Der Rückversicherer Scor hat nach einem sehr schwachen Geschäftsjahr 2024 im Jahr 2025 wieder höhere Gewinne verbuchen können. Rückgänge gab es allerdings bei den Prämieneinnahmen. Chef Thierry Léger blickt dennoch positiv in die Zukunft seines Unternehmens. Bei der Vorstellung der Quartalszahlen berichtete er von Erfolgen bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz. Mitarbeitende von Scor müssten aber keine Angst haben, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, versprach er.
Nachrichten
Versicherer nehmen Klima-Risiken ernster
Versicherer weltweit machen sich zunehmend Sorgen über physische Risiken wie Naturgefahren. Um den Herausforderungen durch steigende Klimaschäden zu begegnen, reicht es nicht mehr aus, sich auf bewährte Risikomodelle zu verlassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des MSCI Institute. Angesichts dieser Entwicklung beziehen Versicherer bereits mehr Datenquellen in ihre Risikoprüfung ein und passen ihre Zeichnungskriterien sowie Deckungsbedingungen an.
Allianz Commercial: „Iran-Krieg könnte ein Black-Swan-Szenario auslösen“
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran könnte weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft haben und sich zu einem sogenannten Black-Swan-Szenario ausweiten, also einem seltenen und überraschenden Ereignis mit extremen Folgen, sagte Michael Bruch, Global Head of Risk Consulting Advisory Services beim Industrieversicherer Allianz Commercial, im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor. Dafür müsste etwa die Straße von Hormus für einen längeren Zeitraum geschlossen bleiben, was einen globalen Energiepreisschock auslösen könnte.
Greco sieht die Zukunft in der Spezialversicherung
Mit der Übernahme des britischen Spezialversicherers Beazley verbindet Zurich-Chef Mario Greco große Erwartungen. Er sieht vor allem in der Spezialversicherung Potenzial, wie er auf einer Veranstaltung für Investoren und Analysten sagte. Greco ist überzeugt, dass sein Unternehmen alle Ziele für die Jahre 2026 und 2027 übertreffen wird. Trotz der allgemeinen Zufriedenheit zeichnen sich auch Herausforderungen für die beiden Unternehmen ab.
Privatversicherte sorgen für 20 Prozent des Umsatzes in den Praxen
Zahnärzte und niedergelassene Ärzte profitieren am meisten von den höheren Honoraren für die Behandlung von Privatversicherten. Mit ihnen machen sie mehr als 20 Prozent ihres Umsatzes – obwohl die Kundinnen und Kunden der privaten Krankenversicherer (PKV) nur einen Bevölkerungsanteil von gut 10 Prozent haben. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV zum sogenannten Mehrumsatz hervor. Er belief sich 2024 auf 15,5 Mrd. Euro.
Pensionsverpflichtungen ausfinanzieren?
Es ist eine Zwickmühle: Steckt ein Unternehmen sein Kapital lieber in das operative Geschäft oder sollte sich die Firma zunächst um die Ausfinanzierung ihrer Pensionsverpflichtungen kümmern? Die Frankfurt School of Finance & Management hat zusammen mit dem Vermögensverwalter Fidelity diesen Zielkonflikt untersucht. Für besonders wachstumsstarke Firmen liefert die Studie einen eindeutigen Ratschlag.
S&P: Rückversicherer können Belastungen durch Iran-Krieg schultern
Das Ausmaß der Schäden infolge des Iran-Kriegs auf die Rückversicherer und die Auswirkungen auf die Branche lassen sich aufgrund der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen noch nicht abschätzen, schreibt S&P in einem aktuellen Bericht. Die Stabilität des Sektors und seine Kreditqualität sieht die Ratingagentur wegen der starken Kapitalausstattung jedoch nicht gefährdet.
IRRD: „Das ist ein großer Aufwand“
Die EU will mit der Insurance Recovery and Resolution Directive (IRRD) einen einheitlichen Rahmen für die Sanierung und Abwicklung von Versicherern schaffen. Auf die betroffenen Gesellschaften kommt ein großer Aufwand zu, auch kleinere Spezialversicherer könnten betroffen sein, warnen Frank Püttgen und Gunars Urdze von KPMG Law im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Neuigkeiten gibt es zu dem Sicherungsfonds für Schaden- und Unfallversicherer, den die BaFin ins Gespräch gebracht hatte.
DBRS Morningstar: Iran-Krieg erhöht Volatilität im globalen Versicherungsmarkt
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und die militärischen Reaktionen des Landes in der gesamten Golfregion beeinträchtigen nicht nur die Luft- und Schifffahrt, sondern erhöhen auch das Risiko von Schäden in der Sachversicherung sowie von Betriebsunterbrechungen, schreibt die Ratingagentur DBRS Morningstar in einem aktuellen Bericht. Für die Versicherer besteht das Risiko eines Kumulschadens, weil mehrere Sparten gleichzeitig betroffen sein könnten.














