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HUK-Coburg: Würden auch über Tchibo versichern

Der neue Autoversicherer, den die HUK-Coburg zusammen mit Neodigital gründet, wird auch Anbietern aus versicherungsfremden Branchen ermöglichen, Autoversicherungen zu verkaufen. Das sagte HUK-Chef Klaus-Jürgen Heitmann bei der Bilanzpressekonferenz. „Wenn Tchibo sagt, ich möchte über meine Filialen Autoversicherung anbieten, wäre auch das grundsätzlich denkbar“, sagte er. Der neue Versicherer sei aktuell im Genehmigungsverfahren. Er kann sich auch Bestandsübernahmen bei Versicherern vorstellen, die künftig mit der neuen Gesellschaft arbeiten wollen. Die HUK ist mit 2021 zufrieden, auch wenn die Kfz-Prämie im Schnitt um drei Prozent gesunken ist.

Getsafe nimmt neue europäische Märkte ins Visier

 Exklusiv  Das Insurtech Getsafe hat die Marke von 300.000 Kunden geknackt. Sie kommen bisher hauptsächlich aus Deutschland und zum Teil aus Großbritannien. Das soll sich in Zukunft ändern. Deshalb haben die Heidelberger bei der Finanzaufsicht BaFin die Lizenzen für die Märkte Frankreich, Italien und Österreich beantragt. Doch auch die deutschen Kunden vergisst das Unternehmen nicht: Bei ihnen setzt der Digitalversicherer auf die Lebensversicherung.

Ukrainische Fachleute für die Branche

 Exklusiv  Die Personalberatung NWP in München hat eine Initiative zur Unterstützung von Flüchtlingen aus der Ukraine ins Leben gerufen. Die Gründer Christoph Netta (Bild), Ingo Wagner und Inken Peters wollen ohne Honorar Fach- und Führungskräfte aus der Versicherungswirtschaft und aus der IT an deutsche Versicherer für zeitlich befristete Arbeitsverhältnisse vermitteln. Hier findet sich der Zugang (bitte runterscrollen). Der Arbeitgeberverband der Versicherungswirtschaft begrüßt das Vorhaben.

Mehr schwere Unfälle mit E-Bikes

Die Allianz warnt vor steigenden Unfallrisiken für Zweiradfahrer. Ihr Anteil an den Unfalltoten und Schwerverletzten im deutschen Straßenverkehr ist nämlich zuletzt gestiegen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Versicherers. Bei E-Bikes haben schwere Unfälle besonders stark zugenommen. Die Allianz fordert deshalb eine Helmpflicht in dem Bereich.

Skepsis über Plan der Generali-Rebellen

„Den Löwen erwecken“ wollen die Rebellen unter den Großaktionären der Generali unter Führung von Francesco Gaetano Caltagirone. Kernpunkt des von ihnen vorgelegten Plans für die Zukunft des Versicherers: Der Gewinn pro Aktie soll von 2021 bis 2024 jährlich um 14 Prozent wachsen. Die bisherige Generali-Führung unter Philippe Donnet zielt dagegen nur auf sechs bis acht Prozent. Der Versicherer hat am Montag Luciano Cirinà entlassen, nachdem er am Mittwoch suspendiert worden war. Der Manager ist von den Rebellen als Nachfolger für Donnet vorgesehen. Inzwischen untersucht das Parlament in Rom die Vorgänge bei der Generali.

Schlechte Karten für Jagdfeld

Das Oberlandesgericht Hamm (OLG) hat sämtliche Ansprüche des Immobilienunternehmers Anno August Jagdfeld gegen die Signal Iduna zurückgewiesen. Die Richter konnten in Zusammenhang mit dem Immobilienfonds zum Aufbau des Hotels Adlon in Berlin keine Rufmordkampagne durch die Signal Iduna erkennen. Da das OLG die Revision zum Bundesgerichtshof nicht zugelassen hat, hat Jagdfeld kaum noch Chancen, den geforderten Schadenersatz in Milliardenhöhe zu erhalten.

Claudia Pott rückt in Hendricks-Geschäftsführung auf

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Makler Hendricks erweitert seine Geschäftsführung um das Ressort Rechts- und Schadenangelegenheiten. Die Leitung übernimmt Claudia Pott, Head of Legal & Claims, die dafür zum 1. April 2022 in das Führungsgremium aufsteigt. Außerdem: Sollers Consulting hat einen Chef für die neue US-Niederlassung und einen Country Manager für Japan gefunden, Swiss Re Corporate Solutions einen Schadenchef für die EMEA-Region und Willis Towers Watson eine Europachefin.

Tippst Du noch oder vermittelst Du schon?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Bei der Anbahnung von Versicherungsverträgen können sogenannte Tippgeber helfen. Ohne selbst rechtlich Vermittler zu sein, können sie Möglichkeiten zum Abschluss von Verträgen aufzeigen beziehungsweise Personen nennen, die möglicherweise Interesse am Abschluss eines Versicherungsvertrags haben. Wo die Grenzen der Tippgeber-Tätigkeit liegen, hat der Bundesgerichtshof bereits in seinem Urteil zum Unternehmen Tchibo definiert. Ungeklärt ist allerdings noch die Frage, ob der Tippgeber zugleich Handelsvertreter sein kann.

Euler Hermes jetzt als Allianz Trade am Start

Der Name Euler Hermes ist ab sofort Geschichte: Die Allianz hat ihrer Kreditversicherungstochter wie angekündigt einen neuen Namen verpasst, der die Konzernzugehörigkeit verdeutlicht. Das Unternehmen nennt sich jetzt Allianz Trade. Mit der neuen Bezeichnung verknüpft die Münchener Mutter auch ehrgeizige Wachstumsziele. Hermesbürgschaften wird es aber weiterhin geben.

Cyberpolicen finden im Mittelstand nur wenig Anklang

Die Gefahr von Hackerangriffen kommt langsam in den Köpfen von Entscheidern aus kleinen und mittelständischen Unternehmen an, aber es wird noch zu wenig für einen ausreichenden Schutz getan. Zu diesem Ergebnis kommt der Berliner Spezialvermittler Cyberdirekt in einer aktuellen Studie. Auch den Mehrwert, den eine Cyberversicherung bieten kann, sieht längst noch nicht jeder Unternehmenslenker.

Geneva sorgt sich um Absicherung der Gig Worker

Immer mehr Menschen weltweit sind nicht mehr sozialversicherungspflichtig angestellt, sondern als sogenannte Gig Worker tätig, beispielsweise als Fahrer oder Kurier bei Plattformen wie Uber, Deliveroo oder Foodora. Ihr Versicherungsschutz ist allerdings oft dürftig, sie sind nur selten krankenversichert oder gegen Arbeitsunfähigkeit oder Einkommensverlust abgesichert, moniert die Geneva Association. Die Versicherungsorganisation macht in einer aktuellen Analyse Vorschläge, wie Versicherer, Plattformen und die Politik auf das Problem reagieren könnten.

Ein Hauch von Hollywood-Glamour

Die Industrieversicherung ist nicht sonderlich glamourös, meist sind die Anbieter mit eher unschönen Themen wie abgebrannten Fabrikhallen oder gesunkenen Schiffen in den Schlagzeilen. Die Allianz-Tochter AGCS will die positiven Seiten des Geschäfts hervorheben: Von ihr abgesicherte Filme haben in diesem Jahr insgesamt 31 Oscar-Nominierungen erhalten – darunter fünf der zehn Produktionen, die für den besten Film im Rennen waren. Die Pandemie hat dem Geschäft mit der Absicherung von Filmen überraschend wenig Abbruch getan.

Von Autos und Zweirädern

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Zahlen von HUK-Coburg und W&W, Zweirad-Sicherheitsstudie der Allianz und Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten mit Verleihung des Versicherungskäse

Ferma-Chef sorgt sich um die D&O-Versicherung

Die Akteure in der D&O-Versicherung sollen sicherstellen, dass sich die Sparte nicht zu weit von dem entfernt, wofür sie konzipiert wurde, warnte Dirk Wegener, Versicherungschef der Deutschen Bank und Vorsitzender der Risikomanagervereinigung Ferma, auf einer Fachveranstaltung des GVNW. D&O dürfte nicht zur Auffanglösung für Cyberrisiken und Risiken durch den allgemeinen gesellschaftlichen Wandel werden. D&O-Expertin Jutta Berger von der Zurich dämpfte die Hoffnung auf wieder steigende Kapazitäten.

Herbert Fromme

Ein deutlicher Warnschuss

 Herbert Frommes Kolumne  Die Finanzaufsicht BaFin gilt als diskret, auch dann, wenn sie gegen Missstände vorgeht. Das Naming and Shaming der angelsächsischen Aufsichtsbehörden ist ihr fremd. Deshalb sollte die Branche sehr genau zuhören, wenn sich die BaFin kritisch zu einem Branchenthema äußert, so wie aktuell in ihren Anmerkungen zu den Vertriebskosten der fondsgebundenen Lebensversicherungen. Dabei müssen sich die Versicherer fragen, wie nachhaltig das aktuelle Geschäftsmodell bei diesen Verträgen ist. Der politische Gegenwind wird wieder zunehmen.

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