Thema Run-off in Hamburg. Sie hält einen harten Brexit ohne Übergangsregeln für möglich und rechnet damit, dass weitere britische Versicherer Töchter innerhalb der neuen EU-Grenzen gründen werden. … Lesen Sie mehr ›
Lange haben Versicherer und Makler mehr Risikobewusstsein gegenüber Cyber-Risiken von Unternehmen gefordert. Eine aktuelle Umfrage unter Managern weltweit zeigt jetzt: Die Gefahren stehen mittlerweile weit oben auf der Agenda der Unternehmen. Dennoch fühlen sich nur wenige Firmen für den richtigen Umgang mit ihnen gewappnet. Ein weiteres Ergebnis: Betriebsunterbrechung ist zur größten Sorge der Unternehmen aufgestiegen. Und immer noch ist der Umgang mit Cyber-Themen vor allem bei der IT angesiedelt. … Lesen Sie mehr ›
Die beiden Versicherer Talanx und Zurich Deutschland verbünden sich in der betrieblichen Altersversorgung. Mit dem Konsortium „Die deutsche Betriebsrente“ wollen sie Lösungen für das neue Sozialpartnermodell Betriebsrente anbieten, auch bekannt als Nahles-Rente. Zuvor hatten schon fünf mittelgroße Versicherungsvereine ein Konsortium für die neuen Möglichkeiten in der betrieblichen Altersversorgung gegründet. Talanx stand solchen Plänen zuletzt skeptisch gegenüber. … Lesen Sie mehr ›
Trotz der Rekordschäden durch Naturkatastrophen im Jahr 2017 sind Prämienerhöhungen in der industriellen Sachversicherung in der Breite ausgeblieben. Das zeigt der Marktbericht des Maklers Marsh. Grund ist der hohe Wettbewerb. In der Haftpflicht-Sparte sind die Prämien mit Ausnahme anspruchsvoller Risiken wie Rückrufe in der Autobranche stabil. Chief Market Officer Thomas Olaynig sieht durch die ungelöste Situation rund um den Brexit noch viel Beratungsbedarf bei der Kundschaft. Auch beim Umgang mit Cyberrisiken müssten viele Unternehmen noch dazulernen. … Lesen Sie mehr ›
Der Talanx-Industrieversicherer HDI Global will seine Kunden in der industriellen Feuerversicherung zur Kasse bitten. Das technische Ergebnis in dieser Sparte war 2017 tief rot, sagte Unternehmenschef und Talanx-Vorstand Christian Hinsch (Bild) vor Journalisten. Jetzt soll saniert werden. In der Transportversicherung sei das in den vergangenen Jahren gelungen. Hinsch und der demnächst ausscheidende Talanx-Konzernchef Herbert Haas beklagten die US-Steuerreform, die den Konzern zu Veränderungen bei Struktur und Kapitalausstattung zwingt – und möglicherweise die Entscheidung erleichtert, demnächst in den USA in der Industrieversicherung zuzukaufen. … Lesen Sie mehr ›
Die US-Steuerreform hat auch Auswirkungen auf viele nichtamerikanische Versicherer, die US-Risiken übernehmen. Falls sie die in den USA eingenommene Prämie an Konzerngesellschaften im Heimatland weiterleiten, wird eine neue Steuer fällig. Die deutsche Industrie befürchtet, dass deutsche und europäische Industrieversicherer mit Prämienerhöhungen auf die Steuer reagieren. Der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft betont in einer Stellungnahme, dass er keinen Grund für einen solchen Schritt sieht. … Lesen Sie mehr ›
Die Allianz hat für rund 1,5 Mrd. Euro ihre Mehrheit am französischen Kreditversicherer Euler Hermes ausgebaut und besitzt nun 92,43 Prozent des Unternehmens. Damit haben die Münchener ihr Ziel, sich durch das Kaufangebot 95 Prozent der Anteile zu sichern, knapp verfehlt. Die Allianz kann Euler Hermes daher vorerst nicht wie geplant von der Pariser Börse nehmen. Derweil rotiert bei Euler Hermes das Personalkarussell: Chantal Schumacher tritt als Chief Financial Officer an, Michael Eitelwein übernimmt den Posten als Chief Operating Officer an und Virginie Fauvel ist neu als Chief Transformation Officer. … Lesen Sie mehr ›