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Corona-Roundup: Insurtech-Messe, Debeka, Lloyd’s

Viele Veranstaltungen sind wegen der Krise bereits abgesagt worden. Jetzt haben auch die Koelnmesse und das Insurlab Germany die Reißleine gezogen. Die für den April geplante InsureNXT-Messe wird um ein Jahr verschoben. Unterdessen ist ein Geschäftsstellenleiter der Debeka in ein Fettnäpfchen getreten. Lloyd’s of London hat seinen Underwriting Room bis auf Weiteres geschlossen und die Ratingagentur Fitch hat den Ausblick für Lebensversicherer aus dem Asien-Pazifik-Raum auf negativ gesetzt. Aus den USA gibt es Neuigkeiten zu den Auswirkungen der Krise auf Krankenhaushaftpflicht- und Reiseversicherer.

Hufeld: Nicht alles ausreizen, was möglich ist

Künstliche Intelligenz und andere neue technische Möglichkeiten zur Analyse großer Datenmengen eröffnen Versicherern enorme Chancen. So können sie Policen viel individueller auf den Kunden zuschneiden und bepreisen. Felix Hufeld, Chef der Finanzaufsicht BaFin, mahnt Versicherer jedoch, nicht alles auszureizen, was technisch möglich ist. Denn sonst könnte der Gesetzgeber ihnen Grenzen setzen, mit denen sie nicht glücklich sind.

Viele offene Fragen beim „Zukunftsfonds“

Die Bundesregierung muss beim geplanten „Zukunftsfonds“ für Beteiligungen an Jungunternehmen eine schnellere Gangart vorlegen. Das fordert die FDP in einer Kleinen Anfrage. Es geht um einen bis zu 10 Mrd. Euro schweren Fonds, der Versicherer und andere Investoren zu mehr Engagement im Bereich Wagniskapital bewegen könnte. Die Maßnahmen sollen 2021 in Kraft treten, schreibt die Regierung. Über die konkrete Ausgestaltung werde noch gesprochen. Die Versicherer sind angesichts der Niedrigzinsen sehr an alternativen Anlagemöglichkeiten interessiert.

Neodigital und Check24 kooperieren

Der junge Versicherer Neodigital und das Vergleichsportal Check24 haben sich zusammengetan, um den Online-Policenabschluss zu beschleunigen. Mit dem Sofortpolicierungs-System des Saarländer Versicherers soll der Prozess in nur 14 Sekunden abgeschlossen sein. Auch Maklerpools und andere Versicherer können die Technologie nutzen, betont Neodigital-Chef Stephen Voss. Derzeit unterzieht sich Neodigital dem Corona-Härtetest, alle Mitarbeiter arbeiten ab Freitag im Homeoffice.

Allianz X investiert in digitale Schadenabwicklung

Die Allianz übernimmt über ihre Tochter für digitale Investments Allianz X eine Mehrheitsbeteiligung an dem Spezialisten für digitales Schadenmanagement im Kfz-Bereich Control Expert. Den Preis wollten die Unternehmen nicht nennen. Im operativen Geschäft arbeiten sie schon seit Langem zusammen. Control Expert soll seine Eigenständigkeit behalten und auch künftig Lösungen für die gesamte Branche anbieten.

Hypoport beteiligt sich an ePension

Der Finanzdienstleister Hypoport will seine Versicherungsplattform Smart Insur weiter ausbauen. Dafür beteiligt sich das Unternehmen mit 49 Prozent an dem auf betriebliche Altersversorgung (bAV) spezialisierten Softwareanbieter ePension – mit der Option, in ein paar Jahren die restlichen Anteile zu übernehmen. Kennengelernt hat Hypoport das Unternehmen, das eine Plattform zur Verwaltung von bAV-Verträgen betreibt, als Kunde.

Omnius setzt zum Sprung nach Amerika an

Das Insurtech Omnius hat bei Investoren 13 Mio. Dollar (11,8 Mio. Euro) eingesammelt. Geldgeber sind Commerz Ventures, der Venture Capital Fonds der Commerzbank-Gruppe, der Fintechs-Fonds Viola Fintech und Uniqa Ventures, der Venture Capital-Arm des österreichischen Versicherers Uniqa. Mit dem Geld will das junge Unternehmen nach Nordamerika expandieren, in Europa will Omnius aber weiterhin wachsen, betont Chief Executive Officer Sofie Quidenus-Wahlforss.

HDI investiert in Cyber-Start-up

Die Talanx-Tochter HDI investiert in Cybersicherheit. Der Versicherer ist an der aktuellen Investorenrunde des Jenaer Start-ups Enginsight beteiligt. Das Unternehmen will das eingesammelte Geld nutzen, um weitere Entwickler und Verkäufer anzuheuern. Auch der Schweizer Versicherer Zurich setzt auf externe Expertise für Cybersicherheit und hat eine Kooperation mit dem israelischen Digitalunternehmen Cye geschlossen. Cyberversicherungen gelten als Wachstumsmarkt, gleichzeitig fürchten Versicherer in dem Bereich das Schadenpotenzial.

Frisches Geld für KI-Start-up Tractable

Das Londoner Start-up Tractable hat in einer neuen Finanzierungsrunde 25 Mio. Dollar eingesammelt. Hauptinvestor ist die US-Beteiligungsgesellschaft Georgian Partners. Mit dem Geld will Tractable seine auf künstlicher Intelligenz basierende Software für die Beurteilung von Kfz-Schäden weltweit etablieren und sich auch im deutschsprachigen Raum positionieren. Hierzulande soll es im Laufe des Jahres erste Kooperationen mit Versicherern geben.

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