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Allianz Deutschland hat höchste Digitalkompetenz

Die Allianz Deutschland ist erneut als deutscher Versicherer mit der größten Digitalkompetenz ausgezeichnet worden. Der österreichische Unternehmensberater Finnoconsult hat gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen V.E.R.S Leipzig untersucht, wie es um die digitale Reife der Versicherer bestellt ist. Dabei konnten die Häuser mit ihren Websites punkten, offenbarten aber Lücken bei der Online-Schadenmeldung.

Pflichtlektüre mit Schwächen

Die Ratingagentur Assekurata sieht Verbesserungsbedarf bei den erstmals von Lebensversicherern veröffentlichten PAI-Berichten zu wesentlichen nachteiligen Auswirkungen der Kapitalanlage in Bezug auf bestimmte Nachhaltigkeitsindikatoren. Die Datenlage sei teils dünn, ein Vergleich der Veröffentlichungen schwierig, kritisieren die Analysten, die sich für mehr Standardisierung einsetzen. Trotz der Schwächen sollten sich die Vermittler mit den Berichten beschäftigen, empfiehlt Assekurata.

Posse um DEVK-Neubau geht in die nächste Runde

Die Posse um den geplanten Neubau der DEVK am Kölner Rheinufer ist um eine weitere Episode reicher. Der angeblich zwingend für das Personal benötigte Büroturm, der nach Angaben der Weltkulturorganisation Unesco den Status des Kölner Doms als Weltkulturerbe bedroht, wird nun doch nicht so dringend gebraucht. Der Vorstandsvorsitzende des Kölner Versicherers Gottfried Rüßmann sagte in einem Podcast des Kölner Stadt-Anzeigers, dass es sich bei den Bezugsplänen um Gerüchte handele.

Terminstress vor Weihnachten

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: erste Jahresabschlussgespräche der Versicherer, eine Eiopa-Konferenz zum Thema Sustainable Finance und das Jahresmediengespräch des GDV

2024 wird schwierig für Schaden- und Unfallversicherer

Die Ratingagentur Moody’s prognostiziert den Schaden- und Unfallversicherern ein schwieriges Jahr 2024. Die Gründe dafür sind die zwar abflauende, aber trotzdem hohe Inflation sowie mehr Schäden durch Naturkatastrophen. Außerdem müssen viele Erstversicherer wegen der Zurückhaltung der Rückversicherer mehr Risiken selbst tragen. In Deutschland verhindere derweil die starke Konkurrenz unter den Schaden- und Unfallversicherern notwendige Preiserhöhungen.

Bericht: Axa will Geschäftssegment in Europa loswerden

Der Axa-Konzern prüft laut Medienberichten den Verkauf des sogenannten Protection Business in Teilen Europas. Darunter fallen unter anderem Policen gegen Erwerbsminderung, schwere Krankheiten oder auch Restschuld. Axa wollte das nicht kommentieren. Unwahrscheinlich scheint es aber nicht, denn der Versicherer hat ein ähnliches Portfolio bereits in Großbritannien verkauft.

Oletzky: „Ich rate dazu, Insurtechs ernst zu nehmen“

Insurtechs sind nicht tot, meint Torsten Oletzky, ehemaliger Ergo-Chef und heute Professor an der Technischen Hochschule Köln. Sie sollten Lösungen für Kunden produzieren und nicht vor allem Stories für Investoren. Oletzky sprach beim jüngsten Breakfast Briefing, der Kurzkonferenz des Versicherungsmonitors. Dabei ging es auch um Wefox, die Rolle der BaFin bei Start-ups und die Probleme traditioneller Vertriebsformen, vor allem mit dem Nachwuchs. Oletzkys Vortrag inklusive der anschließenden Diskussion zeigen wir im Video.

Wie die Pflegeversicherung stabilisieren?

Die langfristige Finanzierung der Pflegeversicherung ist auch nach der jüngsten Erhöhung des Beitragssatzes nicht sichergestellt. Darin waren sich Vertreter aus Politik und Privatwirtschaft in einer Diskussion des DIA-Instituts einig. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink warb für die Herauslösung bestimmter Kosten, etwa für die Ausbildung der Pflegekräfte. Ihre CDU-Kollegin Simone Borchardt sprach sich dagegen für einen Systemwechsel aus. Florian Reuther vom PKV-Verband machte sich für mehr Eigenvorsorge stark.

Lebensversicherer gehen stabil ins neue Jahr

Die Ratingagentur Moody’s sieht die Lebensversicherer für das kommende Jahr gut aufgestellt. Sie hat die Sparte weltweit mit einem stabilen Ausblick versehen. Für die insgesamt entspanntere Lage sind vor allem die steigenden Zinsen ausschlaggebend. Dass die Aussichten nicht besser sind, liegt an der immer noch hohen Inflation. Sie lässt die Nachfrage nach Lebensversicherungen sinken. Je nachdem, wie stark Zinsen und Inflation steigen, könnte Moody’s die Prognose korrigieren.

Versicherungsvereine schwächeln leicht

Im vergangenen Jahr haben Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit in Europa bei den Prämieneinnahmen gegenüber dem Gesamtmarkt leicht verloren. Die Vereine und Genossenschaften legten um 1,4 Prozent zu, der Gesamtmarkt um 1,5 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des europäischen Verbandes der Versicherungsvereine Amice und seines internationalen Pendants Icmif. In den vergangenen zehn Jahren haben die Gegenseitigkeitsversicherer allerdings insgesamt deutlich besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt.

IAIS warnt vor Folgen des Klimawandels

Die internationale Vereinigung der Versicherungsaufseher (IAIS) sieht erhebliche klimabedingte Risiken für die Versicherungswirtschaft. Etwa ein Drittel der Investitionen der Versicherer sind laut der Vereinigung potenziell vom Klimawandel betroffen. Dies geht aus dem Global Insurance Market Report 2023 hervor, der auf den Daten der rund 60 größten internationalen Versicherungsgruppen und Aufsichtsbehörden basiert.

Swiss Re sorgt sich um schwere Gewitter

Schwere Gewitter haben in diesem Jahr so hohe Schäden verursacht wie niemals zuvor. Rund 60 Mrd. Dollar mussten Versicherer und Rückversicherer dafür zahlen, hat die Swiss Re berechnet. Ein Großteil davon entfällt auf die USA, in Europa war vor allem Italien (Bild) von kostspieligen Stürmen betroffen. Insgesamt gab es in diesem Jahr außergewöhnlich viele kleine bis mittelgroße Naturkatastrophen, die sich zusammen zu einer beachtlichen Schadensumme addierten.

Neuer Vorstand für HUK24

 Leute Aktuelle Personalien  Bei der HUK24 wird Daniel Schröder zum 1. Januar 2024 Vorstandsmitglied. Damit hat der Digitalversicherer intern einen Nachfolger für Detlef Frank gefunden, der in den Ruhestand geht. Schröder bleibt aber weiterhin Abteilungsleiter für Digitale Services der gesamten Gruppe. Außerdem: Die Baloise trennt die Positionen von Chief Sales Officer und Leiter Maklervertrieb und hat dafür einen Bereichsleiter ernannt.

GDV: Gesprengte Geldautomaten kosten 110 Mio. Euro

Der GDV hat erstmals erhoben, wie viel die Versicherer für die immer häufigeren Sprengungen von Geldautomaten zahlen müssen. Im vergangenen Jahr waren es 110 Mio. Euro, so der Versichererverband. Davon entfiel mit 80 Mio. Euro der größte Teil auf Gebäudeschäden, 30 Mio. Euro zahlten die Versicherer für das gestohlene Bargeld. Die Provinzial, als Sparkassen-Versicherer selbst stark betroffen, teilte auf Anfrage mit, dass sie bei Banken als Kunden umfangreiche Sicherheitsanforderungen stellt.

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