Trotz des wettbewerbsintensiven Marktumfelds konnte sich der Rückversicherer Scor in der Erneuerungsrunde im Januar 2026 gut behaupten. Das Unternehmen führt dies auf diszipliniertes Underwriting und ein selektives Rückversicherungsportfolio zurück. Ein besonders starkes Wachstum konnte Scor im Bereich Alternative Solutions verzeichnen. Ein Ende der Preisnachlässe sieht der Rückversicherer noch nicht.
Top News
Übernahme: Zurich einigt sich mit Beazley
Die Zurich steht kurz vor der lang ersehnten Übernahme des Spezialversicherers Beazley: Der Verwaltungsrat der Briten hat sich mit dem Schweizer Versicherer über die Konditionen geeinigt und rät den Beazley-Aktionären jetzt, das von Zurich nachgebesserte Angebot anzunehmen. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen hervor.
Warum 2026 der KI‑Durchbruch gelingt
2026 ist mehr als der nächste Hype-Zyklus und als ein weiteres KI-Jahr mit ein paar zusätzlichen Chatbots. Es wird das Jahr, in dem KI in der Versicherungsbranche von der netten Marketing-Folie oder dem kleinen Piloten zur festen Infrastruktur wird, schreibt Simon Moser, Mitgründer und CEO des KI-Spezialisten Muffintech.
Versicherungskammer: Keine Angst vor der KI
Nicht nur die Digitalisierung und der Einzug von künstlicher Intelligenz (KI) in den Arbeitsalltag beschäftigen die Versicherungsbranche, sondern auch der immense Fachkräftemangel. Bis zum Jahr 2030 bricht den Gesellschaften ein Drittel ihrer Belegschaft weg. Auch deswegen wird die Arbeit der Personalabteilungen immer wichtiger. Der Versicherungsmonitor hat mit Jens Lauber, Bereichsleiter Personal und Transformation bei der Versicherungskammer, darüber gesprochen, wie sein Unternehmen den derzeitigen Herausforderungen im Bereich Human Resources begegnet.
Starr Insurance mit neuem Regional Manager Germany
Im vergangenen Jahr hatten sich Tobias Braun und der Bremer Assekuradeur Lampe & Schwartze getrennt, jetzt hat der 48-Jährige einen neuen Arbeitgeber: Beim US-Versicherer Starr Insurance ist er ab sofort als Regional Manager Germany tätig. Personelle Neuigkeiten gibt es auch von der Kanzlei Norden, der Swiss Re, dem Berater Beltios, Marsh und Axa in der Schweiz.
Beschäftigte im Gesundheitswesen fürchten große Risiken
Europäische Kliniken und Pflegeeinrichtungen sehen die Alterung, den Personalmangel, die Inflation der Gesundheitskosten und die Bedrohung der Cybersicherheit als größte Risiken für die Zukunft. Sie können nach Einschätzung der Beschäftigten die Patientensicherheit bedrohen, werden aber nicht ausreichend in den Blick genommen. Das zeigt eine Studie des französischen Versicherers Relyens. Er will die Ergebnisse in sein Risikomanagement einbauen.
Grüne fragen nach Elementarversicherung
Die Grünen-Abgeordneten im Bundestag interessieren sich für die Entwicklung der Schäden durch Überschwemmungen und den aktuellen Stand bei den Plänen der Regierung für eine höhere Verbreitung von Elementarversicherungen. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD eine entsprechende Regelung angekündigt. Die Bundesländer fordern immer wieder eine Pflichtversicherung, weil viele Hausbesitzer nicht abgesichert sind.
S&P: Versicherer wachsen trotz Handelskonflikten
Handelskonflikte, insbesondere durch Zölle und Protektionismus, belasten das globale Wirtschaftswachstum 2026 erheblich. Versicherern und Rückversicherern in Europa prognostiziert die Ratingagentur S&P allerdings eine stabile Nachfrage. Aber auch sie sind vor Kapitalmarktverwerfungen nicht gefeit. Trotz geopolitischer Risiken und starker Preisnachlässe in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar dieses Jahres sieht S&P die Rückversicherer gut aufgestellt.
Ergo International setzt auf Wachstum mit neuer Vorständin
Die Ergo erweitert nach Informationen des Versicherungsmonitors den Vorstand der Tochter Ergo International und hat die McKinsey-Partnerin Anne Dreller für das neue Ressort „Portfolio Steering, Synergies and Integrations“ ausgewählt. Hintergrund sind die internationalen Wachstumsambitionen der Munich-Re-Tochter. Gleichzeitig wird China-Chef Jürgen Schmitz Vorstand für das Asien-Geschäft.
UK-Insurtech Artificial Labs sammelt 45 Mio. Dollar ein
Das britische Versicherungs-Start-up Artificial Labs hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 45 Mio. Dollar (38 Mio. Euro) eingesammelt. Mit dem frischen Geld hat das Insurtech einiges vor. Neben dem Londoner Markt, auf dem das Unternehmen nach eigenen Angaben derzeit gut aufgestellt ist, will Artificial Labs auch in den USA Fuß fassen. Eine Expansion nach Kontinentaleuropa soll folgen – um die soll sich Christopher Lohmann kümmern.
Deutsche Familienversicherung will erstmals Dividende zahlen
Die Deutsche Familienversicherung (DFV) will an ihre Aktionäre zum ersten Mal seit der Gründung im Jahr 2007 eine Dividende ausschütten. Das von Stefan Knoll geführte Frankfurter Unternehmen konnte im vergangenen Jahr weiter zulegen und hat seine ursprüngliche Ergebnisprognose übertroffen, nachdem die Zahlen für 2024 noch stark durch den Rückzug von der Börse belastet waren.
Stoïk verlegt deutschen Sitz nach München
Der Cyber-Assekuradeur Stoïk baut seine Präsenz in Deutschland aus und eröffnet ein Büro in München. Es soll künftig die Hauptanlaufstelle der Franzosen in Deutschland sein und wird von Deutschland-Chefin Franziska Geier geleitet, wie das Unternehmen dem Versicherungsmonitor verriet. Außerdem: Dual Deutschland vergrößert sein M&A-Team (Mergers & Acquisitions). Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Passport Card, Global und Munich Re Specialty.
Riester-Reform: Länder für „echtes“ Standardprodukt
Der Bundesrat hat sich kritisch mit den Plänen der Bundesregierung für eine Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge beschäftigt. Vor allem das vorgesehene Standardprodukt bleibe hinter den Erwartungen zurück, heißt es in einer Stellungnahme. Nötig sei ein „echtes“ Standardprodukt mit deutlich niedrigeren Kosten, um den Sparern Orientierung zu geben. Die Länder wünschen sich außerdem Änderungen bei der Kinderzulage und eine Einbeziehung der Selbstständigen.
Sommerhaus der Stars gegen das arbeitende Volk?
Der neue Munich-Re-Chef Christoph Jurecka weiß gar nicht mehr, wann er sich selbst das letzte Mal krankgemeldet hat. Das wissen wir dank einer kurzen Umfrage des Business Insiders. Die Debatte, die aus diesem Beitrag entstanden ist, ist so polarisiert wie die gesamte aktuelle Diskussion um den hohen Krankenstand. Doch damit ist niemandem geholfen, schreibt Katrin Berkenkopf.
NRW-SPD fordert umfassendes „Recht auf Vergessenwerden“ nach Krebserkrankungen
Die SPD in Nordrhein-Westfalen macht sich für einen diskriminierungsfreien Zugang zu Versicherungen und Krediten sowie den Abbau weiterer Benachteiligungen für jüngere Menschen stark, die eine Krebserkrankung überstanden haben. Mit Blick auf die Verbraucherkreditrichtlinie der EU fordert sie die schwarz-grüne Landesregierung auf, sich auf Bundesebene für eine umfassende Umsetzung des „Rechts auf Vergessenwerden“ einzusetzen und in den eigenen Zuständigkeiten ebenfalls entsprechend zu agieren.














