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Munich Re verkauft Admiral-Anteile

Der Rückversicherer Munich Re hat sich von einem großen Teil seiner Anteile an der britischen Admiral Group getrennt. Die Münchener waren bislang der größte Aktionär der in Cardiff in Wales ansässigen Gesellschaft. Den Verkauf begründete ein Sprecher mit dem Wertzuwachs der Beteiligung. An der Geschäftsbeziehung der Unternehmen ändere sich nichts. Munich Re nimmt seit langem einen sehr hohen Anteil des Admiral-Geschäfts in Rückdeckung.

Durchwachsener Ausblick für deutsche Versicherer

Die deutschen Schaden- und Unfallversicherer blicken angesichts der hohen Naturkatastrophen 2021, steigenden Schadenkosten und des ausgeprägten Wettbewerbs insbesondere im Bereich Kfz in eine schwierige Zukunft. Zu diesem Schluss kommen die Analysten von Moody’s, die den Ausblick der Branche auf negativ setzen. Die Lage der Lebensversicherer stuft die Ratingagentur dagegen tendenziell besser ein und setzt den Ausblick von negativ auf stabil.

Preiswerter, effizienter und besser als Amazon

Vergleichsportale und Direktversicherer spielen vor allem bei einfachen Policen wie der Kfz-Versicherung eine immer größere Rolle, gleichzeitig drängen neue Player wie Amazon in den Markt. Versicherungsmakler brauchen sich dennoch keine Sorgen zu machen, betonten die Teilnehmer der traditionellen „Elefantenrunde“ auf der Vermittlermesse DKM in Dortmund. Es sei noch nicht ausgemacht, dass Online-Giganten wie Amazon im Versicherungsmarkt Erfolg haben. Wenn Risikoträger, Vermittler und sogar externe Schadenbearbeiter an Bord geholt werden müssen, mache das entsprechende Angebote viel zu teuer.

Heinz: „Der schwierigste Part ist die SPD“ 

Michael Heinz gibt nicht auf. Der Präsident des Vermittlerverbands BVK hat noch Hoffnungen für die Riester-Rente, die vielen vor allem wegen des gesunkenen Höchstrechnungszinses und der gleichzeitig ausgebliebenen Reform als tot gilt. Mit Blick auf die neue Bundesregierung setzt Heinz allem auf die Verhandlungsgeschicke der FDP. Auch mit den Grünen seien noch verhältnismäßig gut pragmatische Diskussionen möglich, sagte er auf der Vermittlermesse DKM. Harsche Kritik äußerte er an der SPD – sie sei für sachliche Gespräche zu ideologisch geprägt.

Evergrandes Schulden bei Allianz und Co.

Es scheint so weit weg: Die drohende Pleite eines chinesischen Immobilienkonzerns, dessen Gläubiger hauptsächlich aus dem eigenen Land kommen. Doch trotzdem könnte eine Insolvenz von Evergrande weltweit Spuren hinterlassen. Neben Banken hat der Konzern auch bei internationalen Versicherern und Pensionsfonds Schulden – unter anderem bei der Allianz.

Grund: Pensionskassen unter Druck

Der von den Ampel-Parteien angekündigte öffentliche Vorsorgefonds ist in erster Linie eine Alternative zur Riesterrente, soll aber kleinen Unternehmen auch eine weitere Option für die betriebliche Altersversorgung bieten. Das sagte Grünen-Politiker Wolfgang Strengmann-Kuhn auf einer Digitalveranstaltung des Handelsblatts. Frank Schäffler vom Koalitionspartner in spe FDP machte sich für eine Lockerung der Beitragsgarantie stark und stellte eine reine Beitragszusage auch für tarifungebundene Unternehmen in Aussicht. Frank Grund (Foto) von der BaFin sieht unterdessen die Pensionskassen wegen der Niedrigzinsen weiter unter Druck.

Die Gewerbeversicherung – Everybody’s Darling

Gewerbeversicherungen stehen zunehmend im Fokus der Anbieter, sagt der Neu-Assekuradeur Finanzchef24. Gleichzeitig gebe es bei Kleinunternehmen eine große Nachfrage nach einfachen und verständlichen Policen, die online abschließbar sind, so Co-CEO Tobias Wenhart. Er sieht die Plattform als führend in diesem Segment an. Die Angebote von Amazon an seine Zielgruppe fürchtet er nicht – viele würden sich bewusst gegen eine weitere Abhängigkeit von dem Tech-Riesen entscheiden.

Mehr Lebensversicherer mit negativem Zinsergebnis

33 von 81 Lebensversicherern gelingt es nicht mehr, genug Rendite am Kapitalmarkt zu erzielen, um die Garantiezinsen gegenüber ihren Kunden zu decken. Insgesamt fehlten den Anbietern im vergangenen Jahr über 1 Mrd. Euro, hat der Versicherungsberater Zahl & Recht berechnet. Das sind 36 Prozent mehr als 2019, als erst 24 Gesellschaften ein negatives Zinsergebnis aufwiesen. Da die Anbieter Defizite beim Zinsergebnis mit dem Risikoergebnis ausgleichen können, macht sich die Finanzaufsicht BaFin keine Sorgen um die Erfüllbarkeit der Verpflichtungen der Anbieter.

Was hybrides Arbeiten für Führungskräfte bedeutet

 Exklusiv  Ralf Spahn ist seit rund 20 Jahren als Personalberater tätig. Der 57-Jährige, der zuvor Personalleiter bei Tochtergesellschaften von Dresdner Bank und Allianz war, hat sich mit der von ihm gegründeten Spahn Personalberatung in Bad Vilbel bei Frankfurt auf die Finanzdienstleistungsbranche und deren Umfeld spezialisiert und gilt vor allem in der Versicherungswirtschaft als Experte für die Besetzung von Management-Positionen. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht er darüber, was Manager bei der Führung in der hybriden Arbeitswelt beachten müssen und wie Versicherer ihre Chancen beim Recruiting verbessern können.

Franke und Bornberg: Kfz-Tarife werden immer besser

Der scharfe Wettbewerb in der Kfz-Versicherung in Deutschland steigert die Qualität der Tarife spürbar. Zu diesem Ergebnis kommt die Ratingagentur Franke und Bornberg in ihrer diesjährigen Untersuchung der Kfz-Versicherer. Obwohl das Unternehmen seine Bewertungskriterien im vergangenen Jahr deutlich nachgeschärft hat, erreichten 33 der untersuchten 159 Tarife von 81 Gesellschaften die Bestnote. Bei der Vorjahresuntersuchung gelang das nur 13 von 177 Tarifen. Die Versicherer orientieren sich stark an den von Franke und Bornberg definierten Qualitätskriterien, um ihre Position im Wettbewerb auszubauen, schreibt das Unternehmen.

Die neue Arbeitswelt bei den Versicherern

 Exklusiv  Bei den Versicherern befindet sich noch immer der Großteil der Belegschaft im Homeoffice. Auch wenn angesichts der wieder stark steigenden Infektionszahlen das Ende der Pandemie noch nicht wirklich absehbar ist, bereiten sich viele Gesellschaften schon auf die Arbeitsmodelle vor, die nach Corona gelten sollen – Stichwort „New Work“. Der Versicherungsmonitor hat mit R+V, Versicherungskammer Bayern, Munich Re, HDI Deutschland und dem Provinzial-Konzern über ihre Strategien gesprochen.

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