Versicherer rss

KI Vernetzt

Adcubum: Versicherung ist Auslaufmodell

Technologische Entwicklungen werden die Versicherungsbranche obsolet machen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Schweizer Softwareherstellers Adcubum und der Versicherungsforen Leipzig. Die Digitalisierung wird Verbraucher selbstständiger machen. Sie werden teilweise sogar selbst zum Risikoträger. Künstliche Intelligenz wird alle Prozesse von der Produktentwicklung bis zur Schadenabwicklung übernehmen. Auf Dauer werde es sehr wenige Betriebs- und Serviceprozesse geben, die nicht durch intelligente Systeme abgebildet und abgewickelt werden können, schreiben die Autoren.

Uber Volvo Autonomous Car

USA: Wie werden autonome Fahrzeuge versichert?

Die Versicherer brauchen Daten, um autonome Fahrzeuge versichern zu können. Darin waren sich die vom US-Repräsentantenhaus geladenen Experten bei einer ersten Anhörung zu dem Thema einig. Nicht einig waren sie darin, ob Hersteller und Betreiber autonomer Fahrzeuge gesetzlich zur Herausgabe der Daten gezwungen werden sollten oder ob es andere Möglichkeiten gibt. Dissens herrschte auch darüber, wie denn die autonomen Fahrzeuge überhaupt versichert sind – nur über die Hersteller und Betreiber, oder auch über den Fahrer. Die mögliche Lösung: Wenn der Fahrer manuell eingreifen kann, braucht er auch selbst eine Versicherung.

Champagner

Signal Iduna Kranken geht ins Premium-Segment

Die Signal Iduna Kranken will das Wachstum im Bereich der Vollversicherung beschleunigen und setzt dabei auch auf das Angebot eines neuen Premium-Tarifs. Unter dem Motto „Erste Klasse für Ihre Gesundheit“ bietet er ein umfangreiches Leistungsangebot zu stolzen Prämien. Nach Angaben des Versicherers haben Marktanalysen den Bedarf für ein solches Spitzenangebot gezeigt. Die Signal Iduna Kranken gehört zu den wenigen privaten Krankenversicherern, die in der jüngsten Vergangenheit in der Vollversicherung noch Bestandszuwächse erreichen konnten.

Rom

Italienkrise trifft Versicherer

Die Aktienkurse der großen europäischen Versicherer sind als Folge der Turbulenzen in Italien auf Talfahrt: Die meisten erleben deutlich schärfere Kursabschläge als der Dax beziehungsweise die anderen Länder-Indizes. Die Generali-Aktie hat in den vergangenen vier Wochen 15,2 Prozent verloren,  die der Axa 6 Prozent, das Allianz-Papier 9,2 Prozent, Munich Re 4,7 Prozent und Zurich 6,7 Prozent. Eine Reihe von ihnen ist direkt exponiert, das gilt vor allem für Generali und Allianz. Andere werden von Anlegern wegen ihrer generellen Abhängigkeit von der Entwicklung der Finanzmärkte mit Misstrauen betrachtet, denn die Krise ist längst kein regionales Ereignis mehr.

Ulrich Leitermann

Signal Iduna: Provisionsdeckel wäre kein Drama

Die Signal Iduna will sich ein neues Gesicht geben. Über das Programm „Vision 2023“ will Vorstandschef Ulrich Leitermann den Marktanteil des Versicherers erhöhen und beim Gewinn deutlich zulegen. Ermöglichen sollen das Investitionen in die Digitalisierung und der Umbau der Prozesse. Ziel ist, den Kunden zusätzliche Services zu bieten, neue Geschäftsfelder zu erschließen und weitere Kundengruppen zu gewinnen. Mit einem Provisionsdeckel in der Lebensversicherung von maximal 4,5 Prozent, wie ihn Versicherungsaufseher Frank Grund vorgeschlagen hat, könnte die Branche wohl leben, findet die Signal Iduna.

Guenter Hirsch

Hirsch: Musterfeststellungsklage nachbessern

Der Versicherungsombudsmann hat es zunehmend mit Massenbeschwerden zu tun, bei denen Anwälte Kunden im Internet anwerben. Es geht etwa um Forderungen gegen VW im Zuge des Dieselskandals. Dafür wird dann die Rechtsschutzversicherung der Betroffenen in Anspruch genommen – und der Ombudsmann hinzugezogen, wenn sie nicht leistet. In diesem Zusammenhang fordert Schlichter Günter Hirsch eine Nachbesserung am Gesetzesentwurf für die Musterfeststellungsklage. 2017 registrierte die Schlichtungsstelle mehr Beschwerden. Der Schwerpunkt lag erneut auf Rechtsschutz- und Lebensversicherung.

Carsten Schildknecht

Zurich Deutschland wieder profitabel

Die Deutschland-Tochter der Zurich hat im vergangenen Jahr beim Betriebsergebnis stark zugelegt. Es stieg um 16,6 Prozent auf 366 Mio. Euro. Das ist unter anderem einem ertragreicherem Underwriting und Kostensenkungen geschuldet. Wegen einer Produktumstellung in der Sachversicherung und Abgängen in der Lebensversicherung sanken die Prämieneinnahmen allerdings um 7,2 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro. Zurich soll aber wieder zu signifikantem Wachstum zurückfinden, verspricht der neue Deutschlandchef Carsten Schildknecht.

Pleite trotz starker Solvenz? Durchaus möglich

Die Solvenzquoten der deutschen Lebensversicherer haben sich 2017 durch die Bank verbessert, marktweit von 343 Prozent auf 401 Prozent nach Übergangsmaßnahmen. In der neuesten Commerzbank-Studie schreibt Analyst Michael Haid, die Lage habe sich deutlich positiv entwickelt, auch wenn die Solvency II-Zahlen schwer zu interpretieren seien. Die Wahrheit liege in den Bilanzen nach HGB-Standard. „Kann eine Gesellschaft mit einer „gesunden“ Solvenzquote insolvent werden?“, fragt Haid. „Die Antwort lautet ja.“ Doch Haid hält echte Zusammenbrüche für unwahrscheinlich. Kleinere Gesellschaften würden von Protektor aufgefangen, größere seien Teil von kapitalstarken Gruppen.

Swiss Re: Softbank erfüllt Prinzipien nicht

Der japanischen Technologiekonzern Softbank wird sich nicht an der Swiss Re beteiligen. Die Gespräche wurden erfolglos beendet, weil Softbank bestimmte Prinzipien, die bei Swiss Re für den Einstieg eines Ankeraktionärs herrschen, nicht erfüllen konnte, sagte ein Sprecher des Rückversicherers dem Versicherungsmonitor. Die Schweizer wollen mit Softbank aber freundschaftlich verbunden bleiben und können sich in Zukunft auch Kooperationen vorstellen, beispielsweise mit Softbank-Töchtern. An einem Einstieg eines Ankeraktionärs hat Swiss Re weiterhin großes Interesse.

Generali-Betriebsrat: „Verkauf wirtschaftlicher Flop“

In der Auseinandersetzung um den möglichen Verkauf der Generali Lebensversicherung hat der Konzernbetriebsrat zusammen mit einer Unternehmensberatung ein substanzreiches Papier erarbeitet. Während es viele bekannte Argumente gegen den externen Run-off auflistet, ist das Papier in einem zentralen Punkt neu: Die Autoren glauben, dass ein Verkauf der Gesellschaft auch wirtschaftlich ein Flop wäre und die Generali mehrere hundert Millionen Euro kosten würde. Der Konzern will davon nichts wissen.

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