Eiopa-Chefin Hielkema fordert europäischen Zusammenhalt

Um den europäischen Binnenmarkt stärken zu können, müssen die europäische Aufsichtsbehörde Eiopa und ihre nationalen Pendants enger zusammenarbeiten, forderte Eiopa-Chefin Petra Hielkema anlässlich der Eiopa-Konferenz. Das sei die Voraussetzung dafür, dass Europa auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig bleiben könne.

Eiopa will Europa bis 2030 widerstandsfähig machen

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa blickt mit Sorge auf die zunehmenden geopolitischen Spannungen, wirtschaftliche Instabilität und ökologischen Herausforderungen der aktuellen Zeit. Aus diesem Grund hat sie sich neue Ziele gesetzt, die sie bis 2030 verfolgen wird. Sie will den europäischen Binnenmarkt stärken und die Resilienz der Gesellschaften gegenüber Risiken wie Naturkatastrophen und Cyberbedrohungen unterstützen. Auch das eigene Vorgehen bei der Regulierung soll moderner werden.

Eiopa-Stresstest: EbAV halten Zinsschocks stand

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa zeigt sich zufrieden mit den Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV). Der erste Stresstest, der die Liquiditätsrisiken des Sektors geprüft hat, belegt: Die EbAV sind gut gerüstet, um plötzliche Marktturbulenzen zu bewältigen. Der Einsatz von Derivaten birgt aber Risiken. Eiopa-Chefin Petra Hielkema will die Liquidität der EbAV weiter beobachten, da sich deren Anlageverhalten verändert.

Eiopa warnt vor Risiken von Private Credit

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa sieht das wachsende Engagement der Versicherer, besonders der deutschen, im Bereich Private Credit mit Sorge. Aufsichtsbehörden und Investoren müssten darauf achten, dass das Wachstum nachhaltig sei und die Finanzstabilität nicht gefährde, heißt es in einem aktuellen Report. Ansonsten drohten bei einem Marktabschwung erhebliche Wert- und Bilanzverluste.

Geordnete Erneuerung in Baden-Baden

Was die Woche bringt

An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Rückversicherertreffen in Baden-Baden und die MCC-Konferenz „Insurance Today and Tomorrow“ in Frankfurt

Dominik Strebel wird Deutschland-Chef von Clark

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Digitalmakler Clark hat mit Dominik Strebel (Bild) einen neuen Leiter für sein Deutschlandgeschäft. Er folgt auf Christer Schulz-Gärtner, der das Unternehmen verlässt. Außerdem leitet Julia Wiens, Chef-Versicherungsaufseherin der BaFin, künftig das Digital Finance Steering Committee der europäischen Aufsicht Eiopa. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei den Versicherern QBE und Chubb sowie bei den Maklern Howden und Aon.

Eiopa stellt Solvency II-Änderungen vor

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa stellt Änderungen am Regelwerk Solvency II zur Konsultation. Geplant sind unter anderem geringere Berichtspflichten im Einklang mit entsprechenden Zielen der Europäischen Kommission. Für langfristige Investitionen in Infrastruktur und grüne Projekte kann sich Eiopa-Chefin Petra Hielkema nur eine leichte Senkung der Kapitalanforderungen vorstellen. Eine stärkere Lockerung könnte die Widerstandsfähigkeit schwächen – außerdem sei nicht ausgeschlossen, dass die Versicherer freiwerdendes Kapital nutzen, um ihre Aktionäre zu bauchpinseln.

Branchengespräche mit der Aufsicht

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: die jährliche Konferenz zur Versicherungsregulierung des Branchenverbandes GDV und die Bilanzpressekonferenz des Kölner Versicherers DEVK

Eiopa will die Versicherungslücke schließen

Damit Europas Wirtschaft nachhaltig wird, muss die Versicherungslücke bei Naturkatastrophen geschlossen werden – darin waren sich die Teilnehmenden eines Kongresses der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa einig. Wirtschaftswachstum und Klimaschutz bedingen einander demnach, statt sich auszuschließen. Um diesen Gedanken auch bei Versicherten zu verankern, will die Aufsicht zu mehr Aufklärung beitragen. Denn aktuell wissen vor allem diejenigen zu wenig über die finanziellen Risiken durch Naturkatastrophen, die am meisten von ihnen gefährdet sind.

GDV: Versicherer fordern Bürokratieabbau

Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) begrüßt den Wettbewerbskompass der Europäischen Kommission zum Bürokratieabbau. Mit dem Plan will sie die schwächelnde EU-Wirtschaft in den kommenden fünf Jahren ankurbeln. Er ist ein wichtiges Arbeitsprogramm zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, glaubt der GDV. Der Verband fordert konkrete Maßnahmen, um attraktivere Investitionsbedingungen zu schaffen und Berichtspflichten zu reduzieren.

Value for money: Eiopa drückt aufs Tempo

Das Preis-Leistungs-Verhältnis von einigen Altersvorsorgeprodukten ist Eiopa-Chefin Petra Hielkema nach wie vor ein Dorn im Auge. Sie sieht zwar erste Verbesserungen, erwartet aber weitere Anstrengungen der Versicherer. Der aktuelle „Consumer Trends Report“ der Eiopa zeigt, dass nur wenige EU-Bürger privat fürs Alter vorsorgen. Sie befürchten hohe Kosten und scheuen die Komplexität der Policen.

Eiopa: Zwei Säulen gegen Klimaschäden

Die Europäische Zentralbank und die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa haben ein gemeinsames Papier veröffentlicht, in dem sie Lösungsvorschläge zur Reduzierung der Versicherungslücke in Bezug auf Naturkatastrophen in Europa formuliert haben. Die beiden Institutionen setzen dabei auf ein öffentlich-privates Rückversicherungssystem sowie auf einen europäischen Fonds zum Wiederaufbau zerstörter Infrastrukturen. Auch zur Finanzierung der beiden Lösungsansätze machen sie Vorschläge.

Geopolitische Spannungen hauen Versicherer nicht um

Die europäischen Versicherer sind ausreichend kapitalisiert und in der Lage, ihre Verpflichtungen nach den EU-Aufsichtsregeln Solvency II auch bei einer Eskalation der geopolitischen Spannungen zu erfüllen. Zu diesem Schluss kommt die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa nach ihrem aktuellen Stresstest. Dennoch ermahnt sie die Versicherer, ausreichende Puffer bei ihren liquiden Vermögenswerten einzuplanen. Der Behörde missfällt, dass sich trotz der guten Ergebnisse erneut die Mehrheit der Versicherer geweigert hat, ihre individuellen Ergebnisse zu veröffentlichen.

Hielkema: Value for Money schafft Vertrauen

Wenn Versicherer relevant bleiben wollen, benötigen sie das Vertrauen der Verbraucher, mahnte Petra Hielkema, Chefin der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa, bei der Jahreskonferenz der Behörde. Um das zu erreichen sei es unumgänglich, Policen mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis anzubieten. Mit Argwohn betrachtet Hielkema die EU-Kleinanlegerstrategie, die nach ihrer Meinung eine zu hohe Komplexität erreicht hat. Sie will eine Überprüfung des Gesetzes erreichen.

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