Bätes Karenztag provoziert heftige Reaktionen

 Exklusiv  Allianz-Chef Oliver Bäte hatte im Interview mit dem Handelsblatt den hohen Krankenstand in Deutschland kritisiert und vorgeschlagen, die Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag zu streichen. Damit erntet er Applaus beim Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland und scharfe Kritik der Gewerkschaften Verdi und NAG. Auch der Vermittlerverband BVK mag sich mit dem sogenannten Karenztag nicht anfreunden.

Ein turbulentes Jahr 2025

 Herbert Frommes Kolumne  2024 war schon lebendig genug, aber 2025 wird noch unruhiger. Das gilt auch für die Versicherungswirtschaft. Langfristige Trends setzen sich durch, oft in Form von Disruptionen und Krisen. Einer dieser Trends ist der Siegeszug der künstlichen Intelligenz, der sowohl Versicherungskunden als auch Versicherer in diesem Jahr massiv beschäftigen wird. Klimawandel, Kfz-Versicherung, Fachkräftemangel, Maklerfusionen, das energische Auftreten der BaFin und die Diskussion über die Nachfolge von Allianz-CEO Oliver Bäte werden ebenfalls eine große Rolle spielen.

Allianz sucht Partner für Asset Manager AGI

Die Allianz will ihrem Vermögensverwalter Allianz Global Investors mehr Schlagkraft verleihen und sucht dafür einen Partner, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Möglich seien eine Fusion oder ein Teil-Verkauf. Erst im August hatte die Axa angekündigt, ihren Asset Manager an die BNP Paribas zu verkaufen. Der Wettbewerb unter den Vermögensverwaltern ist hart, und Größe ist ein wichtiges Kriterium.

Bäte: Deutschland ist nicht produktiv genug

Die deutsche Wirtschaft wird 2024 im zweiten Jahr in Folge schrumpfen. Dafür sieht Allianz-Chef Oliver Bäte mehrere Gründe. Den Deutschen fehle die Motivation, mehr zu arbeiten und so die Produktivitätslücke zu schließen, sagte er beim Bayerischen Finanzgipfel der SZ. Er forderte die Politik auf, eine bessere Infrastruktur für Kindergärten und Krippen zu schaffen, damit Eltern, die in Teilzeit arbeiten, mehr Zeit für ihren Beruf haben. Bäte hält auch bessere Rahmenbedingungen für Fachkräfte aus dem Ausland für nötig.

Gefährdete Verkehrsteilnehmer

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Der Autotag der Allianz in Ismaning, die Baden-Baden Media Conference der Swiss Re, der Bayerische Finanzgipfel und der Investorentag der Hannover Rück

R+V Direkt sagt still und leise Servus – zu Vergleichern

 Exklusiv  Den Kfz-Versicherern steht ein stürmischer Herbst bevor. Wie schon im vergangenen Jahr müssen sie wohl fast alle ihre Preise drastisch erhöhen. Die Inflation, steigende Preise und Zinsen haben ihnen hohe technische Verluste eingebrockt. Schlechte Bedingungen also für die Unternehmen. Allein, wie schlecht sind sie wirklich? Der Versicherungsmonitor stellt in den kommenden Wochen die wichtigsten Direktversicherer vor. Heute: R+V Direkt.

Wie geht es der Allianz Direct?

 Exklusiv  Der Herbst wird stürmisch in der Autoversicherung. Fast alle Kfz-Versicherer wollen die Preise deutlich erhöhen. Angesichts hoher technischer Verluste im Jahr 2023 haben sie auch kaum eine Wahl. Viele Kunden werden wechseln wollen. Die Direktversicherer können davon profitieren. Der Versicherungsmonitor stellt in den kommenden Wochen die wichtigsten Direktversicherer vor. Heute: die Allianz Direct.

Under Armour einigt sich auf Vergleich

Der Sportartikelhersteller Under Armour einigt sich mit Klägern auf einen Vergleich und zahlt nun 434 Mio. Dollar (406 Mio. Euro). Der Geschäftsführer des US-Unternehmens hatte Umsatzzahlen geschönt, um an der Wall Street zu punkten. Von dem Gesamtbetrag übernehmen Under Armours D&O-Versicherer wohl nur maximal 20 Prozent, schätzen Experten. Zu den prominenten Kunden der Marke gehört unter anderem Allianz-Chef Oliver Bäte.

Cyber-Spezialist Coalition startet in Deutschland

 Exklusiv  Am 1. August will der US-Cyber-Assekuradeur Coalition auf den deutschen Markt kommen. Aufgebaut wird die deutsche Einheit von Martin Swider, der vom Makler Hendricks kommt, als Head of Business Development. Er hat bereits zwei weitere Mitarbeiter angeworben. Risikoträger von Coalition in Deutschland ist die Allianz. Der deutsche Cybermarkt ist in Bewegung. Nach dem großflächigen Ausstieg der Axa Deutschland aus dem Geschäft ist einiges an Prämie neu zu verteilen.

Geständnis erfreut die Allianz

Gregoire Tournant, einst Fondsmanager für die Structured-Alpha-Fonds der Allianz in den USA, hat sich für schuldig erklärt. Tournant hatte gefälschte Daten über Verluste an die Investoren übermittelt. Die Allianz hatte zunächst behauptet, alles sei in Ordnung gewesen mit dem Fonds, sich später aber mit den US-Behörden auf die Zahlung von 6 Mrd. Dollar Schadenersatz und Geldstrafen geeinigt. Das Schuldeingeständnis erspart der Allianz einen komplexen Strafprozess, bei dem die Einzelheiten des Skandals erneut aufgerollt worden wären.

Bericht: Allianz-Töchter investieren in fossile Industrie

In seiner Rede bei der Hauptversammlung der Allianz hat Oliver Bäte erneut gesagt, dass der Klimawandel die Lebensgrundlagen, Heimat und Gesundheit aller Menschen bedroht. Allein im vergangenen Jahr hätten Naturkatastrophen Schäden in Höhe von rund 280 Milliarden Dollar (260 Mrd. Euro) verursacht. Trotzdem fließen über die Vermögensverwalter der Allianz laut einem Bericht des Recherchenetzwerks Correctiv nach wie vor Gelder in die fossile Industrie. So sollen zwei Töchter des Versicherers im Januar 2023 mit Milliardenbeträgen in Firmen investiert gewesen sein, die Geschäfte mit fossilen Brennstoffen machen.

Bäte lobt Allianz Commercial

Allianz-Chef Oliver Bäte lobt in einem vorab veröffentlichen Manuskript zu seiner Rede für die Hauptversammlung am 8. Mai die Entwicklung des Konzerns. Es habe sich nicht nur das Geschäftsergebnis verbessert, sondern auch das Maß der Vereinheitlichung und der Prozessoptimierung. Besonders hebt Bäte die Einführung der Marke Allianz Commercial und den Einsatz neuer Technologien hervor.

So viel verdient Oliver Bäte

Die Allianz hat 2023 ein Rekordergebnis eingefahren, das macht sich auch in der Vergütung der Vorstandsmitglieder bemerkbar. Konzernchef Oliver Bäte hat in dem Geschäftsjahr rund 7,47 Mio. Euro verdient. Das geht aus dem Geschäftsbericht der Allianz hervor. Der Aufsichtsrat zeigt sich mit den Leistungen des Vorstandsvorsitzenden und seines Teams zufrieden, formuliert aber auch hohe Erwartungen für das laufende Jahr.

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