Naturgefahren werden ein immer größeres Risiko für Versicherer, denn der Klimawandel erhöht nicht nur ihre Frequenz, sondern auch ihre Stärke. Bisher können Risikomodelle allerdings nur die Auswirkungen für zwölf Monate berechnen. Der Makler und Berater Aon hat jetzt ein Tool auf den Markt gebracht, das Zeiträume bis zu fünf Jahren abdeckt, das sogenannte Progressive Modelling. Dabei kommt auch künstliche Intelligenz zum Einsatz.
Archiv ‘Aon’
Aon und Willis – eine Lawine in Zeitlupe?
The Long View – Der Hintergrund Nachdem die beiden Großmakler Aon und Willis Towers Watson in der vergangenen Woche ihre Fusion bekannt gegeben haben, ist der große Aufschrei in der Branche ausgeblieben. Dabei wird dieser Deal vermutlich derjenige sein, der den Maklermarkt am nachhaltigsten beeinflussen wird. Es tun sich viele Möglichkeiten auf, was der neue Riese mit seiner Finanzkraft alles anstellen könnte.
Cyberversicherung – ein Markt in der Pubertät
Versicherungsmonitor-Analyse Seit rund zehn Jahren können große Unternehmen sich mit speziellen Cyberpolicen gegen Hackerangriffe versichern. Weil die Nachfrage groß war, boten die deutschen Anbieter schnell eigene Deckungskonzepte an, zu großzügigen Konditionen. Einige Jahre des Ausprobierens und viele teure Schadensfälle später werden die Cyberversicherer vorsichtiger: Sie fahren Kapazitäten zurück und schränken Bedingungen ein. Das Wachstum des Marktes wird das nicht hemmen, erwarten Experten.
Aon kauft Willis
Der internationale Großmakler Aon kauft für 30 Mrd. Dollar den Rivalen Willis Towers Watson. Das teilten beide Unternehmen am Montag mit. Allerdings fließt kein Bargeld, Willis-Aktionäre erhalten Aon-Aktien mit einem kleinen Aufschlag. Die neue Gruppe wird vor Marsh McLennan zum größten Makler weltweit. Er wird unter Aon firmieren und seinen Sitz in London haben.
Immaterielle Vermögenswerte werden wichtiger
Teilen statt besitzen, Daten statt Gebäude – die Geschäftsmodelle von Facebook, Airbnb und Netflix zeigen, dass Unternehmen längst nicht mehr physische Produkte entwickeln müssen, um erfolgreich zu sein. Das hat auch Auswirkungen auf ihre Vermögenswerte, heißt es in einer Untersuchung des Rückversicherers Swiss Re. Demnach tragen immaterielle Vermögensgegenstände inzwischen einen maßgeblichen Anteil zum Unternehmenswert bei. An den Versicherern liegt es nun, neue Policen zu entwickeln, betont Swiss Re.
Broker Talk über Aon und Willis
Herbert Frommes Kolumne Versicherungsmakler quatschen nun mal gern, das gehört zu ihrem Berufsbild. Mancher Versicherer tut Informationen, die ihm nicht passen, gerne als Broker Talk ab, als Maklergewäsch. Aktuell gibt es aber eine ganz andere Art von Broker Talk: Es wird heftig spekuliert über ein neues Angebot von Aon für den Konkurrenten Willis. Mindestens drei verschiedene Möglichkeiten eines solchen Zusammengehens werden im Markt diskutiert. Klar ist: Der 6. März ist ein entscheidendes Datum.
Aon verkleinert das Führungsteam
Leute – Aktuelle Personalien Eric Andersen (Bild) ist ab März alleiniger Präsident des internationalen Großmaklers Aon. Bisher teilte er sich diese Position mit Michael O’Connor, der das Unternehmen verlässt. Das Führungsteam wird künftig nur noch aus dem Chef Greg Case und Andersen bestehen. Auch auf den unteren Ebenen gibt es einige personelle Veränderungen. Zudem verliert die Carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH einen Geschäftsführer. Swiss Re hat einen Nachfolger für Jonathan Isherwood gefunden und die Schweizer Mobiliar gewinnt eine Expertin für Recht und Compliance.
Ergo-Chef Rieß verlängert bis 2025
Leute – Aktuelle Personalien Ergo-Chef Markus Rieß soll bis mindestens 2025 die Munich Re-Tochter führen. Der Vertrag war bereits Ende 2019 verlängert worden. Zuerst hatte das Handelsblatt darüber berichtet. Der frühere Deutschlandchef der Allianz steht seit 2015 an der Spitze der Ergo und hat das Düsseldorfer Unternehmen seitdem umfassend umgebaut. Außerdem: Aons langjähriger Chefaktuar Georg Thurnes zieht sich zurück und der Industrieversicherer Swiss Re Corporate Solutions hat einen neuen Chief Claims Officer.
„Sabine“: Bis zu 700 Mio. Euro Versicherungsschäden
Das Sturmtief „Sabine“, das von Sonntag bis Dienstag über Deutschland gezogen ist, dürfte nach einer Schätzung des Maklers und Beraters Aon hierzulande einen versicherten Schaden von 500 bis 700 Mio. Euro verursacht haben. Die Schätzung stimmt ungefähr mit der Prognose der aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss überein, die den versicherten Sachschaden mit 600 Mio. Euro beziffert. In der Schweiz geht der Schaden ebenfalls in die Millionen, auch Tschechien wurde schwer getroffen.
Neuer Vorstand bei Smart Insurtech
Leute – Aktuelle Personalien Die Hypoport-Tochter Smart Insurtech AG erweitert ihren Vorstand. Der 47-jährige Matthias Hansen soll dort künftig die Digitalisierung der Versicherungsbranche vorantreiben. Beim Spezialversicherer HDI Global Specialty SE verantwortet Frida Kangasniemi das Airline-Geschäft. Außerdem hat der in die Kritik geratene Versicherungsmarkt Lloyd’s of London Experten benannt, die den Kulturwandel begleiten sollen. Wechsel gab es auch bei Swiss Re Corporate Solutions und beim Makler Aon.
Industrie 4.0 braucht neue Absicherungen
Mit der zunehmenden digitalen Vernetzung der Industrie könnten Risiken bisher ungeahnten Ausmaßes auf die Versicherungsbranche zukommen. Das geht aus einer aktuellen Marktprognose des Großmaklers Aon hervor. Bisher fehlen aber Erfahrungswerte, mit denen Versicherer Risiken richtig einschätzen und kalkulieren können. Neben Cyberpolicen gewinnen vor allem Ausfallversicherungen für neue Technologien an Bedeutung. Hier sind Unternehmen und Assekuranz gefragt, Deckungslücken zu vermeiden.
Corona-Virus erfordert neue Versicherungslösungen
Infolge der Verbreitung des neuen Corona-Virus stehen in China bereits viele Betriebe still, in Deutschland hat es mit dem Autozulieferer Webasto jetzt das erste Unternehmen getroffen. Für einen solchen Fall dürften die meisten Firmen bislang nicht abgesichert sein, denn die Betriebsunterbrechungspolice greift hier nicht. Makler erwarten aber jetzt verstärkte Diskussionen über eine Erweiterung der Betriebsschließungsversicherung oder parametrische Deckungen.
Willis Re: Weniger Schäden durch Naturkatastrophen
Die versicherten Naturkatastrophenschäden sind seit 2017 weltweit deutlich gesunken. Im Jahr 2019 lagen sie bei 53 Mrd. Dollar (48 Mrd. Euro), hat der Rückversicherungsmakler Willis Re berechnet. Auch in Europa zeigt sich dieser Trend. Trotzdem gab es erneut Naturkatastrophen mit hohen Schäden.












