Der Leitzins in der Eurozone steigt zum 27. Juli von 0 Prozent auf 0,5 Prozent, der „Strafzins“ auf Gelder, die Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken, entfällt. Das gab die EZB am Donnerstagnachmittag bekannt. Die Leitzinsanhebung fällt doppelt so stark aus wie zuvor in Aussicht gestellt. Die deutschen Versicherer begrüßen das, fordern allerdings weitere Erhöhungen, und das möglichst bald. Die Allianz sieht dafür bis Jahresende wegen der düsteren wirtschaftlichen Aussichten aber nur einen geringen Spielraum.
Klimawandel kostet 6,6 Mrd. Euro im Jahr
Laut einer Prognos-Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz hat der Klimawandel in Deutschland in den vergangenen 22 Jahren Schäden von im Schnitt 6,6 Mrd. Euro jährlich verursacht. Besonders teuer waren das Hochwasser im Juli 2021 und die beiden Dürrejahre 2018 und 2019. Auch für Versicherer sind das keine guten Nachrichten, sie fordern mehr Prävention gegen Wetterextreme.
GDV mit neuem Logo
Der Versichererverband GDV geht mit einem neuen Markenauftritt an den Start. An die Stelle des burgunderroten Schriftzugs mit Dach tritt ab Dienstag ein vielfarbiges rundes Logo, das an einen Planeten erinnern soll. Daneben prangt der Schriftzug „Gesamtverband der Versicherer“. Diesen Namen will der Verband künftig im Außenauftritt verwenden. Offiziell umbenennen wird er sich aber nicht, betonte ein Sprecher. Ende September soll ein neuer Webauftritt folgen.
Lohrmanns Verunsicherung: Pflicht oder nicht?
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Pflichtversicherung gegen Elementargefahren – kommt sie oder kommt sie nicht?
Einigung über EU-Nachhaltigkeitsrichtlinie
Der Rat der EU und das europäische Parlament haben eine vorläufige Einigung über die von der Kommission vorgelegte Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung erzielt. Damit werden mehr Firmen als bisher verpflichtet, über ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten Rede und Antwort zu stehen, auch Nicht-EU-Firmen werden erfasst. Versicherer werden davon ebenfalls betroffen sein. Allerdings gelten bestimmte Übergangsfristen, die Experten kritisch sehen.
Leitzins-Erhöhung: zu spät, zu zaghaft
Nach über zehn Jahren hat die Europäische Zentralbank ein Ende der lockeren Geldpolitik angekündigt. Im Juli will sie ihre Anleihenkäufe einstellen – und die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte erhöhen. Die Versicherer begrüßen den Schritt – halten ihn jedoch für verspätet und nicht ausreichend. Der Versichererverband GDV bezweifelt, dass sich damit die kurzfristigen Hauptinflationstreiber in der Eurozone wirksam bekämpfen lassen.
Asmussen: „Das Gutachten setzt sehr enge Grenzen“
Exklusiv Die Länder haben den Bund gebeten, eine Pflichtversicherung für Gebäudebesitzer gegen Elementarschäden zu prüfen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ist gegen eine Pflichtlösung. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Jörg Asmussen spricht im Interview mit dem Versicherungsmonitor über die Grenzen einer Pflichtdeckung und wirbt für den GDV-Vorschlag einer Opt-out-Lösung. Der sei zielführender, um eine flächendeckende Abdeckung zu erreichen.
GDV: Staatsgarantie für Extremus frühzeitig verlängern
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) macht sich Sorgen um den Fortbestand der Staatshaftung für den Terrorversicherer Extremus. Die derzeitige Gewährleistung läuft Ende dieses Jahres aus. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen fordert nun eine frühzeitige Klarstellung des Bundes. Zuvor hatte sich auch der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft eine frühzeitige Verlängerung der Staatsdeckung eingesetzt.






