Archiv ‘A.M. Best’

Moody’s: Rückversicherungspreise steigen weiter

Die Preise kennen in der Rückversicherung derzeit nur einen Trend: nach oben. Gleichzeitig reduzieren viele Rückversicherer ihre Kapazitäten und decken weniger Risiken. Damit machte die Branche in den USA und den Bermudas in diesem Jahr bislang ein gutes Geschäft. Abreißen wird der Trend auch im kommenden Jahr nicht, prognostiziert die Ratingagentur Moody’s.

Munich Re Gartenansicht

Munich Re verteidigt Weltmeistertitel

Die Munich Re bleibt der größte Rückversicherer der Welt. Wie im vergangenen Jahr landen die Münchner im Rückversicherer-Ranking der Ratingagentur A.M. Best auf dem obersten Podestplatz. Auf den Plätzen zwei und drei hat sich nichts geändert. Die Konkurrenten Swiss Re und Hannover Rück komplettieren das Podium. EU-Rückversicherer litten im Ranking unter dem schwachen Euro.

Rückversicherung: Unsicherheit bestimmt den Markt

Die vergangenen fünf Jahre haben auf dem Rückversicherungsmarkt einige Entwicklungen offengelegt, die die Unsicherheit bei den Anbietern erhöht haben. Das ist das Fazit der Ratingagentur A.M. Best in einem aktuellen Bericht zur globalen Rückversicherung. Zu den Entwicklungen zählen unter anderem ungenaue Risikomodelle und eine anhaltende Inflation. Doch es gibt auch positive Trends.

So gewinnt man Versicherungsmuffel

Bei Menschen, die bisher nur wenig Bezug zu Versicherungen haben, könnten Embedded Insurance-Produkte das Bewusstsein für Deckungen schärfen. Davon geht die Ratingagentur A.M. Best in einem aktuellen Bericht aus. Gerade in bildungs- und einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen erleichtere das Geschäftsmodell den Zugang zu Policen. Für einen nachhaltigen Erfolg der Embedded Insurance müssen jedoch das Produktdesign und die Regulierung stimmen, schreiben die Analysten.

A.M. Best sieht Rückversicherer stabil

Während die Ratingagentur Fitch die Aussichten für die weltweite Rückversicherungsbranche unter anderem wegen der steigenden Inflationsraten als weniger optimistisch einstuft als noch vor einigen Monaten, will Konkurrent A.M. Best seinen stabilen Ausblick vorerst beibehalten. Dafür sprechen aus Sicht von Analystin Angela Yeo vor allem die steigenden Preise. Sie rechnet auch 2022 und 2023 noch mit einem positiven Preismomentum. Sollte die Inflation umfangreichere Nachreservierungen nötig machen, will auch A.M. Best seine Bewertung überdenken.

A.M. Best: EMEA-Versicherer sind widerstandsfähig

Trotz Pandemie und großer geopolitischer Spannungen bescheinigt die US-Ratingagentur A.M. Best der Versicherungsbranche in der EMEA-Region Stabilität. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen sei widerstandsfähig, ihre Bilanzen könnten Schocks überstehen, schreiben die Analysten in ihrem Bericht für 2021. In den kommenden Monaten sieht A.M. Best die Herausforderung in Inflationsrisiken und anhaltenden geopolitischen Spannungen durch den Ukraine-Krieg. Die Analysten erwarten starke Auswirkungen, bleiben jedoch optimistisch.

Ukraine-Roundup: Rückzug, Schiffe, Spenden

Die nächsten Sanktionen der EU gegen Russland treten am 15. April in Kraft, doch die Ratingagenturen A.M. Best und S&P greifen diesem Datum vor. Sie haben ihre Aktivität in Russland komplett eingestellt. Auch der französische Versicherer Axa zieht sich aus dem Land zurück, inklusive personeller Konsequenzen. Außerdem: Noch immer stecken Schiffe in den Häfen der Ukraine fest. Das ist ein Problem für Reeder und Versicherer. Der polnische Versichererverband PIU hat eine spezielle Spendenaktion gestartet.

A.M. Best: Wer innovativ ist, hat die Nase vorn

Schaden- und Unfallversicherer, die frühzeitig in die digitale Unternehmenstransformation investiert haben, konnten in den vergangenen zwei Jahren die Früchte ihrer Arbeit ernten. Das zeigt eine Analyse der Ratingagentur A.M. Best. Demnach waren innovative Gesellschaften in der Lage, während der Pandemie ihren Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und weiter zu wachsen. Versicherer mit ausgereifteren Strategien haben nach Ansicht der Analysten einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Ukraine-Roundup: S&P, A.M. Best, Brancheninitiative

Trotz der Sanktionen gegen russische Banken geht die Ratingagentur S&P grundsätzlich davon aus, dass künftige Versicherungsschäden in dem Land reguliert werden. Allerdings sei das Exposure der globalen Assekuranz überschaubar – auch wegen verbreiteter Kriegsausschlüsse. Der Konkurrent A.M. Best warnt dagegen vor den indirekten Auswirkungen auf die Versicherungsbranche. Unterdessen haben Vertreter der ukrainischen Versicherer an Gesellschaften im Ausland appelliert, Russland die Unterstützung zu entziehen.

Ukraine-Roundup: Schiff- und Luftfahrt, GDV, Talanx

Die Sanktionen gegen russische Banken schlagen sich auf die Transportversicherung nieder. Der P&I Club West of England hat jetzt als erster mitgeteilt, dass er russischen Schiffen die Deckung entzogen hat. Großbritannien will russische Luft- und Raumfahrtfirmen vom Versicherungsmarkt abschneiden. GDV-Präsident Wolfgang Weiler lobt die Hilfsmaßnahmen der deutschen Versicherer, denen sich jetzt auch Talanx und HDI mit einer 2,5 Mio. Euro-Spende anschließen. A.M. Best hat russische Versicherer unter verschärfter Beobachtung. Dem Börsengang des staatlichen indischen Versicherers LIC droht die erneute Verschiebung.

Ukraine: A.M. Best sieht „erhebliche Auswirkungen“

Die US-Ratingagentur A.M. Best erwartet kurz- bis mittelfristig „erhebliche Auswirkungen“ der Invasion der Ukraine durch Russland auf die Versicherungswirtschaft. Das Hauptrisiko sehen die Analysten in den Folgen für die Kapitalmärkte und im Potenzial für Cyberangriffe. Außerdem könnten internationale Versicherer und Rückversicherer Probleme haben, russische Risiken zu zeichnen oder Ansprüche aus bestehenden Verträgen zu bedienen.

Teure Erneuerungen in der Reeder-Haftpflicht

Bei den Vertragserneuerungen in der Schiffshaftpflichtversicherung, die in wenigen Tagen zu Ende gehen, zeichnen sich deutlich Preiserhöhungen für die Reeder ab. Die reedereigenen P&I Clubs drängen nach Jahren technischer Verluste auf Preiserhöhungen. Dazu kommen deutlich höhere Kosten für die Rückversicherung der Clubs auf die Schiffseigner zu. Die Preise werden auch in den kommenden Jahren weiter steigen, erwartet die Ratingagentur A.M. Best in ihrem aktuellen Branchenbericht.

Wer vom Dual Pricing-Verbot in UK profitiert

Seit dem 1. Januar dürfen britische Versicherer Bestandskunden keine schlechteren Preise anbieten als Neukunden. Die Ratingagentur A.M. Best sieht das von der Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) angeordnete Verbot des sogenannten Dual Pricing für Privatkunden insgesamt positiv. Die Analysten erkennen aber auch Risiken. Am besten positioniert sieht A.M. Best Anbieter mit einer starken Marke und mit hohem Wiedererkennungswert, die in mehreren Sparten aktiv sind.

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