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Kein Plan: Versicherer hadern mit Klimazielen

Die meisten Versicherer haben Zielgrößen definiert, wie sie ihre CO2-Emissionen reduzieren wollen. Einen Plan, wie sie diese Ziele erreichen, haben sie aber noch nicht. Laut einer Umfrage der Ratingagentur Assekurata und der Versicherungsforen Leipzig arbeitet knapp die Hälfte der befragten Unternehmen derzeit an solchen Klimatransitionsplänen, der Rest will zumindest in den nächsten zwei Jahren damit anfangen. Hauptproblem ist die Frage, wie hoch die aktuellen Emissionen überhaupt sind.

Nach der Kfz-Wechselsaison: Blick geht nach oben

Die deutschen Kfz-Versicherer kommen aus einer hitzigen Wechselsaison mit drastischen Prämienerhöhungen. Der Gipfel dieser Entwicklung ist nun überschritten und die Verluste dürften in diesem Jahr geringer werden. Davon geht die Ratingagentur Fitch aus. Dass es in den kommenden Jahren in dieser Sparte bergauf geht, meinten auch Vertreter von DEVK und Versicherungskammer Bayern, die Fitch zu einer Diskussion eingeladen hatte.

Schwierige Zukunft für Telematik

Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung erfreuen sich in Deutschland nach wie vor keiner großen Beliebtheit – auch seitens der Anbieter. Für eine wirklich risikoadäquate Prämienkalkulation müssten allerdings nicht nur wie bisher gute Fahrer einen Bonus erhalten, sondern schlechte auch einen Malus, schreiben Wissenschaftler der TH Köln. In einer Studie haben sie zusammengefasst, was aus Kundensicht gegen dieses Modell spricht.

Cyberdirekt schafft Sprung in die Gewinnzone

 Exklusiv  Sechs Jahre nach seinem Start hat der Cyberspezialist Cyberdirekt 2024 die Gewinnschwelle überschritten. Das vermittelte Prämienvolumen stieg um 40 Prozent, der Umsatz legte ebenfalls kräftig zu. Den Überschuss will Geschäftsführer Hanno Pingsmann in das weitere Wachstum investieren. Im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor erläutert er außerdem, was er mit dem Makler weiter vorhat.

BaFin erzwingt Rückzug von Barmenia-Policen

 Exklusiv  Die im September 2024 vollzogene Fusion von Barmenia und Gothaer stand noch wenige Monate davor erheblich unter Druck. Grund war eine Wohlverhaltensprüfung der BaFin, die den mangelnden Kundennutzen vor allem von fondsgebundenen Rentenversicherungen der Barmenia heftig monierte. Die Barmenia nahm die Policen rasch vom Markt. Hätte die BaFin eine Verantwortung von Barmenia-Vorständen festgestellt, wäre die Nicht-Genehmigung der Fusion möglich gewesen.

Holger Schäfer nach Auszeit nun bei Scor

 Leute – Aktuelle Personalien  Der ehemalige CEO von Howden Deutschland und langjährige Allianz-Manager Holger Schäfer hat nach einer Auszeit wieder einen neuen Job. Er übernimmt bei Scor Business Solutions in Köln, einer Einheit des gleichnamigen französischen Rückversicherers, die Position des Global Head of Casualty & EIL. Außerdem: Der Maklerdienstleister Compexx, eine Tochter der Bayerischen, verlängert den Vertrag seines Vorstandsvorsitzenden und hat fortan ein Vorstandstrio. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Makler und Berater WTW sowie bei Insurwave, einer Plattform für Spezialrisiken.

DBV kündigt Bündnis mit NAG auf

Seit 2022 haben der Deutsche Bankangestellten Verband (DBV) und die Neue Assekuranz Gewerkschaft (NAG) miteinander die Interessen von Angestellten im Versicherungsbereich vertreten. Das ist nun vorbei. Der DBV hat die Zusammenarbeit aufgekündigt. Grund sei die unterschiedliche Kultur beider Organisationen. Die NAG reagiert auf die Nachricht mit Bedauern und sieht die Arbeitgeberattraktivität der Branche gefährdet.

Allianz startet Plattform für Elektromobilität

Allianz Partners und Allianz Versicherung haben eine Plattform für E-Mobilität gestartet. Über die angebundenen Partner können sich Interessierte nicht nur ein passendes Elektroauto heraussuchen, sondern es auch kaufen, den passenden Stromtarif oder die eigene Solaranlage dazu bestellen und relevante Nachrichten finden. Die Webseite namens Electrizone, die in mehreren Ländern gestartet ist, steht für ein neues Ökosystem, auch wenn die Allianz es nicht so nennen will.

Allianz soll Interesse an australischem Versicherer haben

Die Allianz SE und die Insurance Australia Group sollen ein Übernahmeangebot für die Versicherungssparte des Royal Automobile Club of Western Australia (RAC) erwägen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insiderinformationen. Nach den Berichten solle es noch weitere Interessenten geben. Im Dezember hatte die Allianz bekanntgegeben, dass sie das Versicherungsgeschäft eines weiteren australischen Automobilclubs übernehmen will.

Generali verteidigt Natixis-Deal

Philippe Donnet, CEO des italienischen Versicherers Generali, muss um die Krönung seiner Strategie kämpfen. Seit Jahren will der französischstämmige Donnet die Vermögensverwaltung ausbauen. Jetzt hat er die Fusion der Asset Manager seines Konzerns mit Natixis aus Frankreich eingefädelt. Doch Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und einflussreiche Aktionäre der Generali haben Bedenken. Donnet antwortet mit einem sechsseitigen Statement.

FDP will Entlastung beim Reisesicherungsfonds

Die FDP will die Reisebranche bei der Absicherung von Pauschalreisen für den Fall einer Insolvenz über den Deutschen Reisesicherungsfonds entlasten. Ein Gesetzentwurf sieht dafür eine Anhebung der Fremdkapitalquote vor. Ziel ist eine deutliche Absenkung des fälligen Entgelts in Höhe von derzeit 1 Prozent des Umsatzes, sagte der federführende Abgeordnete Tim Wagner. Die Bundesregierung hat unterdessen eine Kleine Anfrage der CDU zum Thema beantwortet.

Überschussbeteiligungen steigen schwächer als 2024

Die Überschussbeteiligungen der deutschen Lebensversicherer sind Anfang 2025 erneut gestiegen, jedoch nicht so stark wie im Vorjahr, als die Zinswende den Aufwärtstrend mit Nachdruck prägte. Zu diesem Ergebnis kommt die Ratingagentur Morgen & Morgen, die 49 Anbieter unter die Lupe genommen hat. Aktuell bieten mit Ausnahme von drei Gesellschaften alle untersuchten Lebensversicherer eine Überschussbeteiligung zwischen 2,0 Prozent und 3,25 Prozent.

FWU Luxemburg wird aufgelöst

Das Bezirksgericht Luxemburg hat die Auflösung des Lebensversicherers FWU Life Insurance Lux angeordnet. Zuvor hatte die Finanzaufsicht Commissariat aux Assurances einen Sanierungsplan für das Unternehmen abgelehnt. Die FWU Life Lux war mit 253 Mio. Euro Prämieneinnahmen im Jahr 2023 die größere der beiden wichtigsten Töchter der Münchner FWU, die von der Familie Dirrheimer kontrolliert wird. Die deutlich kleinere Schwestergesellschaft FWU Life Austria in Wien ist weiterhin aktiv. Das Schicksal der Muttergesellschaft FWU in München scheint jedoch besiegelt.

Generali setzt parametrischen ILS-Fonds auf

Der Investmentmanager Twelve Capital und die Finanzplattform Lumyna Investments, die beide zur Generali gehören, haben gemeinsam mit dem Industrieversicherer Generali Global Corporate & Commercial und dem Assekuradeur Descartes Underwriting einen ILS-Fonds aufgesetzt. Er soll Kapitalanlegern Zugang zu einem Portfolio aus Katastrophenanleihen und anderen verbrieften Naturgefahren bieten. Der neue Fonds verspricht ihnen eine bessere Diversifikation und eine höhere Rendite. Zudem erhofft sich Generali, den Einsatz parametrischer Lösungen im Bereich der Naturkatastrophenversicherung zu erweitern.

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