Exklusiv Der Gewerbeversicherer Mailo erwartet eine Kündigungswelle von Gastronomen und Einzelhändlern, die durch die Pandemie in finanzielle Not geraten sind. Es zeichne sich der besorgniserregende Trend ab, dass die Unternehmer immer häufiger bei ihren Policen den Rotstift ansetzten, so die Gesellschaft. Makler sehen vermehrt Aufschübe bei den Prämien. Klar ist: Da kommt noch was auf die Branche zu.
Makler
BüchnerBarella setzt auf Expertise von Thinksurance
Der Plattformbetreiber Thinksurance setzt seinen Wachstumskurs fort. Nach Schunck, Marsh und MRH Trowe konnten die Frankfurter jetzt den inhabergeführten Industrieversicherungsmakler BüchnerBarella als neuen Kunden gewinnen. Über 370 Mitarbeiter erhalten ab sofort Zugang zur Thinksurance-Plattform und ihren Angeboten. Dazu gehören der digitale Abschluss von Verträgen und die Ausschreibung von komplexen Industrierisiken. BüchnerBarella verspricht sich von der Zusammenarbeit viel. Für dieses Jahr sind weitere gemeinsame Projekte geplant.
Wie es zum BSV-Debakel kommen konnte
Die Auseinandersetzungen zwischen Versicherern und ihren Kunden um pandemiebedingte Leistungen aus der Betriebsschließungsversicherung (BSV) werden sich wohl noch Jahre hinziehen. Die Gründe für die zerfahrene Lage sind vielschichtig, erläuterte Christian Armbrüster, Professor für Zivilrecht an der Freien Universität Berlin und Experte für Privatversicherungsrecht, auf einer Veranstaltung des Bundes der Versicherten. Über handwerkliche Fehler, intransparente Bedingungen, schwammige Kommunikation und oberflächliche Gerichtsurteile.
Parlament diskutiert Provisionsdeckel
Der Bundestag hat am Freitag über den geplanten Provisionsdeckel bei Restschuldversicherungen debattiert, mit dem überhöhte Provisionen begrenzt werden sollen. Abgeordnete aus der Opposition äußerten Kritik. Den Grünen geht der Plan nicht weit genug, die FDP hält ihn für überflüssig. Nach Untersuchungen der Finanzaufsicht BaFin sind in dem Bereich Abschlussvergütungen in Höhe von 50 Prozent der Beiträge keine Seltenheit. Bei Lebensversicherungen ist ein vergleichbares Vorhaben am Widerstand innerhalb der Regierung gescheitert.
D&O: VW kostet dreistellig
Die Ansprüche des VW-Konzerns gegen zwei Ex-Manager wegen des Dieselskandals dürfte die D&O-Versicherer eine dreistellige Millionensumme kosten, erwarten Marktexperten. Führender Versicherer des Risikos ist die Zurich. Der Aufsichtsrat des Konzerns – hier sein Werk in Wolfsburg – hat am Freitag Ansprüche gegen den früheren Konzernchef Martin Winterkorn und den Ex-Audi-Chef Rupert Stadler wegen „fahrlässiger Pflichtverletzungen“ angekündigt. Winterkorn weist die Vorwürfe zurück, zeigt aber Verständnis für den Aufsichtsrat. Das Ziel dürfte ein Vergleich mit den Versicherern sein.
Gothaer ist optimistisch für 2021
Trotz eines massiven Einbruchs im Konzernergebnis fühlt sich der Kölner Versicherer Gothaer gut gerüstet für die Herausforderungen der kommenden Zeit. Vor allem im Geschäft mit dem Mittelstand sieht Konzernchef Oliver Schoeller großes Potenzial, hier konnte der Versicherer auch am meisten wachsen. Sobald genügend Impfstoff gegen das Corona-Virus zur Verfügung steht, sollen Mitarbeitende, Vertriebspartner und deren Familienangehörige kostenlos geimpft werden können.
Wachsendes Interesse an der PKV
Exklusiv Nach einer ruhigen Phase zu Beginn der Pandemie ist das Interesse an der privaten Krankenversicherung (PKV) sprunghaft gestiegen. Das berichtet der bekannte Makler Sven Hennig, der sich auf die PKV und die Berufsunfähigkeitsversicherung spezialisiert hat und fast ausschließlich online und per Telefon berät. Im Interview mit Versicherungsmonitor und Süddeutscher Zeitung erläutert Hennig auch, warum er keinem Angestellten mit einem Jahresgehalt von unter 80.000 Euro zum Wechsel rät – und warum bei manchen Paaren der Kinderwunsch eher für die PKV als gegen sie spricht.
Riester: GDV will schnelles Ende der Beitragsgarantie
Die sich abzeichnende Absenkung des Höchstrechnungszinses von 0,9 Prozent auf 0,25 Prozent ab 2022 bedeutet das Ende der Riester-Rente mit voller Beitragserhaltsgarantie. Um diese Form der Altersvorsorge zu erhalten, sollte die Garantie ein rasches Ende finden, forderte Peter Schwark (Bild) vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), auf einer Veranstaltung des Bundes der Versicherten (BdV). Während Schwark an einer Reform der staatlich geförderten Vorsorgeform festhält, wünscht sich BdV-Chef Axel Kleinlein eine schnelle Abschaffung von Riester. Die Versicherer schafften es nicht mehr, vernünftige Produkte aufzulegen, glaubt er.
Körner wird Ecclesia-Chef
Leute – Aktuelle Personalien Jochen Körner (Bild) wird Anfang 2022 Chef des Versicherungsmaklers Ecclesia. Vorgänger Tilman Kay geht dann in den Ruhestand. Körner ist seit 2017 bei dem Detmolder Makler, der einer der beiden größten Industrieversicherungsmakler in Deutschland ist. Aktuell verantwortet er in der dreiköpfigen Geschäftsführung die Industrieversicherung, während Stefan Ziegler für das traditionelle Ecclesia-Geschäft mit den Kirchen, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen zuständig ist. Wer Körners operative Rolle übernimmt, steht noch nicht fest.
Greensill: Schweizer Bank zeigt mit Finger auf Marsh
Es wird scharf geschossen im Fall des implodierenden Finanzkonzerns Greensill. Die am Geschäftsmodell der Australier beteiligte Bank Credit Suisse will im Oktober vergangenen Jahres noch keine Hinweise darauf gesehen haben, dass der Versicherungsschutz für das Kreditausfallrisiko nicht verlängert wird. Aus Sicht des Geldhauses hätte Greensills Versicherungsmakler Marsh es warnen müssen. Die Bank steht stark unter Druck. Von Greensill im Stich gelassene Anleger könnten sie auf Schadenersatz verklagen, das könnte sehr teuer für die Schweizer werden.
Grüne wollen Provisionen abschaffen
Die Grünen wollen den Provisionsvertrieb durch die Honorarberatung ersetzen und die Riester-Rente zugunsten eines staatlich verwalteten Bürgerfonds abschaffen. Das zeigt das vorläufige Programm zur Bundestagswahl, das Mitte Juni beschlossen werden soll. Die gesetzliche Rentenversicherung soll stabilisiert und schrittweise auf alle Bürger ausgedehnt werden. In der Kranken- und Pflegeversicherung soll es ebenfalls eine Bürgerversicherung geben.
Umfrage: Kunden kündigen schneller
Die Pandemie verändert die Bedürfnisse und Erwartungen der Versicherungskunden drastisch und nachhaltig, zeigt eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Infas Quo. Die Toleranz für unpassende Angebote sinkt. Zugleich steigt die Bereitschaft der Menschen, unpassende Verträge zu kündigen und den Anbieter zu wechseln. Wer als Versicherer jetzt nicht mit Fairness und exzellentem Service punktet, muss harte Konsequenzen fürchten.
Roland Assistance komplettiert Führungsriege
Leute – Aktuelle Personalien Andreas Tiedtke (Bild) wird zum 1. April 2021 neuer Hauptgeschäftsführer der Roland Assistance GmbH, die zum Rechtsschutzversicherer Roland gehört. Zusammen mit Tobias von Mäßenhausen und Joachim Schabacker, die seit Januar in der Geschäftsführung sitzen, bildet er das neue Dreiergespann an der Spitze der Gesellschaft. Außerdem: Der Finanzvertrieb MLP hat den Vertrag von Vorstand Oliver Liebermann verlängert, Willis Towers Watson befördert Investment-Experte Tobias Bockholt, und Check24 hat einen neuen Geschäftsführer.












