Rollinger: Erderwärmung bedroht Versicherbarkeit

Ehrgeizige Klimaziele bleiben für die Versicherer trotz Wirtschaftsschwäche, geopolitischer Herausforderungen und gestiegener Energiepreise wichtig. Das betonte der Präsident des Lobbyverbands der Branche GDV Norbert Rollinger auf einer Veranstaltung in Berlin. Ohne eine Begrenzung der Erderwärmung sei letztlich die flächendeckende Versicherbarkeit bedroht. Der CO2-Fußabdruck der Kapitalanlage der Branche hat sich nach aktuellen Zahlen verbessert.

Rollinger: „Die Talsohle scheint durchschritten“

Die R+V hat ihre Beitragseinnahmen im ersten Halbjahr 2025 um knapp 10 Prozent auf mehr als 10 Mrd. Euro gesteigert. Daran hatte das kräftig gewachsene Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung einen großen Anteil. Der genossenschaftliche Versicherer geht davon aus, für das Gesamtjahr ein Wachstum deutlich oberhalb des Vorjahreswertes von 2,8 Prozent zu erreichen. Auch das Zinsumfeld, die besseren Wirtschaftsaussichten und die nachlassende Inflation stimmen Vorstandschef Norbert Rollinger optimistischer.

Ein Traum? Die BaFin geht die Bürokratie an

 Herbert Frommes Kolumne  Die Bürokratie ist ein echtes Problem für die Versicherer. Die Aufsicht verspricht Abhilfe, jedenfalls für kleine Unternehmen. BaFin-Versicherungschefin Julia Wiens hat sich dazu in einem Interview auf der Homepage der Behörde geäußert. Alles schon mal gehört, mag mancher Vorstand denken. Aber wenn man das Interview genau liest, zeigt sich: Es tut sich tatsächlich etwas.

R+V beteiligt sich an Bancassurance-Experten

 Exklusiv  Die R+V möchte sich im Bereich Bankenvertrieb verstärken und beteiligt sich dazu an einer Beratungsfirma aus Stuttgart. Die QIDF GmbH, an der R+V eine Minderheitsbeteiligung erwirbt, berät viele Volks- und Raiffeisenbanken in Vertriebsfragen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Bancassurance.

Schluss mit der Lobhudelei

 Herbert Frommes Kolumne  Es wird viel zu viel unberechtigt gelobt. Das gilt sowohl für das Innenleben der Unternehmen als auch für die gesamte Branche, die sich gern selbst lobt. Besonders peinlich sind die andauernden Lobhudeleien auf sozialen Plattformen wie Linkedin oder Facebook. Niemand möchte die schlechten Führungsmethoden der Vergangenheit wiederhaben, als wütende Chefs ihre Mitarbeiter öffentlich zusammenstauchten. Lob ist richtig und wichtig, wenn es verdient ist. Aber auch nur dann.

Allianz Webseite zum Nationalsozialismus

Versicherer bekennen sich zu NS-Verstrickung

In diesen Tagen erinnern zahlreiche Feierlichkeiten an den 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges. In einer gemeinsamen Erklärung mit Topmanagern anderer Branchen erinnern Oliver Bäte (Allianz), Clemens Jungsthöfel (Hannover Rück), Joachim Wenning (Munich Re) und Norbert Rollinger (R+V) daran, dass die Grauen der NS-Zeit ohne das Versagen der Entscheidungsträger der damaligen deutschen Wirtschaft nicht denkbar gewesen wären. Versicherer spielten während der Nazi-Herrschaft eine unrühmliche Rolle, sie versicherten Konzentrationslager und diskriminierten jüdische Versicherte.

Hat die Cyberversicherung noch eine Zukunft?

 Herbert Frommes Kolumne  Die Cyberversicherung wächst kaum, obwohl die Bedrohung immer größer wird. Das hängt auch damit zusammen, dass Versicherer berechtigte Furcht vor staatlichen Cyberangriffen und entsprechenden Kumulbelastungen haben. Kapazitäten sind niedrig und Ausschlüsse umfassend. Dadurch wird die Sparte immer weniger interessant für die Industriekunden. Eine staatliche Rückversicherungslösung ist richtig, aber es braucht auch mehr Mut zum Risiko bei den Versicherern. Sonst geht die Cyberversicherung unter.

Sophia Thamm Gothaer

Barmenia Gothaer forciert KI mit neuem Posten

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Geschäftsführung des Gothaer Schaden-Service-Centers wird erweitert, um das Thema Daten und künstliche Intelligenz (KI) voranzubringen. Sophia Thamm übernimmt zum 1. Mai die neue Aufgabe und gleichzeitig eine Führungsposition bei der Gothaer Allgemeine. Personelle Neuigkeiten gibt es außerdem von der Deutschen Aktuarvereinigung, bei der nun erstmals eine Frau an der Spitze steht, von Meyerthole Siems Kohlruss, dem Insurlab Germany, der R+V-Tochter Assimoco sowie von der Anwaltskanzlei Clyde & Co.

Versicherer wünschen sich schnelle Reformen

Die Union und die SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Zu ihren Plänen zur zweiten und dritten Säule des Rentensystems, der betrieblichen und privaten Altersvorsorge, bleibt die künftige Regierung allerdings vage. Die Versicherer wünschen sich eine schnelle Reform der Altersvorsorge. Schon mit relativ einfachen Änderungen ließen sich große Fortschritte erzielen, sagte Moritz Schumann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des GDV beim Insurance Summit des Verbands in Berlin. Die Chancen für Reformen stehen dabei gar nicht mal so schlecht.

R+V setzt auf Genobanken

Die R+V, die zum genossenschaftlichen Finanzlager gehört, konzentriert sich noch mehr als bisher auf Kunden und potenzielle Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken und anderer genossenschaftlichen Einrichtungen. Die Gruppe baut die interne Führungsstruktur um und konzentriert die eigentliche Macht in den Händen weniger Vorstände. Für das neue Strategieprogramm setzt sich das Unternehmen vorsichtige Ziele. 2024 sanken die Marktanteile, der Gewinn stieg.

R+V wächst in allen Sparten

Nachdem das erste Halbjahr 2024 für die R+V Versicherung noch ein eher schwaches war, meldet das Unternehmen für das gesamte Jahr nun ein Wachstum in allen Sparten. Dabei stachen vor allem die Schaden- und Unfallversicherung, das Rückversicherungsgeschäft sowie die italienische Tochter Assimoco hervor. Den Wachstumstrend möchte die R+V auch 2025 fortsetzen.

Zweckoptimismus vom GDV

 Herbert Frommes Kolumne  Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) hat Zahlen für das Jahr 2024 und seine Erwartungen für 2025 vorgelegt. Die Branche habe die Talsohle durchschritten, so das Fazit von GDV-Präsident Norbert Rollinger und Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Das machen sie vor allem am steigenden Prämienvolumen fest. Zu den echten Baustellen der Branche sagten die beiden bei ihrer digitalen Pressekonferenz wenig, stattdessen gab es viele Forderungen an die Politik.

GDV warnt vor Cyber-Pandemie

Die deutschen Versicherer haben ihre Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent gesteigert und rechnen mit einem ähnlichen Wachstum für 2025. Von der künftigen Bundesregierung erhofft sich die Branche einen Bürokratieabbau, Reformen der zusätzlichen Altersvorsorge und Konsequenzen aus den steigenden Klimaschäden. Bei der Debatte über die Stärkung des deutschen Wirtschaftsstandorts vermisst der Versichererverband GDV das Thema Cyberrisiken. GDV-Präsident Norbert Rollinger kündigte ein Konzept zur Stärkung der Cyber-Resilienz an.

Der Rückblick auf 2024 Teil 3: Fusionen, Cogitanda-Insolvenz, United Healthcare-Mord

Überschwemmungen in Spanien, Nahost-Krieg, die Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump, eine schwächelnde Wirtschaft und der Bruch der Ampel-Koalition: Im Jahr 2024 ist einiges passiert – auch in der Versicherungswirtschaft. Inspiriert von der Fusion von Barmenia und Gothaer kündigen einige kleinere Versicherer Zusammenschlüsse an und der Assekuradeur Cogitanda wird insolvent. In den USA wird der United Healthcare-Chef Brian Thompson erschossen. Hier der letzte Teil unseres dreiteiligen Jahresrückblicks.

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