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Arag verdient gut

Der Arag-Konzern, einer der wenigen Versicherer im Familienbesitz, hat 2018 gut verdient und sieht den Trend auch im ersten Quartal 2019. Die Gesellschaft erzielte Prämieneinnahmen von 1,65 Mrd. Euro, ein Anstieg von 4,3 Prozent. Beim Rechtsschutz lief es besonders gut für die Gruppe, in Deutschland hat sie jetzt einen Marktanteil von 9,4 Prozent. Unschön für das Unternehmen sind die vielen Anspruchsteller, die gegen VW juristisch vorgehen und bei der Arag rechtsschutzversichert sind. Dennoch – das insgesamt gute Ergebnis macht es Konzernchef Paul-Otto Faßbender leichter, für Mitte 2020 seinen Abschied anzukündigen. Er übergibt ein aufgeräumtes Haus an seinen Nachfolger, den Kapitalanlagevorstand […]

PKV lehnt Benachteiligung bei Medizincannabis ab

Die privaten Krankenversicherer (PKV) lassen nicht nach in ihrer Forderung, beim geplanten „Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung“ die Belange der Privatversicherten stärker zu berücksichtigen. So halten es die Versicherer für notwendig, dass ihnen der Gesetzgeber ebenso wie den gesetzlichen Krankenkassen Instrumente an die Hand gibt, um überhöhte Preise bei der Abgabe von medizinischem Cannabis an Privatpatienten zu verhindern. Handlungsbedarf sieht die Branche nach wie vor beim Thema Zytostatika und dem elektronischen Rezept.

Faßbender macht Dirksen zum neuen Arag-Chef

 Leute – Aktuelle Personalien  Paul-Otto Faßbender hat Wort gehalten: Im Dezember 2018 kündigte er an, Mitte 2019 seinen Nachfolger an der Spitze des Düsseldorfer Versicherers zu benennen. Faßbender, 73, will 2020 als Konzernchef aufhören, bleibt aber Eigner der Gesellschaft und wird Aufsichtsratsvorsitzender. Neuer Chef wird Renko Dirksen, aktuell Vorstand für Kapitalanlagen, Konzernentwicklung und Betriebsorganisation. Er wird aber nicht wie Faßbender als Vorstandsvorsitzender arbeiten, sondern als Vorstandssprecher der operativen Obergesellschaft Arag SE. Der 42-jährige promovierte Jurist arbeitet seit 14 Jahren für die Arag.

Technologische Megatrends für Krankenversicherer

 Meinung am Mittwoch  Die US-amerikanische Unternehmensberatung Gartner hat fünf technologische Megatrends identifiziert, die auch die künftige Arbeit von Krankenversicherern verändern können. Sie werden aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten relevant werden. Während die Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI) in der Schadenbearbeitung und Biohacking sowie die Nutzung von 5G-Netzen schon in greifbare Nähe rücken, werden andere Trends wie ein eRezept auf Blockchain-Basis, der dezentrale Einsatz von KI in Wearables und künstliche neuronale Netze erst später zum Tragen kommen.

Unerkanntes Risiko „afrikanische Schweinepest“

Für Menschen ist sie zum Glück ungefährlich, infizierte Tiere sterben jedoch in 99 Prozent der Fälle an der afrikanischen Schweinepest. Dass das ein Problem für Schweinebauern werden kann, ist nicht überraschend. Allerdings ist die Seuche auch für Landwirte eine Gefahr, die Mais oder andere Pflanzen anbauen, sagen Versicherer. Die Sperrung von Gebieten, in denen infizierte Wildschweine vermutet werden, kann zu Ernteausfällen und Mindererträgen über mehrere Jahre führen. Die Allianz-Tochter Münchener und Magdeburger Agrar hat einen Zusatzbaustein für ihre Hagelversicherung entwickelt, der dieses Risiko abdeckt. Die R+V will eine komplett eigenständige Police auf den Markt bringen.

Strumberger wird IT-Chef bei Morgen & Morgen

 Leute – Aktuelle Personalien  Beim Software- und Analysehaus Morgen & Morgen kommt Klaus Strumberger (Bild) neu in die Geschäftsführung. Er verantwortet ab Anfang Juli die Geschäftsbereiche IT und Mathematik. Strumberger war bis 2015 zehn Jahre Chief Information Officer beim Finanzvertrieb MLP. Außerdem: Die Ernennung von Christian Macht zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Versicherers Element ist beschlossene Sache. Er steht damit ab sofort an der Spitze der Vorstandsriege, zu der außerdem die Vorstände Wolff Graulich und Sascha Herwig gehören.

Signal macht Ernst mit der Digitalisierung

Die Führung der Signal Iduna sieht große Fortschritte bei der Digitalisierung der Gruppe. Das macht sie an Projekten wie der automatischen Ausstellung von Bescheinigungen oder der digitalen Schadenmeldung fest. Die alten Bestandssysteme in der Schadenversicherung und in der privaten Krankenversicherung will die Gruppe allerdings nicht abschaffen, in Leben hat sie ein Standardsystem gekauft. Großen Erfolg verspricht sich Konzernchef Ulrich Leitermann von speziellen Policen für einzelne Handwerkergruppen, die ihre besonderen Probleme aufgreifen.

D&O: Schluss mit Digitalisierungs-Ausreden

 The Long View – Der Hintergrund  Digitalisierung und Online-Vertrieb der D&O-Versicherung sind noch immer ein äußerst kontroverses Thema. Die alte Leier der Digitalisierungs-Kritiker: Die D&O-Versicherung sei zu komplex für die Digitalisierung und unzureichende persönliche Beratung mache den Online-Vertrieb unmöglich. Es gibt jedoch digitale Lösungen von Versicherern und Insurtechs, die seit geraumer Zeit den Vertrieb von D&O-Versicherungen vereinfachen. Das wirft die Frage auf: Ist die Digitalisierung der D&O-Versicherung für Klein- und Kleinstunternehmen eine Sackgasse oder befinden wir uns inmitten einer konstruktiven Diskussion auf der unaufhaltbaren Reise der Digitalisierung?

Axa wirbt um digitale gesunde Kunden

Mit einem neuen Vollversicherungs-Tarif will die Axa Krankenversicherung das Segment der digital-affinen jungen und gesundheitsorientierten Kunden erschließen. Das neue Angebot „Active Me“ fördert über finanzielle Anreize gesundheitsbewusstes Verhalten der Versicherten und unterstützt sie bei der Prävention. Mit diesem Ansatz sieht sich der private Krankenversicherer als Pionier in der Branche. Der Tarif umfasst viele digitale Angebote. So fördert die Axa die Nutzung von Gesundheits-Apps, bietet Zugang zum Online-Arzt und die Nutzung der Plattform Meine Gesundheit.

Datenschutz bei künstlicher Intelligenz wahren

 Legal Eye – Die Rechtskolumne   Versicherungsunternehmen hüten einen großen Schatz: Kundendaten. Big Data und Künstliche Intelligenz (KI) werden genutzt, um Daten digital schneller und effizienter zu verarbeiten. Selbstlernende Systeme verbessern die Ergebnisse der maschinellen Verarbeitung fortlaufend. Mit der „Hambacher Erklärung“ haben die unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder datenschutzrechtliche Anforderungen beim Einsatz von KI formuliert. Die KI-Nutzung birgt einige Herausforderungen, lässt sich aber rechtlich zulässig gestalten.

Canada Life greift im bAV-Geschäft an

Der Maklerversicherer Canada Life will im Geschäft mit betrieblicher Altersvorsorge in Deutschland stark wachsen. Der Versicherer hatte bislang vor allem Kleinstunternehmen mit einer einstelligen Mitarbeiterzahl als Hauptzielgruppe. Ab diesem Jahr sollen auch Firmen mit bis zu 100 Beschäftigten im Fokus stehen. Dafür investiert Canada Life in ein neues Bestandssystem des IT-Dienstleisters MSG, das die Verwaltung größerer Versichertenkollektive ermöglichen soll. Deutschland-Chef Markus Drews hat das Ziel, Canada Life zum drittgrößten deutschen Maklerversicherer zu machen.

Deutsche wollen Vermittler statt Robo-Beratung

Auch in zehn Jahren dürften sich die meisten Menschen in Deutschland beim Thema Altersvorsorge an einen Vermittler wenden und nicht ausschließlich einem Robo-Advisor vertrauen, der über einen Sprachassistenten wie Alexa Versicherungsberatung und Vertragsabschlüsse bietet. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die das Marktforschungsinstitut YouGov für den Maklerversicherer Canada Life in Deutschland sowie in Irland, den USA und Kanada durchgeführt hat. Auch wenn hierzulande die Begeisterung für digitale Beratung im Ländervergleich am geringsten ist, könnten sich die Rahmenbedingungen in Deutschland schnell verändern: Laut der Studie sind die 18- bis 24-Jährigen gegenüber digitaler Beratung deutlich weniger abgeneigt als die Älteren.

Leitermann: Die Mitarbeiter mitnehmen

Die Signal Iduna will bei der Digitalisierung der Branche vorne mitmischen. Gerade in der privaten Krankenversicherung sieht Konzernchef Ulrich Leitermann große Chancen, mit Hilfe neuer technischer Möglichkeiten den Kundenservice deutlich zu verbessern. Die Zukunft liegt dabei bei Kooperationen, und zwar in Konstellationen, die man sich heute noch gar nicht vorstellen kann, sagt Leitermann. Bei der Fokussierung auf die digitale Zukunft darf man die Belegschaften aber nicht vergessen, betont er im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Sie seien der entscheidende Faktor für eine gelungene Transformation der Geschäftsmodelle.

Versicherer müssen hybrid werden

Versicherer müssen umdenken, wenn sie überleben wollen, heißt es in einer aktuellen Studie des Beraters Bearingpoint. Ein hybrides Geschäftsmodell sei dabei der Schlüssel zum Erfolg. Versicherer müssen sich von ihrem traditionellen Geschäftskonzept trennen und gewillt sein, Partnerschaften mit digitalen Plattformen und Drittanbietern einzugehen. Dies zielt darauf ab, ein Ökosystem aufzubauen, das auf die geänderten Kundenbedürfnisse abgestimmt ist. Der chinesische Versicherer Ping An geht laut dem Berater mit gutem Beispiel voran.

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