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Allianz plant 25 Impfstraßen

 Exklusiv   Die Impfkampagne der Bundesregierung hat viel Kritik auf sich gezogen. Zuerst gab es zu wenig Impfstoff und nun geht das Impfen nicht schnell genug. Versicherer und andere Unternehmen wollen jetzt ihre Belegschaft selbst impfen, um die öffentlichen Impfzentren zu entlasten. Der Versicherungsmonitor hat bei Allianz, Versicherungskammer Bayern, Provinzial, Zurich, Marsh, Aon und MRH Trowe nachgefragt, wie ihre Pläne aussehen und welche Schwierigkeiten es gibt. Die Allianz plant bis zu 25 Impfstraßen für ihre Mitarbeiter in Deutschland.

Grüne fordern Bürgerrente

Der Rentenexperte der Grünen im Bundestag hat einen umfassenden Antrag zur Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung vorgelegt. Markus Kurth macht sich für eine Ausweitung der Versicherungspflicht auf alle Erwerbstätigen stark, im ersten Schritt sollen alle Selbstständigen eintreten. Eine Reihe von Maßnahmen, darunter bessere Löhne für Frauen, soll die Finanzierung stärken. Der kapitalgedeckten Vorsorge stellen die Grünen ein enttäuschendes Zeugnis aus. Ähnlich wie die Sozialdemokraten wollen sie eine zusätzliche freiwillige Vorsorge für Pflichtversicherte im gesetzlichen System ermöglichen.

Conduit Re: „Der Markt könnte sich weiter verhärten“

 Exklusiv  Der Bermuda-Rückversicherer Conduit Re ist im vergangenen Jahr an den Start gegangen, um von den steigenden Prämien im Rückversicherungsmarkt zu profitieren. Aus dem Stand hat das Start-up über 1 Mrd. Dollar bei seinem Börsengang in London für dieses Vorhaben eingesammelt. Im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor zeigen sich die beiden Gründer Neil Eckert und Trevor Carvey sehr zufrieden mit der ersten Erneuerungsrunde des Unternehmens. Sie erklären, wie es mit den Preisen weitergeht, um welche Sparten sie einen Bogen machen und wo sie ihre Stärken sehen.

Bäte verdient mehr, Allianz ist optimistisch

Der Allianz-Konzern hat die Geschäftsberichte für das Jahr 2020 vorgelegt. Daraus geht unter anderem hervor, dass sich das Grundgehalt von Konzernchef Oliver Bäte um 12 Prozent auf 1,91 Mio. Euro erhöht – bei Erreichen seiner Zielvorgaben können daraus 6,37 Mio. Euro werden. In dem Bericht erläutert der Konzern auch seine Erwartungen an die Wirtschaft und die Versicherungsbranche im Jahr 2021. Dabei zeigt er sich für die Branche optimistisch.

Insurtech Hippo geht an die Börse

Lemonade, Root, Metromile, Oscar, jetzt Hippo. Die Liste der Börsengänge von US-Insurtechs wird immer länger. Der mit 5 Mrd. Dollar bewertete Gebäudeversicherer wählt für den Sprung aufs Parkett wie derzeit viele Start-ups keine klassische Aktienemission, sondern will mit einem bereits börsengelisteten Firmenmantel, einem sogenannten SPAC, fusionieren. Hippo war als Assekuradeur gestartet, hat im vergangenen Jahr aber seinen Versicherungspartner Spinnaker gekauft.

Signorelli wird Industriechefin bei Zurich

 Leute – Aktuelle Personalien  Sierra Signorelli ist neue Chief Executive Officer Commercial Insurance und Mitglied der Geschäftsleitung beim Schweizer Versicherer Zurich. Sie folgt auf James Shea, der das Unternehmen verlässt. Außerdem bekommt der Direktversicherer Verti mit Alfredo Castelo einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Gewerbe- und Industrieversicherer Chubb hat einen neuen Leiter für das Feuer-Industriegeschäft in Deutschland und Österreich. Personelle Veränderungen gibt es auch beim Insurtech Friendsurance, beim britischen Start-up Tractable und bei Liberty Specialty Markets.

Verhaltenes Interesse an PKV-Sonderöffnung

Die privaten Krankenversicherer (PKV) wollen Beamten, die Vorerkrankungen oder eine Behinderung haben, den Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung schmackhaft machen. Die Branche reagiert damit auf das Hamburger Modell. Die Sonderöffnungs-Aktion, die ihnen erleichterte Bedingungen einräumt, läuft Ende März aus. Das Beispiel des Marktführers Debeka zeigt, dass es zwar Interesse an dem Angebot gibt, allerdings nicht den großen Run.

Greensill wird teuer

Investoren, Banken und Versicherer dürften hohe Summen durch den Greensill-Skandal verlieren. Zwar haben die Versicherer in einem der beiden Programme ihre Verträge zur Absicherung von Krediten zum 1. März 2021 gekündigt – aber es dürfte schon in den Monaten zuvor große Schäden gegeben haben. Neben einem von Tokio Marine geführten australischen Konsortium gibt es ein europäisches Konsortium, an dem große Adressen beteiligt sein sollen. Auch Banken stehen im Feuer, vor allem die Credit Suisse. Das könnte Auswirkungen auf D&O-Versicherer haben.

Versicherungspflicht mit Fragezeichen

Die vom Versichererverband GDV befürwortete staatlich gestützte Pandemiedeckung muss eine Pflichtversicherung sein. Darin waren sich der Hauptgeschäftsführer des Verbands Jörg Asmussen und der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler Gert Wagner in einer Diskussionsveranstaltung des GDV einig. Ob sich vorbeugende Maßnahmen in einer niedrigeren Prämie niederschlagen sollen, ist aber offen. Wagner kritisierte die ablehnende Haltung des Verbands bei einer verpflichtenden Elementarschadendeckung.

Aviva verkauft Italien-Geschäft an Allianz und CNP

Der britische Versicherer Aviva hat im Rahmen seines Konzernumbaus Käufer für sein Italien-Geschäft gefunden: Die Allianz, die Nummer drei im italienischen Markt, kauft für 330 Mio. Euro die Kfz-lastige Sachversicherungssparte, die französische CNP Assurances blättert 543 Mio. Euro für den Mehrheitsanteil am Lebengeschäft hin. Aviva will sich unter der neuen Chefin Amanda Blanc auf Großbritannien, Irland und Kanada konzentrieren. Die Allianz hat noch Chancen auf die polnische Aviva-Einheit, beim Verkauf von Avivas Frankreich-Sparte haben die Münchener den Kürzeren gezogen.

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