Nachrichten rss

Berenberg: Unwetter kostet 2 bis 3 Mrd. Euro

Die Investmentbank Berenberg wagt eine erste Schätzung, was die Verwüstungen durch den Sturm „Bernd“ die Versicherer kosten. Der versicherte Gesamtschaden liegt demnach bei 2 bis 3 Mrd. Euro, auf Deutschland entfallen 1 bis 2 Mrd. Euro. Die Analysten sehen vor allem die Allianz stark betroffen. Die Ratingagenturen Fitch und Standard & Poor’s überbieten sich derweil mit düsteren Prognosen zu den Gesamtschäden des Jahres 2021.

Zusatzpolice am liebsten bei der Krankenkasse

Während das Geschäft mit privaten Krankenvollversicherungen seit geraumer Zeit stagniert, liefern Krankenzusatzdeckungen die nötigen Wachstumsimpulse. Das liegt auch daran, dass die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung nicht alles abdecken, was sich Patienten wünschen, etwa im Zahnbereich. Eine neue Studie zeigt, dass das Interesse der gesetzlich Versicherten an Zusatzdeckungen der privaten Krankenversicherung besonders hoch ist, die von ihrer Krankenkasse angeboten werden. Die Abschlussbereitschaft beim Versicherer oder Makler ist deutlich geringer.

„Bernd“ trifft die Versicherer doppelt

Der Sturm „Bernd“, der heftige Flutschäden in Teilen Deutschlands verursacht hat, trifft die Versicherer doppelt: Sie müssen nicht nur für die Schäden der Versicherungsnehmer aufkommen, sondern auch für die im eigenen Haus. Mehrere Gesellschaften berichten von Schadenfällen in Agenturen, die sich in betroffenen Gebieten befinden. Das Ausmaß der Schäden ist noch unklar. Die Hauptstandorte der befragten Versicherer blieben größtenteils von Überschwemmungen verschont.

Schweinepest erreicht deutsche Bauernhöfe

Für deutsche Schweinebauern steht die Gefahr für eine Quarantäne ins Haus: Die Afrikanische Schweinepest hat die ersten Hausschweine in Brandenburg befallen. Für Bauern mit Schweinen in den betroffenen Gebieten bedeutet das, dass sie ihre Höfe nicht verlassen dürfen – auch wenn ihre Tiere nicht infiziert sind. Versicherungsschutz für die daraus resultierenden Ertragsausfälle gibt es, allerdings haben weniger als die Hälfte der Betriebe eine solche Police. Experten erwarten, dass die Afrikanische Schweinepest Deutschland noch lange beschäftigen wird.

Merkel gegen verpflichtende Elementarversicherung

Sturm „Bernd“, der in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und inzwischen auch in weiteren Bundesländern hohe Flutschäden verursacht und mindestens 159 Menschenleben gekostet hat, löst eine erneute Debatte um eine verpflichtende Elementarschadensversicherung für Hausbesitzer aus. Während sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Blick auf unverhältnismäßig hohe Prämien gegen eine solche Lösung ausspricht, wollen die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und weitere Politiker das Vorhaben vorantreiben.

Durationslücke schreckt BaFin nicht

Es ist nicht leicht für Versicherer, Investments zu finden, die zeitlich genau zu ihren versicherungstechnischen Verpflichtungen passen. Deshalb lassen auch 29 der 30 größten deutschen Lebensversicherer Inkongruenzen wie einen Duration Gap zu, eine Lücke zwischen Laufzeit der Anlagen und Dauer der Verpflichtungen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Finanzaufsicht BaFin. Trotzdem scheint die Behörde nicht unzufrieden mit dem Aktiv-Passiv-Management der Lebensversicherer zu sein. Bei den Nachhaltigkeitsrisiken gibt es allerdings noch Nachholbedarf.

Sturm „Bernd“ trifft Industrieversicherer

Die Schäden durch den Sturm „Bernd“, der in dieser Woche in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wütete, sind immer noch schwer abschätzbar. Das Unwetter wird aber auf jeden Fall für deutliche Schäden in der Industrieversicherung sorgen. Bei den Anbietern laufen ständig neue Schadenmeldungen ein. Die Schadenregulierung wird jedoch eine Herausforderung: Teilweise besteht wegen unterbrochener Kommunikationsnetze kein Kontakt zu den Kunden oder sie sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Wann folgt auf Xempus-Chef Bockelmann

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Gründer und langjährige Chef des Technologieanbieters für betriebliche Vorsorge Xempus, ehemals XbAV, macht Platz für einen Nachfolger: Ab August übernimmt Tobias Wann (Bild). Der bisherige Chef Martin Bockelmann will sich künftig auf die Strategie konzentrieren und wechselt in den Aufsichtsrat. Außerdem: Der Großmakler Aon regelt die Nachfolge für EMEA-Chef John Cullen und der Vermögensverwalter des Rückversicherers Munich Re hat Katja Lammert zur Geschäftsführerin ernannt.

Kreditversicherer auch ohne Schutzschirm stark

Im Juni sind die staatlichen Schutzschirme für Kreditversicherer in Deutschland und anderen Ländern wie den Niederlanden und Großbritannien ausgelaufen. Frankreich, Portugal und Polen folgen Ende des Jahres. Sie sollten die Anbieter vor hohen Schäden durch die Corona-Pandemie schützen, damit die ihre Deckungen nicht drastisch kürzen. Die Kreditversicherer werden ohne staatliche Garantie gut klarkommen, glaubt die Ratingagentur A.M. Best – auch dann, wenn die Insolvenzzahlen ansteigen sollten.

Nachhaltigkeit: Kein Freifahrtschein für Preisanstiege

Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in Sachen Nachhaltigkeit hohe Ansprüche an Versicherer. Zu dem Fazit kommt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Bearingpoint. Mit bestimmten Themen können Versicherer besonders punkten. Wichtig ist der Kundschaft: Nachhaltigkeit ist kein Freifahrtschein, einfach die Preise erhöhen zu können.

DAX-Pensionen stabil finanziert

Die DAX-Unternehmen stehen bei der Finanzierung ihrer Pensionsverpflichtungen so gut da wie schon seit langem nicht mehr. Das zeigt ein Bericht von Willis Towers Watson. Bestehende und künftige Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersvorsorge sind demnach zu 71,9 Prozent ausfinanziert. Das liegt vor allem an der guten Entwicklung an den Aktienmärkten, nachdem es dort zu Beginn des vergangenen Jahres einen Einbruch gegeben hatte.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner