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Heinz: „Asmussen begeht einen Systemwechsel“

 Exklusiv  Michael Heinz, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute, warnt vor einer Änderung in der Haltung der Versicherer zu Vermittlern. Anlass ist ein Statement von GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen, in dem der von einem digital vertriebenen Riester-Standardprodukt spricht. Inzwischen hat Asmussen die Äußerung ergänzt. Aber im Interview mit dem Versicherungsmonitor hält Heinz an seiner Ansicht fest und berichtet, dass er 20 Versicherer um klare Stellungnahmen gebeten hat.

Allianz und Volvo mit neuer E-Auto-Police

Käufer des vollelektrischen Volvo XC40 Recharge Pure Electric erhalten ohne zusätzliche Kosten für drei Jahre eine Kfz-Haftpflicht- sowie Vollkaskoversicherung der Allianz. Voraussetzung ist, dass sie ihr neues Fahrzeug über die Internetseite des schwedischen Autoherstellers im Rahmen eines Barkaufs erwerben. Das Angebot ist ein weiterer Bestandteil der seit 2016 bestehenden Kooperation zwischen dem Münchener Versicherer und der Volvo-Deutschlandtochter, aus der bereits die Deckungen „Volvo Schwedenkasko“ und „Volvo Schwedenversicherung“ hervorgegangen waren.

Naturkatastrophenschäden 2020 geringer als erwartet

Die deutschen Versicherer waren vergangenes Jahr kaum durch Naturkatastrophen belastet, wie aus der aktuellen Naturgefahrenbilanz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft hervorgeht. So mussten die Gesellschaften im Jahr 2020 für Schäden durch Sturm, Hagel und weitere Naturgefahren rund 1,95 Mrd. Euro zahlen. Das liegt unter dem vorläufigen Schätzwert aus dem vergangenen Jahr wie auch dem langjährigen Durchschnitt. Am stärksten getroffen hat es 2020 das Saarland.

Grenze des Wachstums doch nicht erreicht

Die deutschen Schaden- und Unfallversicherer sind bislang deutlich besser durch die Pandemie gekommen als noch vor einem Jahr erwartet – und das sowohl auf der Prämien- als auch auf der Ertragsseite. Sie hätten sich schnell auf die veränderte Situation etwa im Vertrieb eingestellt und profitierten von einem günstigeren Schadenverlauf in vielen Bereichen, erklärt die Ratingagentur Assekurata in ihrem neuen Marktausblick. Im laufenden Jahr wird das Prämienwachstum noch zulegen, prognostizieren die Analysten. In der Kfz-Versicherung erwarten sie sinkende Beiträge für die Kunden.

Massup makelt nicht mehr

Das Insurtech Massup zieht sich in Deutschland aus dem Maklergeschäft zurück. Die Gesellschaft, die für den Vertrieb von Versicherungen zuständig war, wurde aufgelöst. Der Schritt ist auf den jüngsten Personalweggang und die fehlende Nachfrage zurückzuführen. Mitgründer Fabian Fischer bedauert die Liquidation nicht. Er will sich mit Unterstützung eines starken Partners auf die weitere Internationalisierung konzentrieren und das White Label-Geschäft ausbauen.

Den Vertrieb bei neuen Services mitnehmen

Um mit zusätzlichen Gesundheitsservices punkten zu können, müssen Berufsunfähigkeitsversicherer besser über das Angebot informieren – nicht nur die Kunden, sondern auch den eigenen Vertrieb. Das zeigt eine Umfrage von Assekurata Solutions. Danach können solche Dienstleistungen bei der Auswahl des Anbieters eine Rolle spielen, denn die Versicherten wünschen sich die Information bereits beim Beratungsgespräch. Zudem ist es für Vertreter und Makler hilfreich, Kunden bei gesundheitsbezogenen Fragen gezielt durchs Unternehmen leiten zu können.

Euler Hermes baut den Vorstand um

 Leute – Aktuelle Personalien  Beim Kreditversicherer Euler Hermes dreht sich das Personalkarussell kräftig. Anil Berry (Bild) und Fabrice Desnos werden neue Vorstände auf Gruppenebene, die Vorgänger Michele Pignotti und Frédéric Bizière wechseln auf andere Positionen im Allianz-Konzern. Der Schritt macht weitere personelle Veränderungen auf regionaler Ebene notwendig. Außerdem: Das Insurtech Massup verliert seinen operativen Chef, die Schweizer Mobiliar muss einen neuen Verwaltungsratspräsidenten suchen, der Bermuda-Versicherer Sompo hat einen neuen Chef gefunden, und Talanx einen neuen Leiter für Investor Relations.

Ärger im GDV wegen Riester

GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen wusste, was er tat. In einer Pressemitteilung zum 20. Jahrestag der Verabschiedung des Gesetzes für die Riester-Rente brachte Asmussen ein „einfaches, digital vertriebenes und kostengünstiges Standardprodukt“ ins Spiel. Die Vertriebschefs mehrerer Versicherer, die vor allem über Makler und Vertreter verkaufen, finden das erwartungsgemäß nicht gut. Sie haben sich beim Verband beschwert. Gegenüber dem Versicherungsmonitor hat Asmussen sein Statement am Pfingstmontag leicht modifiziert.

Plattformen zwingen PKV zur Kooperation

Die privaten Krankenversicherer (PKV) können sich nur dann mit einer breiten Palette von Angeboten als Gesundheitspartner ihrer Kunden positionieren, wenn sie auf Kooperation setzen. Das gilt besonders für den Aufbau von Plattformen, sagte Axa-Vorstand Thilo Schumacher bei einer Veranstaltung des IT-Dienstleisters Adesso. Seine Vorstellung: Konkurrenz beim Wettbewerb um Kunden, Partnerschaft bei der Versorgung der Versicherten. Abschottung macht auch im Verhältnis zu den Tech-Giganten wie Amazon keinen Sinn, findet der Geschäftsführer des PKV-Verbandes Christian Hälker.

Widerstand gegen Gallagher-Deal

Im EU-Parlament regt sich Widerstand gegen die Genehmigung der Fusion von Aon und Willis nach dem Verkauf von Willis-Töchtern an den US-Makler Gallagher. Der einflussreiche EU-Abgeordnete Markus Ferber (CSU) verlangt von der Kommission, die Fusion nur zu genehmigen, wenn europäische Unternehmen bei der Übernahme von Willis-Teilen zum Zuge kommen. Ferber glaubt, dass auch EU-Firmen Interesse hätten – aber niemand sie bislang gefragt hat.

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