Der US-Telematikanbieter Cambridge Mobile Telematics (CMT) übernimmt den Telematikspezialisten Amodo mit Büros in Zagreb und Wien. Amodo wird den Namen des neuen Eigners übernehmen, CEO Marijan Mumdziev (Bild) wird Europachef bei CMT. CMT sieht sich als weltweit größter Anbieter von Telematikdiensten mit 95 Programmen in 25 Ländern, darunter neun in Kontinentaleuropa. Zu den Kunden gehört auch die HUK-Coburg. Ein Schwerpunkt der künftigen Aktivitäten soll Deutschland sein, wo CMT und Amodo starkes Wachstum der Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung erwarten.
Top News
Personalthemen treiben Signal Iduna um
Die Signal Iduna zieht ein positives Fazit für das vergangene Geschäftsjahr. Genaue Zahlen nennt das Unternehmen zwar erst im Mai, Vorstandschef Ulrich Leitermann gab vor Journalisten allerdings schon einen Ausblick: Die Beitragseinnahmen stiegen um 2,3 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro. Sorgen bereitet Leitermann der Fachkräftemangel. Herausfordernd sei auch, die Belegschaft in die Büros zurückzuholen. Zu den Bankbeteiligungen des Versicherers äußerte er sich wenig euphorisch.
Ärzte sehen PKV in der Pflicht
Die Ärztekammer Nordrhein drängt auf die Einführung einer neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) noch in diesem Jahr. Daran müsse auch die private Krankenversicherung (PKV) ein Interesse haben, sagte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein Rudolf Henke. Sonst verschlechtere sich ihre Position im Wettbewerb mit der gesetzlichen Krankenversicherung. Die veraltete GOÄ führe zu einem erhöhten bürokratischen Aufwand für die Ärztinnen und Ärzte und zu Konflikten mit der PKV, beklagte er.
IFRS-Bewertungseffekte treiben R+V in rote Zahlen
Die R+V verzeichnete 2022 einen Verlust vor Steuern von 268 Mio. Euro, nach einem Plus von 772 Mio. Euro im Vorjahr. Das geht aus den vorläufigen Zahlen der Muttergesellschaft DZ Bank vor. Das Kreditinstitut sieht die schlechten Zahlen vor allem dem Übergang auf die neuen IFRS-Rechnungslegungsstandards für Versicherer geschuldet und ist optimistisch, dass sie sich bald wieder verbessern werden. Erst einmal sorgen sie zusammen mit Einbußen beim Asset Management aber dafür, dass sich der Gewinn der DZ Bank halbiert.
Zeitreise: Gerling Rück, Cyberrisiken, Metallrente
Vor 20 Jahren In unserer Zeitreise erinnern wir an wichtige Ereignisse aus der Geschichte der Versicherungsbranche. Ende Februar 2003 hatte die BaFin den Gerling-Rück-Deal zumindest vorübergehend platzen lassen. Die ersten Versicherer hatten das Ausmaß der Cyberrisiken erkannt, und die Allianz führte nach schweren Schäden durch Naturkatastrophen eine Flutversicherung ein. Neue Produkte gab es auch bei der Gothaer, die im Lebensgeschäft der Metallrente Konkurrenz machen wollte. Nicht nur die Kölner sahen noch Potenzial auf dem deutschen Lebensversicherungsmarkt: Der Online-Makler E-Insurance – heute Check24 – konnte sich über den ersten Gewinn seit Gründung freuen.
Mathias Pahl wird Acrisure-Deutschlandchef
Exklusiv Der US-Makler Acrisure hat Mathias Pahl zum Chef seiner neuen deutschen Tochtergesellschaft ernannt. Acrisure kommt als Konsolidierer in den Markt und will kleinere Maklerhäuser übernehmen. Pahl war knapp 20 Jahre bei Willis Towers Watson, zuletzt als Chef der Maklersparte. Neben Acrisure hat auch das schwedische Maklerhaus Söderberg & Partners den Plan, in Deutschland durch Zukäufe rasch zu wachsen – so wie eine ganze Reihe anderer Firmen.
Übernahmen in der Branche auf Zehn-Jahres-Hoch
Das Jahr 2022 war ein Rekordjahr für Fusionen und Übernahmen (M&A) in der Versicherungsbranche. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Londoner Anwaltskanzlei Clyde & Co hervor. So wurden weltweit 449 Fusionen und Übernahmen abgeschlossen – im Vorjahr waren es noch 418. In den einzelnen Regionen bleiben aber unterschiedliche Unwägbarkeiten.
Hufeld jetzt in der Immobilienbranche aktiv
Leute – Aktuelle Personalien Der ehemalige BaFin-Chef Felix Hufeld (Bild) wurde in den Aufsichtsrat der Deutschen Invest Immobilien bestellt. Er wird dem Spezialisten für Wohnimmobilieninvestments beratend zur Seite stehen. Außerdem: Jean-Pierre Clamadieu verlässt den Axa-Verwaltungsrat, der Versicherer QBE Europe befördert zwei Mitarbeiter, der Spezialversicherer Optio bekommt einen neuen CEO und der US-Versicherer Chubb gründet eine neue Einheit mit einem 5-köpfigen Führungsteam.
Gesetzgeber machen Captives das Leben leichter
Firmeneigene Versicherungsgesellschaften, sogenannte Captives, haben eine große Bedeutung, wenn Unternehmen mit knappen Kapazitäten im Versicherungsmarkt umgehen müssen, schreibt die Ratingagentur Morningstar in einer aktuellen Analyse. Wie stark der Captive-Markt zulegen kann, hängt allerdings sehr von den rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Das zeigen Positivbeispiele aus Frankreich, Kanada und einigen US-Bundesstaaten. Allerdings drohen neue Vorschriften der US-Börsenaufsicht.
Ukraine will für Schäden an Handelsschiffen zahlen
Die ukrainische Regierung hat beschlossen, einen Versicherungsfonds für kriegsbedingte Schäden an Handelsschiffen einzurichten. Damit will das Land die Exporte wieder ankurbeln. Nach einem im vergangenen Jahr geschlossenen Abkommen mit Russland dürfen Schiffe, die Getreide transportieren, die ukrainischen Häfen verlassen. Allerdings scheuen Schiffsversicherer das Risiko. Ihnen drohen bereits hohe Schäden aus festsitzenden Schiffen, die zum Totalverlust erklärt werden könnten.
Geico bleibt Problemkind von Berkshire
Heftige Verluste beim Autoversicherer Geico haben das Versicherungsgeschäft von Berkshire Hathaway im vergangenen Jahr ins Minus getrieben – trotz einer deutlichen Erholung in der Rückversicherungssparte. Grund waren vor allem mehr und wesentlich teurere Schäden. Für die Holdinggesellschaft der Investorenlegende Warren Buffett gab es auch insgesamt ein negatives Ergebnis. Wegen hoher Investmentverluste stand unterm Strich ein Minus von 22,8 Mrd. Dollar.
Wie wohlverhalten sich Versicherer?
Legal Eye – Die Rechtskolumne In Großbritannien fährt die Versicherungsaufsicht zweigleisig: Die Prudential Regulation Authority kümmert sich um die Überwachung der Stabilität der Unternehmen, während die Financial Conduct Authority den Schutz der Verbraucher in den Fokus stellt. Nicht nur dort ist die Conduct-Regulierung auf dem Vormarsch. Auch die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa und die deutsche BaFin nehmen immer stärker sogenannte Wohlverhaltenspflichten in den Blick. Das ist nicht nur für Lebensversicherer ein wichtiges Thema.
Grund zur IT: „Das Ergebnis ist ernüchternd“
Nachgefragt – Das Video-Interview Seit sieben Jahren steht Frank Grund an der Spitze der Versicherungsaufsicht bei der BaFin. In einem ausführlichen Video-Interview mit Versicherungsmonitor-Herausgeber Herbert Fromme spricht Grund über die Lage der Branche und das Herangehen der Aufsicht. Die Folgen der Inflation, das genauere Hinsehen beim Zustand der IT und seine Haltung zum EU-Vorstoß Richtung Provisionsverbot (er ist dagegen), Grund nimmt kein Blatt vor den Mund. Auch zu den Problemen in der Cyberversicherung und dem US-Skandal der Allianz nimmt er Stellung. Außerdem spricht Grund über seine eigene Karriere in der Branche.
Signal Iduna und Scor
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Geschäftszahlen von der Signal Iduna und dem französischen Rückversicherer Scor sowie die Vorstellung einer Studie der Allianz zur Ablenkung am Steuer und der 7. Berliner bAV-Auftakt
BaFin: Neue Regeln für Führungskräfte
Die Finanzaufsicht BaFin hat neue Regelungen für die Eignung von Führungskräften in der Versicherungsbranche zur Konsultation gestellt. Primär hat die Aufsicht die aktuell geltenden Merkblätter von 2018 um Erfahrungen aus der Praxis und neue Gesetzesgrundlagen erweitert. Unter anderen müssen Unternehmen künftig vor der Aufsicht explizit begründen, inwiefern eine Führungskraft den Anforderungen einer Stelle gerecht wird.















