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Schellack: Ohne Social Media geht es nicht

Die Maklerbranche sucht händeringend nach Nachwuchs. Um den zu gewinnen, müssen die Gesellschaften moderner werden, sagte Julie Schellack vom Makler Martens & Prahl bei der Vermittlermesse DKM. Nur so könnten die Unternehmen im Kampf um Talente gegen andere Branchen bestehen. Große Bedeutung misst die Juristin der Personalgewinnung über soziale Netzwerke bei, die sich bei Martens & Prahl bereits als erfolgreich erwiesen habe.

Haukje: Rückversicherer lassen auf sich warten

Die Abhängigkeit der Erstversicherer, Kunden und Makler von den Rückversicherern ist in diesem Jahr so deutlich wie nie zuvor, findet Thomas Haukje, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler. Die Gewerbe- und Industrieversicherungsmakler und ihre Kunden stellt das vor große Herausforderungen, berichtete er auf der Finanzmesse DKM. Viele Erstversicherer könnten noch keine Angebote abgeben, weil ihr eigener Rückversicherungsschutz noch nicht stehe. Auch beim Thema ESG wird immer deutlicher, dass die Rückversicherer das Zünglein an der Waage sind.

Oliver Pradetto verlässt Blau Direkt-Geschäftsführung

 Leute – Aktuelle Personalien  Nach über 20 Jahren ist Schluss: Oliver Pradetto wird nicht länger die Geschäfte von Blau Direkt leiten. Seine bisherigen Aufgaben wird das restliche Management übernehmen. Gänzlich verlassen wird Pradetto den Maklerpool jedoch nicht. Streng genommen wechselt er nur vom operativen ins strategische Geschäft. Außerdem: Softfair nimmt einen Wechsel in der Führungsriege vor.

Bildergalerie: Die DKM 2022

Die Westfalenhallen in Dortmund sind in diesem Jahr wieder Austragungsstätte der Vermittlermesse DKM. Erstmals nach Ausbruch der Pandemie findet die Veranstaltung pünktlich zur 25. Auflage wieder rein in Präsenz statt: Popcorn-Stände, Autos, verkleidete Menschen – es scheint alles wie immer zu sein, von der Pandemie keine Spur. Eindrücke von der DKM finden Sie in unserer Bildergalerie.

Provisionsrichtwert lässt BDVM kalt

Der Maklerverband BDVM blickt der Einführung des zuletzt diskutierten Provisionsrichtwertes gelassen entgegen, betonte Vorstand Hans-Georg Jenssen (Bild) auf der Finanzmesse DKM. Michael Heinz, Präsident des Vermittlerverbands BVK, der jahrelang gegen Provisionsbegrenzungen wetterte, zeigte angesichts der immer noch vorhandenen schwarzen Schafe Verständnis, dass die BaFin das Thema weiterverfolgt. Das wahre Übel seien aber Versicherer, die überhöhte Provisionen immer noch zulassen. Jenssen und Heinz eint die Sorge vor den Plänen der EU, Versicherungsvertrieb gegen Provision vollständig abzuschaffen.

ESG-Beratung: Check24 sticht Vermittler aus

Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Gesellschaft fast allgegenwärtig. In einem Bereich allerdings ist es auffällig abwesend: bei der Beratung zu Versicherungen. Das zeigt eine Studie des Beraters EY. Fast 80 Prozent der Vermittlerinnen und Vermittler fragen nicht wie vorgeschrieben die Nachhaltigkeitspräferenzen ihrer Kunden ab. Das ist nicht nur schlecht, weil es gegen die IDD verstößt, sondern auch weil das Vergleichsportal Check24 es deutlich besser macht. Die Schuld dafür liegt aber auch bei den Versicherern.

MRH Trowe kauft in Norddeutschland

Der Bremer Versicherungsmakler Meyer & Löffler gehört künftig zur MRH Trowe-Gruppe. Die Frankfurter übernehmen zum Jahresanfang 2023 alle Anteile an dem Unternehmen. Im Zuge dessen kommt es zu personellen Veränderungen in der Führung. Es ist die zweite Transaktion in Norddeutschland innerhalb kurzer Zeit. Die Industrieexpertise des Neuzugangs will sich MRH Trowe für weiteres Wachstum in der Region zunutze machen.

Aon: Kunden differenziert betrachten

Trotz ihres Drängens auf Preissteigerungen sollten die Rückversicherer nicht aufhören, ihre Kunden individuell zu betrachten, forderte Jan-Oliver Thofern vom Makler Aon beim Rückversicherertreffen in Baden-Baden. Das sei bislang so gewesen, und es gebe keinen Grund, das zu ändern. Die Kunden müssten sich hingegen darauf vorbereiten, den Rückversicherern nachvollziehbar zu erklären, wie sie in ihren Portfolien mit der Inflation umgehen. Sonst werden sie Nachteile haben, sagte Thofern.

Nicht vor dem Cyberrisiko zurückschrecken

Die Lage auf dem Cybermarkt ist angespannt, viele Versicherer und Rückversicherer halten sich angesichts großer Kumulrisiken derzeit stark zurück. Thierry Derez, Chef des französischen Versicherers Covéa, warnte die Branche beim Auftakt des Rückversicherertreffens in Baden-Baden davor, sich des Risikos nicht in ausreichendem Maße anzunehmen. Außer in der Cyberversicherung gibt es zumindest für europäische Erstversicherer keine Kapazitätsengpässe, glaubt der Rückversicherungsmakler Guy Carpenter.

Gallagher Re will rasch wachsen

 Exklusiv  Der Rückversicherungsmakler Gallagher Re, seit der Fusion mit Willis Re im Jahr 2021 auch in Deutschland aktiv, will schnell wachsen und den Marktanteil deutlich ausbauen. Dirk Spenner, Chef der Region Europa Nordost, erwartet in Baden-Baden viele Diskussionen über Preise für Katastrophendeckungen und Kapazitäten sowie über die Inflation.

Neuer Maklerkonsolidierer holt Schliephake und Nagel

 Leute – Aktuelle Personalien  Der von Bain Capital, Great-West Lifeco und dem Pool-Spezialisten JDC auf die Beine gestellte Aufkäufer von Industrie- und Gewerbemaklern hat jetzt einen Namen und einen Chef: Die Gesellschaft heißt Summitas und wird ab Dezember von Michael Schliephake geleitet, zuvor Chef des Maklervertriebs Sach bei der Allianz Deutschland. Als Vorsitzender des Beirats fungiert Marcus Nagel, der bis 2018 Chef der Zurich Deutschland war und jetzt Berater bei Bain Capital ist. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Mobilversichert, der Süddeutschen Kranken, der Baloise und dem Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Zurich im Visier der US-Behörden

Der Schweizer Versicherer Zurich ist in den USA ins Visier der Behörden geraten. Sie werfen dem Versicherer vor, reichen Amerikanern über den Verkauf von Lebensversicherungen bei der Steuerhinterziehung zu helfen. Der Finanzausschuss des US-Senats hat deswegen eine Untersuchung wegen möglichen Steuermissbrauchs eingeleitet. Insgesamt könnte es um 14 Mrd. Dollar gehen.

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