The Long View – Der Hintergrund Es mangelt nicht an guten Worten und hehren Zielen für den Klimaschutz – bei der Umsetzung hapert es aber gewaltig. So liefert auch der Weltklimarat in seinem jüngsten Bericht erschreckende Prognosen. Versicherer legen sich bei der Suche nach neuen Wegen zur nachhaltigen Absicherung von Naturgefahrenrisiken keine Denkverbote auf. Eine Versicherung gegen Elementarschäden kann und muss aber auf einem privatwirtschaftlichen und risikobasierten Fundament stehen. Denn Risiken bekommen erst durch Versicherer ein klares Preisschild.
Lohrmanns Verunsicherung: Vivaldi bringt’s
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Auf die richtigen Werte kommt es an.
Merkel gegen verpflichtende Elementarversicherung
Sturm „Bernd“, der in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und inzwischen auch in weiteren Bundesländern hohe Flutschäden verursacht und mindestens 159 Menschenleben gekostet hat, löst eine erneute Debatte um eine verpflichtende Elementarschadensversicherung für Hausbesitzer aus. Während sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Blick auf unverhältnismäßig hohe Prämien gegen eine solche Lösung ausspricht, wollen die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und weitere Politiker das Vorhaben vorantreiben.
Lohrmanns Verunsicherung: Der Riester-Trainer
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Jogi Löw findet neue Herausforderung.
Nur Bronze für den GDV
Nachschlag – der aktuelle Kommentar Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), krempelt den Verband grundlegend um. Eine Reihe führender Mitarbeiter musste gehen, weitere werden folgen. Der GDV hat sich weit geöffnet für neue Themen, gerade im Bereich Nachhaltigkeit. Doch jetzt kommt ein schwerer Rückschlag. Der GDV hat nur Bronze erreicht. Worum geht es? Um Riester versus andere Formen der Altersvorsorge? Um die mehr oder weniger gut gelungene Darstellung von Haftpflichtrisiken oder der Anlagepolitik der Branche? Nein, viel wichtiger: um die Zertifizierung der neuen Fahrradständer.
EU: Neue Strategie für nachhaltige Finanzanlagen
Die EU-Kommission hat ihre inzwischen drei Jahre alte Strategie für mehr nachhaltige Finanzanlagen überarbeitet. Im Fokus der neuen Strategie stehen grüne Anleihen, sogenannte Green Bonds. Sie sollen dabei helfen, Europa als ersten Kontinent bis 2050 klimaneutral zu machen. Banken, Versicherer und Rating-Agenturen sollen künftig Umwelt- und Nachhaltigkeitsrisiken verbindlich einbeziehen müssen. Der deutsche Versichererverband GDV findet lobende Worte, sieht allerdings Verbesserungspotenzial.
Mit CO2-Bepreisung für mehr Nachhaltigkeit
Ein angemessener CO2-Preis ist aus Sicht des Ökonomen Ottmar Edenhofer die entscheidende Voraussetzung für einen erfolgreichen Umbau der Wirtschaft im Sinne der Nachhaltigkeit. In der aktuellen Ausgabe der Digitalveranstaltung GDV Live forderte der Wissenschaftler den Versichererverband GDV dazu auf, entsprechende Signale an die Politik zu senden. Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen zeigte sich dafür offen. Er machte sich für eine EU-weite Datenbank für Nachhaltigkeitsinformationen von Unternehmen stark.
Der politische Wunschzettel des BVK
Die kommende Bundestagswahl wird über die Zukunft der Riester-Rente entscheiden. Ins Zentrum rücken dabei auch die Vermittler, die bisher für den Vertrieb der Altersvorsorgeprodukte zuständig waren. Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), will, dass das auch in Zukunft so bleibt. Er hat genaue Vorstellungen von der neuen Koalition. Heinz wünscht sich marktwirtschaftlichen Sachverstand, der – wie er findet – einem der beiden Koalitionspartner bisher fehlte.
BVK: „Wenn Sie den Kampf wollen, bekommen Sie ihn“
Dass Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), streitbar und ein Freund deutlicher Worte ist, ist bekannt. Auf der digitalen Fachtagung des Verbands zeigte er sich sichtlich aufgebracht. Grund ist das stark unter Druck geratene Verhältnis zum Versichererverband GDV. Heinz macht hierfür vor allem den neuen Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen und dessen Vorstoß zur Riester-Rente verantwortlich, den er als „Kampferklärung“ an die Vermittler wertet. Dass die beiden Verbände – wie von den Versicherern stets beteuert – am gleichen Strang ziehen, kann Heinz derzeit nicht erkennen.
Lohrmanns Verunsicherung: Blaue Briefe für Jogi
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Wie man’s macht, man macht’s verkehrt.
Wochenspot: Riester-Rente und Pandemie-Erfolge
Wochenspot – der Podcast Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe diskutieren Katrin Berkenkopf und Herbert Fromme über den Streit um die Riester-Rente und die Assekurata-Bilanz für die deutschen Schaden- und Unfallversicherer.
Heinz: „Asmussen begeht einen Systemwechsel“
Exklusiv Michael Heinz, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute, warnt vor einer Änderung in der Haltung der Versicherer zu Vermittlern. Anlass ist ein Statement von GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen, in dem der von einem digital vertriebenen Riester-Standardprodukt spricht. Inzwischen hat Asmussen die Äußerung ergänzt. Aber im Interview mit dem Versicherungsmonitor hält Heinz an seiner Ansicht fest und berichtet, dass er 20 Versicherer um klare Stellungnahmen gebeten hat.
Naturkatastrophenschäden 2020 geringer als erwartet
Die deutschen Versicherer waren vergangenes Jahr kaum durch Naturkatastrophen belastet, wie aus der aktuellen Naturgefahrenbilanz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft hervorgeht. So mussten die Gesellschaften im Jahr 2020 für Schäden durch Sturm, Hagel und weitere Naturgefahren rund 1,95 Mrd. Euro zahlen. Das liegt unter dem vorläufigen Schätzwert aus dem vergangenen Jahr wie auch dem langjährigen Durchschnitt. Am stärksten getroffen hat es 2020 das Saarland.












