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Flexibilität ja, Vier-Tage-Woche nein
Exklusiv Während die Vier-Tage-Woche in Belgien seit Kurzem Realität ist und auch Unternehmen weltweit dieses Arbeitsmodell nutzen oder zumindest erproben, scheint es in der deutschen Versicherungsbranche noch keinen großen Anklang zu finden. Der Versicherungsmonitor hat sich bei Versicherern, Maklern und Insurtechs umgehört, was sie von der Idee halten. Das Ergebnis: flexible Arbeitszeiten ja, Vier-Tage-Woche nein.
VHV: Weniger Bauschäden, höhere Beträge
Die Hannoveraner VHV meldet einen Rückgang der Schadenmeldungen in der Bauversicherung. Gleichzeitig sei eine Tendenz zu höheren Durchschnittschäden zu beobachten, heißt es im aktuellen Bauschadenbericht im Auftrag der Gesellschaft. Eine funktionierende Kommunikation wird demnach immer wichtiger, damit vermeidbare Probleme bei einem Bauvorhaben umschifft werden können.
„Extrem abhängig von internationalen Versicherern“
Exklusiv Irlands Versicherungsmarkt steckt seit Jahren in einer Krise. Gerade in der Kfz- und in der betrieblichen Haftpflichtversicherung gibt es große Probleme. Die Prämien sind lange enorm gestiegen, viele Privatpersonen und kleine Betriebe können sich keine Deckungen mehr leisten. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht der Vize-Finanzminister Seán Fleming über die Reformpläne der Regierung, fehlenden Wettbewerb und seine Hoffnung auf Versicherer aus dem Ausland.
Mailo ist wieder auf Kurs
Der 2019 gestartete Gewerbeversicherer Mailo hat die Corona-Pandemie hinter sich gelassen. Nach Ausbruch der Krise hatten die Kölner mit hohen Schäden und einer Nachfrage-Flaute zu kämpfen. Davon ist ein Jahr später keine Spur mehr zu sehen. Wie der Solvenzbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr offenbart, ist das Unternehmen kräftig gewachsen – nicht nur im Versicherungsgeschäft. Für das erste Quartal dieses Jahres meldet Mailo einen personellen Weggang: Chief Business Development Officer Florian Knörrich hat das Unternehmen verlassen.
PKV warnt vor Hamburger Modell
Die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg will zum 1. Januar 2023 das sogenannte Hamburger Modell einführen. Es wäre das sechste Bundesland, in dem Beamtinnen und Beamte bei einer Absicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung einen Zuschuss vom Dienstherren erhalten. Den privaten Krankenversicherern, bei denen Beamte einen großen Teil der Klientel ausmachen, gefällt der Vorstoß nicht. Sie warnen vor den negativen Folgen für die Beamten und die Steuerzahler.
VGH ohne „Bernd“- aber mit hohen Feuerschäden
Zwei dramatische Brände in Industrieanlagen haben den Hannoveraner Versicherer VGH im vergangenen Jahr Millionen gekostet. Dagegen blieb die Gesellschaft, die aus dem Lager der öffentlichen Versicherer stammt, von Naturkatastrophenschäden durch „Bernd“ weitgehend verschont. Chef Ulrich Knemeyer sieht in allen Geschäftsbereichen noch Luft nach oben, glaubt aber, dass sein Unternehmen für die aktuellen Krisen gut aufgestellt ist.
Südvers: Mehr Risikotransparenz gefordert
Firmenkunden müssen künftig noch transparenter über ihre Risikosituation informieren, um ihren Versicherungsbedarf zu decken. Andernfalls droht ihnen im schlimmsten Fall, dass sie leer ausgehen. Das schreibt der Versicherungsmakler Südvers in seinem aktuellen Marktreport. Hintergrund sind die vielfältigen Herausforderungen wie die gestiegene Unsicherheit infolge des Kriegs in der Ukraine. Die Versicherer müssen umgekehrt aber auch die Anstrengungen der Unternehmen bei Prävention oder Krisenmanagement honorieren, fordert Südvers.
Ottonova: Vertriebe treiben Geschäft und Kosten
Der digitale Krankenversicherer Ottonova konnte im vergangenen Jahr die Prämieneinnahmen deutlich erhöhen. Auch die Aufwendungen für Versicherungsfälle sind stark gestiegen. Der versicherungstechnische Verlust hat sich verringert, wie der Solvenzbericht des Unternehmens zeigt. Über die aktuelle Zahl der Versicherten schweigt sich Ottonova weiter aus. Unternehmenschef Roman Rittweger weiß die Zusammenarbeit mit Maklern und Vertrieben inzwischen zu schätzen.
Cyberversicherer müssen Kriegsklauseln überarbeiten
Klassische Kriegsklauseln in Cyberpolicen, die nur auf traditionelle Kriegsführung abstellen, haben sich überlebt. Staatlich unterstützte Hackerangriffe nehmen immer mehr zu. Nicht immer werden sie wie im Fall des Ukraine-Kriegs von Waffengewalt begleitet. Die Cyberversicherer müssen sich an diese neue Realität anpassen, hieß es auf einer Veranstaltung der Lloyd’s Market Association. Über das Ziel hinausschießen sollten die Anbieter aber auch nicht.
Allianz baut Konzern-Kommunikation um
Leute – Aktuelle Personalien Der Allianz-Konzern baut seinen Kommunikationsbereich um und holt dafür auch neue Leute an Bord: Florian Amberg kommt von der Munich Re, Eike Kraft von Roland Berger. Außerdem: Die Saarland Versicherungen haben einen neuen Generalbevollmächtigten, und Andrzej Klesyk, ehemaliger Chef des polnischen Versicherers PZU, ist neuer Verwaltungsratschef des griechischen Versicherers Ethniki Hellenic General Insurance Company.
Allianz dampft Software-Tochter Syncier ein
Exklusiv Die Allianz gibt den Plan auf, ein globaler Anbieter von Versicherungs-Software zu werden. Die Softwaretochter Syncier wird ihr Angebot für Drittkunden reduzieren, bestätigte ein Konzernsprecher. Tatsächlich bietet der Konzern die hauseigene Software ABS neuen Kunden überhaupt nicht mehr an, erfuhr der Versicherungsmonitor. Der Vorstoß in den Markt mit Standard-Programmen für Versicherer ist gefloppt.










